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Sonntag, April 14, 2024

Review – United Penguin Kingdom – Wir bauen eine Stadt mit Pinguinen

Aufbausimulationen gibt es die unterschiedlichsten da draußen in der weiten Welt des Gamings. Hier braucht es schon wirklich etwas Besonderes, damit ein Spiel auffällt und in der Masse nicht versinkt. Und hier kommt dann United Penguin Kingdom ins Spiel – denn hier baut ihr nicht nur einfach beeindruckende Städte, sondern ihr müsst euch noch um die besonderen Bewohner kümmern: Pinguine. Laut den Entwicklern liegt der Fokus hier zudem deutlich auf Wirtschaft. So gilt es, einige Waren zu produzieren und unter das Volk zu bringen. Wer möchte, kann auch Abkommen zum Handel mit anderen Pinguinstädten abschließen.

Und von den Waren braucht es verschiedenste. Besonders wenn die Bevölkerungszahl unserer Pinguine ansteigt, steigt auch deren Forderung nach Waren. Dabei unterteilen sich die Waren in erster Linie in vier verschiedenen Themenfelder:

Nahrung – unsere Pinguine brauchen viel Fisch. Also ist es unsere Aufgabe kontinuierlich zu angeln und verarbeiten, damit unser Vogelvolk gesättigt und glücklich ist.

Mit Dekorationen sorgen wir für eine schönere Stadt, was wiederum für zufriedenere Pinguine sorgt. Doch auch mit verschiedenen Freizeitveranstaltungen sorgen wir dafür, dass die Pinguine glücklich sind. Dabei gibt es verschiedenste Möglichkeiten über Kino, Videospiele oder auch das Fitnessstudio.

Abschließend müssen wir für Sicherheit sorgen, damit wir die gemeinen Attacken der Robben abwehren können. Diese überfallen unsere Pinguinsiedlung in regelmäßigen Abständen.

Zum Spielbeginn treffen wir hier die für das Genre bekannten Entscheidungen, um unser eigenes Spielerlebnis zu gestalten – dabei haben wir die Auswahl aus sechs verschiedenen Karten sowie zwischen verschiedene Spielmodi: Entspannt, Normal, Schwer und Überleben. Für den Einstieg kann ich auf jeden Fall das Tutorial empfehlen, damit man die verschiedenen Aspekte und Möglichkeiten kennen lernt. Der Einstieg ist hier gut gestaltet, was dazu führt, das ich im Normalenspielmodus sofort zurecht kam.

Haben wir die Einstellungen getroffen, stehen uns fünf Gebäude am Anfang zur Verfügung. Sind diese erstmal platziert, geht das eigentliche Spielerlebnis los. Das bedeutet, wir beginnen unsere Pinguin Siedlung zu vergrößern und neue Gebäude wie Wohnhäuser und dergleichen zu bauen. Hierzu liefert uns das Spiel immer wieder verschiedenste Aufgaben, welche wir zum Teil auch in einer vorgegeben Zeit erledigen müssen. Damit verdienen wir verschiedene Ressourcen wie Schneeblöcke, Plastik, Holz oder Gold. Auch unsere Reputation steigert sich durch das Erfüllen der verschiedenen Aufgaben.

Wälder oder dergleichen sucht man in United Penguin Kingdom vergeblich – wir bauen auf Eis. Also ist es essentiell, dass wir die Aufgaben erfüllen um weitere Ressourcen zu erhalten. Alternativ sammeln wir diese aus dem Wasser, welches zudem durch menschlichen Plastikmüll verunreinigt ist. Mit Windturbinen können wir für Strom sorgen, womit dann verschiedenste andere Gebäude in der Stadt angetrieben werden können.

Möchten wir unser Ansehen innerhalb des Pinguinreiches steigern, so müssen wir verschiedenste Werte der Stadt im Blick behalten. Denn das Ansehen hängt davon ab, wie glücklich unsere Pinguine sind. Aber auch Bildung, Gold, Freizeitspaß, Dekoration und dergleichen beeinflussen diesen Wert, sodass es wichtig ist, alle im Blick zu behalten. Nur dann gelingt es uns, eine gute und sinnvolle Siedlung aufrecht zu erhalten. Dies steigert zunehmend dann auch unsere Möglichkeiten, welche unsere Stadt und den Einwohnern zur Verfügung stehen.

