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Donnerstag, April 25, 2024

USK-Jahresstatistik 2023: Neue Prüfregeln tragen zu höheren Alterseinstufungen bei

Im Jahr 2023 hat die USK insgesamt 1.876 Verfahren (Vorjahr: 1.958) zur Alterskennzeichnung digitaler Spiele in Deutschland organisiert und durchgeführt. Dabei wurden erstmals auch Nutzungsrisiken wie Chats, In-Game-Käufe und Zufallskaufmechanismen wie Lootboxen berücksichtigt. Die aufgrund der Reform des Jugendschutzgesetzes angepassten Prüfregeln der USK zeigen eine deutliche Wirkung: Rund 30 Prozent der geprüften Spiele mit Online-Funktionen erhielten aufgrund der Nutzungsrisiken eine höhere Alterskennzeichnung. Bei den übrigen 70 Prozent der geprüften Spiele mit Online-Funktionen wurden Vorsorgemaßnahmen und/oder sensibilisierende Wirkungen der Zusatzhinweise als ausreichend erachtet, um mögliche Risiken zu reduzieren.

Die neuen USK-Prüfregeln leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Kinder- und Jugendschutzes. Sie berücksichtigen die Wirksamkeit technischer Vorsorgemaßnahmen und vermitteln transparente Informationen für Eltern und Nutzer*innen. Dadurch wird eine sichere Teilhabe am Medium Games ermöglicht.

Lorenzo von Petersdorff, stellvertretender Geschäftsführer der USK: „2023 war für die USK ein intensives, aber auch spannendes Jahr. Erstmals werden bei der Prüfung von digitalen Spielen auch Nutzungsrisiken berücksichtigt, die bei entsprechendem Risikopotenzial zu einer höheren Altersfreigabe führen können. Besonders im Fokus der unabhängigen USK-Prüfgremien stehen dabei Mechanismen, die zum überlangen Spielen verleiten oder Kaufdruck erzeugen, wie sie beispielsweise bei Lootboxen zum Einsatz kommen. Diese Entwicklung stellt eine wichtige und zukunftsweisende Weiterentwicklung des regulatorischen Umfelds für digitale Spiele dar. Sie zeigt, dass wir über geeignete Instrumente verfügen, um mit notwendiger Flexibilität aktuellen und zukünftigen Risiken angemessen Rechnung tragen zu können. Die Alterskennzeichen der USK erfüllen damit auch weiterhin eine zentrale Orientierungsfunktion für Eltern und eine Schutzfunktion für Kinder und Jugendliche unter Berücksichtigung des Rechts auf Teilhabe.“

Erweiterung der internationalen Zusammenarbeit im Rahmen des IARC-Systems

Große Fortschritte gab es auch beim internationalen Alterseinstufungssystem IARC. 2023 wurde das System erstmals in das „Insel-Creator-Programm“ des Online-Spiels Fortnite integriert. Damit ist eine weitere reichweitenstarke Plattform zum IARC-System gestoßen, auf das schon der Google Play Store, Nintendo eShop, Microsoft Store, PlayStation Store, Meta Store und Amazon Luna setzen. Das Besondere am „Insel-Creator-Programm“ von Fortnite: Unabhängige Entwickler*innen, sogenannte Creators, entwickeln eigene Inhalte für das Spiel. Das IARC-Bewertungssystem bietet Eltern und Spieler*innen Zugang zu zuverlässigen und vertrauenswürdigen Bewertungen.

Auch die Zahl der angeschlossenen Institutionen ist gestiegen: Mit der TCA (Taipei Computer Association) aus Taiwan ist 2023 eine weitere internationale Institution für die Altersbewertung digitaler Spiele dem IARC-System beigetreten. Damit erhöht sich die globale Reichweite und Präsenz der Alterskennzeichen deutlich.

Alle wichtigen Ereignisse und Prüfzahlen des vergangenen Jahres können hier nachgelesen: https://usk.de/jahresstatistik-2023/

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Aktualisiert am 13. April 2024 09:06
Michael Barkow
Michael Barkowhttps://www.twitch.tv/gutertag_streaming
1989 erblickte ich das Licht dieser Welt - und bereits 1998 entdeckte ich das Zocken; damals noch mit Command & Conquer: Alarmstufe Rot von 1996. Seitdem bekommt mich die Gamingwelt nicht mehr los. 2005 begann dann für mich die Reise in World of Warcraft und die MMO-Szene hatte mich begeistert. Seitdem habe ich vieles gesehen und erlebt und hüpfe immer mal wieder von einem zum anderen MMO, da ich es nie ganz sein lassen kann. Mit meiner 2015 geborenen Tochter habe ich aber etwas gefunden, dass noch mehr Interesse und Begeisterung weckt. Da das Leben mit Familie tagsüber fesselt, habe ich das Streamen und Zocken am Abend für mich entdeckt. Somit bekommt das Zocken weiterhin seinen Platz in meinem Alltag.

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