3.6 C
Bundesrepublik Deutschland
Montag, Februar 9, 2026

KI in Spielen & Apps: Was der EU-Digital-Omnibus für Entwickler und Nutzer konkret verändert

Künstliche Intelligenz ist längst Bestandteil moderner Spiele, Apps und Technikprodukte. Sie steuert das Verhalten von Spielfiguren, passt Schwierigkeitsgrade an, unterstützt Entwickler bei Tests und Content-Erstellung oder optimiert Prozesse im Hintergrund. Gleichzeitig ist KI seit dem Inkrafttreten der europäischen KI-Verordnung im August 2024 erstmals umfassend reguliert. Mit dem Digital-Omnibus-Vorschlag, den die Europäische Kommission am 19. November 2025 vorgestellt hat, reagiert die EU nun auf Kritik an der praktischen Umsetzbarkeit dieser Regeln. Ziel ist es, Bürokratie abzubauen, ohne zentrale Schutzmechanismen aufzugeben. Gerade für Gaming- und Tech-Unternehmen stellt sich die Frage, was sich dadurch konkret ändert.

KI ist im Gaming bereits Realität

Der Einsatz von KI im Gaming ist kein Zukunftsthema mehr. Schon heute wird KI in Spielen unter anderem für das Verhalten nicht-spielerischer Charaktere, für Matchmaking-Systeme, Cheat-Erkennung oder dynamische Schwierigkeitsanpassung genutzt. Darüber hinaus spielt KI eine wachsende Rolle in der Spieleentwicklung selbst, etwa bei automatisierten Tests, der prozeduralen Generierung von Levels und Assets oder bei Übersetzungen und Lokalisierungen.

Studien und Branchenberichte zeigen, dass ein Großteil der Spieleentwickler KI-basierte Werkzeuge einsetzt oder testet. Diese Anwendungen haben in der Regel keinen direkten Einfluss auf grundlegende Rechte von Spielern, sondern dienen der Unterhaltung, der Spielbalance oder der Effizienz in der Produktion. Genau diese Unterscheidung ist für die rechtliche Einordnung entscheidend.

Vereinfachung statt Deregulierung

Der AI Act gilt branchenübergreifend. Er unterscheidet KI-Systeme nach ihrem Risiko für Gesundheit, Sicherheit und Grundrechte. Der AI Act zieht dort klare Grenzen, wo KI-Systeme über rechtlich oder wirtschaftlich relevante Folgen für Menschen entscheiden. 

So gelten beispielsweise Bonitäts- und Scoring-Systeme, wie sie etwa von Auskunfteien im Stil der SCHUFA eingesetzt werden, ebenso als Hochrisiko-KI wie KI-gestützte Bewerber- und Personalentscheidungen. In diesen Bereichen darf KI Entscheidungen vorbereiten oder unterstützen, eine autonome Letztentscheidung ohne menschliche Kontrolle ist jedoch unzulässig. Diese Vorgaben bleiben auch durch den Digital-Omnibus unverändert. Ähnlich strikt ist die Abgrenzung im regulierten Glücksspiel: Während klassische Spiele-KI im Gaming unproblematisch ist, dürfen Systeme wie die deutsche OASIS-Sperrdatei, die über Zugang oder Ausschluss von Spielern entscheiden, nicht durch selbstständig entscheidende KI gesteuert werden. 

Solche Sperr- und Kontrollmechanismen müssen regelbasiert, nachvollziehbar und staatlich kontrollierbar bleiben – wobei längst nicht alle Regulierungsbehörden des globalen iGaming-Sektors überhaupt Sperren einrichte, wobei man hier mehr dazu erfahren kann, wie sie stattdessen agieren.

Die meisten klassischen Gaming-Anwendungen fallen nicht unter die Kategorie der sogenannten Hochrisiko-KI. NPC-Logik, Balancing-Algorithmen oder visuelle Effekte gelten aus Sicht der Verordnung als niedriges oder begrenztes Risiko.Trotzdem kann der AI Act für Spieleentwickler relevant werden, etwa wenn KI-Systeme Nutzerprofile erstellen, 

Entscheidungen über Zugänge treffen oder stark personalisierte Mechaniken einsetzen. In solchen Fällen greifen Transparenz- und Dokumentationspflichten. Genau hier setzte die Kritik vieler Unternehmen an: Die Regeln seien in der Praxis schwer umzusetzen, insbesondere für kleinere Studios. Mit dem Digital-Omnibus schlägt die EU-Kommission gezielte Anpassungen am bestehenden Digitalrecht vor, darunter auch am AI Act. 