Auch ein Forschungsbaum werden wir in United Penguin Kingdom nicht missen. Hierdurch schalten wir weitere Gebäude frei wie zum Beispiel einen Tempel, eine Schule oder auch weitere Unterhaltungsgegenstände wie eine Eislaufbahn.

Grafisch weiß das Spiel zu überzeugen, wenngleich es mit Sicherheit Spiele mit einer besseren Grafik gibt. Aber das, was das Spiel uns verspricht, das erfüllt es absolut. Die Details sind schön gesetzt und insgesamt bleibt das Spiel niedlich. Beim Sound sind die Geräusche der Pinguine und anderer Tiere gut gesetzt. Die Hintergrundmusik ist auf Dauer etwas eintönig, weiß aber durchaus auch ein überzeugendes Klangbild abzugeben. Aber ich hatte den Eindruck, dass sich die verschiedenen Musikstücke relativ schnell wiederholten.

Wer möchte, kann das Spiel zudem auf dem Steamdeck genießen, wenngleich ich ganz klar die Empfehlung beim Einsatz auf dem PC sehe – die Menütexte sind teilweise sonst einfach schlecht leserlich, was schnell zu Frust führen könnte, der dem Spiel gegenüber nicht fair wäre.

Der Entwickler Turquoise Revival Games aus der Türkei hat sich hier wirklich spürbare Mühe gegeben und mit Hingabe ein Spiel gestaltet, welches viele Stunden am Abend zu füllen weiß. Vor allem der Fokus auf die Wirtschaft, welchen die Entwickler selbst betonen, ist zu spüren. Allerdings entstand der Eindruck, dass gerade im Endgame das Balancing im Spiel etwas leidet. Hier hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht. Allerdings ist das Spiel erst seit dem 09.03.2024 aus dem Early Access heraus, sodass hier durchaus in Zukunft auch noch weitere Updates folgen könnten, mit denen solche Themen adressiert werden. So oder so bleibt am Ende des Tages ein Spiel, das mich begeistert – und vor allem aber auch meine Tochter an das Genre des Städteaufbaus heranführt.

Wer möchte hat zudem die Möglichkeit mit der Demo United Penguin Kingdom: Huddle up selbst einen Blick in das Spiel zu werfen, bevor man hier die ca. 15 Euro für das eigentliche Spiel ausgibt. Wer also Aufbauspiele mag und sich mit dem niedlichen Setting verbunden fühlt, der kann hier ein solides Spiel erwarten, dass dennoch Luft nach oben hat.

Review – United Penguin Kingdom – Wir bauen eine Stadt mit Pinguinen
7.5
Grafik
7
Sound
7
Steuerung
8
Spiele Spaß
8
Preis Leistung
Gesamtwertung 7.5 / 10
Unser Fazit
Für ein kleines Studio für Turquoise Revival Games ist United Penguin Kingdom wirklich gut geworden. Ich hatte hier deutlich meinen Spaß und werde ihn auch in Zukunft noch haben. Lediglich das Endgame fühlt sich für mich etwas unausgewogen an, wobei das natürlich bei vielen Spielen der Fall ist und erst im Nachgang gefixed wird. Bleibt also abzuwarten, wie es sich hier entwickeln wird.

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Aktualisiert am 12. April 2024 16:37
Michael Barkow
Michael Barkowhttps://www.twitch.tv/gutertag_streaming
1989 erblickte ich das Licht dieser Welt - und bereits 1998 entdeckte ich das Zocken; damals noch mit Command & Conquer: Alarmstufe Rot von 1996. Seitdem bekommt mich die Gamingwelt nicht mehr los. 2005 begann dann für mich die Reise in World of Warcraft und die MMO-Szene hatte mich begeistert. Seitdem habe ich vieles gesehen und erlebt und hüpfe immer mal wieder von einem zum anderen MMO, da ich es nie ganz sein lassen kann. Mit meiner 2015 geborenen Tochter habe ich aber etwas gefunden, dass noch mehr Interesse und Begeisterung weckt. Da das Leben mit Familie tagsüber fesselt, habe ich das Streamen und Zocken am Abend für mich entdeckt. Somit bekommt das Zocken weiterhin seinen Platz in meinem Alltag.

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