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Montag, Februar 6, 2023

Review – Potion Permit – Für die Gesundheit an den Kessel

Was macht für euch ein gutes Spiel aus? Bei mir sind es verschiedene Aspekte, die für mich aufeinander abgestimmt gut laufen müssen. Sicher, das ist bei jedem anders, aber bei Potion Permit ist die Mischung, soviel vorab, gelungen. Farming, Crafting und Rätsel gepaart mit einem ansprechenden Pixel-Stil. Wenn dann noch eine dezente Story dazu kommt, bin ich schon recht gut zufrieden. In Potion Permit haben wir auch hier ein kleines Stück zu liefern, da wir als Alchemist einer kleinen Dorfgemeinschaft und ihrer Gesundheit helfen. Dabei lernen wir die Dorfbewohner immer besser kennen, sodass sich daraus wiederum viele kleine Geschichten entwickeln. Doch gelingt es den Entwicklern, dieses Gesamtpaket sinnvoll und gut zusammen zu bringen? Das habe ich mir im Test einmal genauer angesehen.

Entwickelt wird Potion Permit vom indonesischen Indie-Entwickler MassHive Media. Neben den bereits erwähnten Punkten Farming und Crafting kommt auch noch ein einfaches Kampfsystem hinzu, was die anderen Funktionen ergänzt. Auch die Möglichkeit, sich mit den Bewohnern des kleinen Städtchens Mondburg anzufreunden, erinnert sehr stark an verschiedene andere Games wie Stardew Valley oder auch Harvest Moon. Nur das wir hier keine Farm aufbauen, sondern eben einen Kräutergarten für unsere Zutaten. Damit können wir neben den gesammelten Zutaten aus der Natur unsere eigenen Tränke brauen, mit welchen wir dann den Bewohnern bei Verletzungen und Krankheiten helfen können. Umso mehr wir den Nachbarn helfen, desto größer ist unser Ruf in der Stadt, wodurch uns neue Dialoge und ähnliches offen stehen.

Doch warum müssen wir unseren Ruf steigern? Das erfahren wir bereits sofort zu Beginn, als man uns in das Dorf ruft, um einer Bewohnerin von Mondburg zu helfen. Hier haben die normalen medizinischen Wege keine Hilfe gebracht, sodass man jetzt auf Alchemie setzt. Jedoch scheinen die Bewohner keine große Freude an dieser Kunst zu haben. Kurzerhand machen wir es uns zur Aufgabe, den Bewohnern zu zeigen, dass wir eine echte Hilfe und keine Gefahr sind. Auch finden wir heraus, was genau dieses Verhalten zur Ursache hat, aber hierzu investieren wir einiges an Zeit in Potion Permit. Nur soviel dazu: Die Alchemie ist nicht ganz Unschuldig an der Situation der Umgebung.

Das Herz von Potion Permit sind die verschiedenen Rätsel und Minispiele, welche den Alltag unterbrechen und Abwechslung bringen. Hier gibt es verschiedenste Spiele. So muss zum Beispiel vor dem Brauen von Tränken eine Art Puzzle gelöst werden, indem wir die Zutaten zuordnen. Diese haben alle unterschiedlichen Formen, und im Kessel erwartet uns eine Vorlage, die es zu füllen gilt. Allerdings dürfen maximal fünf Zutaten verwendet werden, was eine gewisse Schwierigkeit darstellt. Sind die Rätsel zu Beginn noch vergleichbar einfach und recht schnell gelöst. Später werde die Tränke komplexer, sodass sie schon eine leichte Herausforderung darstellen. Aber man darf jetzt hier keine Scheu haben und eine krasse Herausforderung für Rätselfreunde erwarten. Es ist eher eine kreative Möglichkeit, die den Spielfluss abwechslungsreich gestaltet.

Von diesen Minispielen gibt es viele verschiedene, von Sachen wie das Brauen, die wir zwingend benötigen, oder auch kleinere, welche eher zum Geld verdienen da sind. So kann man zum Beispiel Gläser sortieren, und wird dafür entlohnt.