Ein zentraler Punkt ist die zeitliche Entzerrung bei Hochrisiko-KI-Systemen. Künftig soll die Anwendung bestimmter Pflichten erst dann starten, wenn harmonisierte Standards, Leitlinien und unterstützende Instrumente tatsächlich vorliegen. Spätestens greifen die Regelungen jedoch Ende 2027 beziehungsweise 2028. Damit will die Kommission verhindern, dass Unternehmen teure Compliance-Maßnahmen umsetzen müssen, ohne klare technische Vorgaben zu haben.

Weniger Bürokratie für kleinere Anbieter

Ein weiterer Schwerpunkt des Digital-Omnibus liegt auf Entlastungen für kleine und mittelgroße Unternehmen sowie sogenannte Small-Mid-Caps. Vorgesehen sind vereinfachte Anforderungen an die technische Dokumentation und ein stärkeres Prinzip der Verhältnismäßigkeit bei Aufsicht und Sanktionen. Für Indie-Studios und mittelgroße Entwickler kann das den Unterschied ausmachen, ob KI-Funktionen wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden können oder nicht.

Zudem soll für bestimmte KI-Systeme, die zwar in sensiblen Kategorien gelistet sind, aber kein erhebliches Risiko darstellen, die Pflicht zur Registrierung in EU-Datenbanken entfallen. Die interne Dokumentation bleibt zwar erforderlich, der administrative Aufwand sinkt jedoch. Wichtig für die Einordnung ist, dass der Digital-Omnibus, über den hier mehr geschrieben steht, keine Lockerung bei den materiellen Schutzgrenzen vorsieht. Bestimmte KI-Anwendungen bleiben verboten oder streng reguliert.

Der AI Act untersagt etwa KI-Systeme, die Menschen systematisch bewerten oder manipulieren. Ebenfalls streng reguliert sind Anwendungen in sensiblen Bereichen wie Bonitäts-Scoring oder Personalentscheidungen im HR-Bereich. Hier darf KI nur unterstützend eingesetzt werden, eine autonome Letztentscheidung ist unzulässig und menschliche Aufsicht zwingend erforderlich.

Bedeutung für Nutzer und Markt

Für Spieler und Techniknutzer bedeutet der Digital-Omnibus vor allem eines: Es sind keine kurzfristigen Verbote oder Einschränkungen bestehender KI-Funktionen zu erwarten. Für Entwickler schafft die Vereinfachung mehr Planungssicherheit und Zeit, sich auf verbindliche Standards einzustellen. Gleichzeitig bleiben die Schutzmechanismen dort bestehen, wo KI reale Auswirkungen auf Rechte und Lebensbereiche von Menschen hat.

Der Digital-Omnibus ist kein Rückschritt in der Regulierung von KI, sondern ein Versuch, den ambitionierten Rechtsrahmen des AI Acts praxistauglicher zu machen. Für Gaming, Apps und Consumer-Technik bedeutet das: KI bleibt erlaubt und nutzbar, solange sie keine sensiblen Entscheidungen trifft. Die Vereinfachungen betreffen vor allem Fristen, Dokumentation und Verhältnismäßigkeit – nicht die grundlegenden Grenzen dessen, was KI darf und was nicht.

Motorola Moto g06 Smartphone (Kratzfestes 6,88"-HD+-Display Dank Corning Gorilla Glass 3, wasserabweisend, 50-MP-Kamera, 4/256 GB, 5100 mAh, TurboPower-Aufladen) Pantone Tapestry, inkl. Schutzcover
Motorola Moto g06 Smartphone (Kratzfestes 6,88"-HD+-Display Dank Corning Gorilla Glass 3, wasserabweisend, 50-MP-Kamera, 4/256 GB, 5100 mAh,...
129,00€
99,00€
Amazon.de
XIAOMI Redmi A5 Smartphone, 3+64GB, Black, Superklare 32MP AI-Kamera, 5200mAh Akku, Leistungsstarker Octa-Core-Prozessor, Immersives 6,88" 120Hz Display
XIAOMI Redmi A5 Smartphone, 3+64GB, Black, Superklare 32MP AI-Kamera, 5200mAh Akku, Leistungsstarker Octa-Core-Prozessor, Immersives 6,88" 120Hz Display
72,99€
Amazon.de
Samsung Galaxy A16 4GB+128GB [Internationale Version] (Black)
Samsung Galaxy A16 4GB+128GB [Internationale Version] (Black)
122,45€
Amazon.de
ZTE Blade A35e, Android-Handy,Smartphone ohne Vertrag: 2GB+64GB Speicher, Grün, 5000 mAh Batterie & 6.52" HD+Display
ZTE Blade A35e, Android-Handy,Smartphone ohne Vertrag: 2GB+64GB Speicher, Grün, 5000 mAh Batterie & 6.52" HD+Display
79,90€
59,99€
Amazon.de
Samsung Galaxy A17 LTE AI Smartphone, KI-Handy mit Android, Dünner 7,5-mm-Rahmen, 50-MP-Kamera, 128 GB Speicher, 4 GB RAM, 5.000-mAh-Akku, Black, 2,5 Jahre Herstellergarantie [Exklusiv auf Amazon]
Samsung Galaxy A17 LTE AI Smartphone, KI-Handy mit Android, Dünner 7,5-mm-Rahmen, 50-MP-Kamera, 128 GB Speicher, 4 GB RAM, 5.000-mAh-Akku, Black, 2,5 Jahre...
144,00€
Amazon.de
HONOR 400 Smart 4G Smartphone Dual SIM NFC Android 15, 8+256GB, 6500 mAh Dual Cell Akku, 108MP +2MP mit AI Taste Telefon, 6,77 Zoll 120 Hz Comfort Display, 5 Sterne SGS&IP65, Velvet Black
HONOR 400 Smart 4G Smartphone Dual SIM NFC Android 15, 8+256GB, 6500 mAh Dual Cell Akku, 108MP +2MP mit AI Taste Telefon, 6,77 Zoll 120 Hz Comfort Display, 5...
Befristetes Angebot
Amazon.de
Google Pixel 9a: Android-Smartphone ohne SIM-Lock, mit KI-Kamera, 24 Stunden Akkulaufzeit und leistungsstarken Sicherheitsfunktionen – Obsidian, 128GB
Google Pixel 9a: Android-Smartphone ohne SIM-Lock, mit KI-Kamera, 24 Stunden Akkulaufzeit und leistungsstarken Sicherheitsfunktionen – Obsidian, 128GB
Amazon.de
Motorola Edge 60 Fusion Smartphone (Robustes 6,67“-pOLED-Display Dank Corning Gorilla Glass 7i, widerstandsfähig, 50-MP-Kamera + Moto-AI, 8/256 GB, 5100 mAh) Pantone Slipstream + Handyhalterung
Motorola Edge 60 Fusion Smartphone (Robustes 6,67“-pOLED-Display Dank Corning Gorilla Glass 7i, widerstandsfähig, 50-MP-Kamera + Moto-AI, 8/256 GB, 5100 mAh)...
329,00€
199,99€
Amazon.de
DOOGEE Note 56 Pro AI Android 16 Smartphone Ohne Vertrag, 32GB+128GB/2TB TF, 6150mAh, 6.56" HD+ IPS, T7225 Octa Core Handy Günstig, 13MP+8MP, Dual SIM 4G Simlockfreie Handys,Gemini AI, OTG,NFC,Face ID
DOOGEE Note 56 Pro AI Android 16 Smartphone Ohne Vertrag, 32GB+128GB/2TB TF, 6150mAh, 6.56" HD+ IPS, T7225 Octa Core Handy Günstig, 13MP+8MP, Dual SIM 4G...
159,99€
95,94€
Amazon.de
Samsung Galaxy A06 4GB+64GB [International Version] (Gold)
Samsung Galaxy A06 4GB+64GB [International Version] (Gold)
85,00€
82,00€
Amazon.de
Amazon price updated: 7. Februar 2026 11:10
Charbel
Charbelhttps://www.toptechnews.de
Zugegeben, ich könnte wie die meisten anfangen und erzählen, dass ich schon seit über 35 Jahre ein leidenschaftlicher Zocker bin und schon mitte der 80er mit dem Commodore 64 angefangen habe zu spielen, später dann mit PC, Atari und Nintendo groß geworden bin, was dann mit dem Erscheinen der PlayStation und Xbox auch fortgesetzt wurde. Wichtig zu wissen ist aber, dass mein frühe Befassung mit diesem Bereich mich zu dem gemacht hat was ich heute bin. Ich habe mein Hobby zum Beruf machen können und habe bei ProMarkt, Media Markt, Saturn und später noch bei Conrad Electronic gearbeitet. Durch meine Wirken in diesen Bereich und Weiterbildungen in verschiedenen Bereichen wie Gaming, Multimedia und Technik in verschiedenen Bereichen wie z.b. Haushalt, Hifi, Kabel & Sound, Car Technik, PC & Konsolen, Musik & Filme, Spielwaren, Hardware & Software sowie Games und Smartphones habe ich entsprechend viel Erfahrung sammeln können um sie hier mit euch zu teilen. Sein Hobby zum Beruf zu machen reicht meiner Meinung nach nicht aus, sondern gibt uns nur ein Fundament, eine Basis anderen zu helfen, die nur durch Arbeit, lange Erfahrung und Weiterbildung ausgebaut wird.

Ähnliche Artikel

- Werbung -

Neueste Artikel