Doch das Spiel ist nicht nur liebevoll gestaltet in seinen Mechaniken. Auch die Optik kann begeistern, sofern man die Pixel Optik schätzt. Die Grafik ist hübsch umgesetzt und weiß atmosphärisch die Lichter zu setzen. Die Straßen von Mondburg sind wundervoll gestaltet und es macht wirklich Freude, die vielen Details zu betrachten und zu sehen, wie viel Liebe die Entwickler in das Spiel gesteckt haben. Das gleiche gilt auch für die Charaktere, welchen wir in und um Mondburg begegnen. Wissen wir mal nicht, wo wir einen Bewohner in Mondburg finden können, hilft uns unser Hund diese aufzuspüren. Das ist in meinen Augen eine wirklich sinnvolle Bereicherung, die helfen kann!

Wenn man dann etwas zum Meckern suchen möchte, dann wären das die Kämpfe. Diese sind simpel gehalten und sind keine echte Herausforderung. Den Punkt kann man durchaus bemängeln, allerdings sehe ich das nicht als Notwendigkeit. Das Spiel zielt eher auf das Sammeln der Zutaten und die Minispiele ab. Die Dialoge mit den Bewohnern sind teilweise auch sehr simpel gehalten, was mich manchmal gestört hat. Hier hat mich nur gestört, dass wir zwar mit einem Dorfbewohner anbändeln können, sich aber maximal eine Verabredung rausholen lässt. Hier hätte ich mir mehr gewünscht.

Insgesamt ist Potion Permit ein wundervolles Spiel mit viel Liebe zum Detail. Man spürt, dass den Entwicklern das Spiel wichtig ist. Die Minispiele sind eine ganz besondere Abwechslung, welche mir richtig Spaß bereitet haben. Die Kämpfe sind ebenso ein Part, den ich genossen habe – was aber definitiv daran liegt, dass ich Kämpfe nicht bevorzuge. Der Hauptkern des Ganzen ist eindeutig das Sammeln von Zutaten und das Brauen von Tränken, damit wir die eingelieferten Patienten heilen können. Die Minispiele zum Analysieren der Krankheit sind auch abwechselnd, damit auch da keine Langeweile aufkommt. Auch das Ausbauen des eigenen Heims ist eine schöne Möglichkeit. Von daher kann man hier zum Preis von 19,99 Euro auf Steam z.B. nichts verkehrt machen.

Review – Potion Permit – Für die Gesundheit an den Kessel
8
Grafik
7
Sound
7.5
Steuerung
8
Spiele Spaß
8
Preis Leistung
Gesamtwertung 7.7 / 10
Unser Fazit
Mir bereiten solche Spiele wirklich Freude und ich kann mich darin verlieren. Potion Permit schafft es ebenfalls, dieses Feeling zu wecken. Ich bin mir sicher, dass ich noch lange nicht alles entdeckt habe und freue mich auf das, was da noch kommt!

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Aktualisiert am 5. Februar 2023 11:10
Michael Barkow
Michael Barkowhttps://www.twitch.tv/gutertag_streaming
1989 erblickte ich das Licht dieser Welt - und bereits 1998 entdeckte ich das Zocken; damals noch mit Command & Conquer: Alarmstufe Rot von 1996. Seitdem bekommt mich die Gamingwelt nicht mehr los. 2005 begann dann für mich die Reise in World of Warcraft und die MMO-Szene hatte mich begeistert. Seitdem habe ich vieles gesehen und erlebt und hüpfe immer mal wieder von einem zum anderen MMO, da ich es nie ganz sein lassen kann. Mit meiner 2015 geborenen Tochter habe ich aber etwas gefunden, dass noch mehr Interesse und Begeisterung weckt. Da das Leben mit Familie tagsüber fesselt, habe ich das Streamen und Zocken am Abend für mich entdeckt. Somit bekommt das Zocken weiterhin seinen Platz in meinem Alltag.

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