Ich habe schon einiges auf meinem Schreibtisch gehabt, aber ein Lasercutter, der gleichzeitig ein vollwertiger Tintenstrahldrucker ist? Das klang für mich im ersten Moment nach einer eierlegenden Wollmilchsau, die am Ende vermutlich nichts von beidem richtig kann. Trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) hat mich der nagelneue xTool M2 brennend interessiert. Er ist gerade erst frisch auf den Markt gekommen. Während die Tech-Welt also noch rätselt, ob das Konzept aufgeht, habe ich mir das Ding direkt geschnappt und geschaut, was die Praxis taugt.
Denn auf dem Papier will der „Color Craft Laser“ genau diese Lücke schließen: Buntes Drucken (zum Beispiel auf Holz) und präzises Laserschneiden in einem einzigen Workflow. Wer sich kreativ austoben oder ein kleines Business, zum Beispiel einen Etsy-Shop für personalisierte Geschenke, Sticker und Deko, von zu Hause aus aufbauen möchte, für den könnte das Gerät die absolute Geheimwaffe sein.
Design & Sicherheit auf Klasse-1-Niveau
Der xTool M2 wirkt direkt beim Auspacken extrem solide. Die Verarbeitung ist auf dem gewohnt hohen xTool-Niveau, alles sitzt bombenfest und wirkt absolut wertig.
Optisch ist das Gerät ein echter Hingucker für die Werkstatt oder das Home-Office. Durch das komplett geschlossene Design mit der filternden Schutzhaube fällt der M2 unter die Laserklasse 1. Das bedeutet: Er ist absolut sicher für die Augen und kann problemlos im Hobbyzimmer oder Büro betrieben werden, ohne dass man eine klobige Schutzbrille tragen muss. Er verunstaltet kein modernes Arbeitszimmer und ist kompakt genug, um auf einem normalen Schreibtisch Platz zu finden.

Die 3-in-1-Vielseitigkeit: Drucken, Schneiden, Gravieren
xTool bewirbt den M2 mit einer klaren 3-in-1-Vielseitigkeit: Drucken, Schneiden und Gravieren in einem einzigen Ökosystem. Unter der Haube steckt dafür eine Kombination aus einem CMYK-Tintenstrahl-Farbdrucker, einem Diodenlaser, den es wahlweise mit 10 Watt oder knackigen 20 Watt optischer Leistung gibt und einem 3 Watt IR-Laser für Metallmarkierung bzw. „Gravierung“.
Hier müssen wir aber direkt mit einem hartnäckigen Missverständnis aufräumen, das durch die Hochglanz-Trailer im Netz entsteht: Das Gerät druckt und lasert nicht gleichzeitig mit einem einzelnen Kombi-Kopf. Wer glaubt, die Maschine spuckt am Fließband fertige, farbige Holzausschnitte aus, während man daneben sitzt und Kaffee trinkt, irrt sich.
In der Realität läuft das über das sogenannte MagSwap-System und erfordert ein paar Handgriffe:
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Der Druckvorgang: Du klickst zuerst das CMYK-Druckmodul in den Schlitten. Das Ganze hält magnetisch, du musst aber noch manuell das USB-Verbindungskabel einstecken. Dann startet der Druck.
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Die Zwangspause: Sobald die Tinte auf dem Werkstück ist, stoppt die Maschine und fährt in die Parkposition. Die Software fordert dich nun zum Wechsel auf.
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Der Laservorgang: Du ziehst das Kabel ab, nimmst den Druckkopf ab, klackst das Lasermodul (10W oder 20W) hinein, steckst das Kabel wieder an und klickst am PC auf „Weiter“.
Das klingt im ersten Moment nach einem nervigen Zwischenschritt, ist in der Praxis aber ein echter Genialitätsstreich. Der riesige, unschlagbare Vorteil: Das Material bewegt sich während des gesamten Kopfwechsels keinen einzigen Millimeter. Jeder, der schon mal versucht hat, ein Motiv auf einem normalen Desktop-Drucker auszudrucken und danach manuell in einen Lasercutter zu legen, kennt den Frust: Man schaut schief, die Ausrichtung verschiebt sich um einen halben Millimeter und schon ist der Schnitt versaut. Beim M2 weiß die Maschine durch die feste Positionierung auf den Bruchteil eines Millimeters genau, wo die Farbe liegt. Der anschließende Laserschnitt sitzt absolut fehlerfrei auf den Konturen des gedruckten Farbmotivs.
Dank dieser mechanischen Präzision mutiert der M2 zu einem echten Material-Monster. Beim Drucken profitiert er davon, dass der Tintenstrahlkopf die Farbe direkt von oben abgibt. Das Material muss also nicht flexibel sein oder durch Walzen gezogen werden. Von hellem Sperrholz, Kork und Leinwand über dicken Karton bis hin zu weißem Stickerpapier und sogar Textilien wie Filz (perfekt für individuelle Patches) wird alles sauber bedruckt. Sobald der Laser übernimmt, zeigt schneidet oder graviert sich die Diode mühelos durch Holz, Leder, Schiefer und dunkles Acryl.

Präzision mit Doppelkamera & intuitive KI-Software
Wo der xTool M2 in Kombination mit der hauseigenen Software xTool Studio sein volles Potenzial entfaltet, arbeitet KI im Hintergrund. Genau hier wandelt sich das Gerät von einer reinen Bastelmaschine zu einem ernstzunehmenden Werkzeug für alle, die eine kleine Produktion aufziehen oder ohne Vorkenntnisse schnell professionelle Ergebnisse sehen wollen.
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Doppelkamera-System für Echtzeit-Vorschau: Im Gehäuse verbaut ist eine Kombination aus einer Weitwinkel- und einer Nahbereichskamera. Das Problem bei einfachen Kamera-Systemen in Lasern ist oft die Linsenverzerrung zu den Rändern hin. xTool löst das clever: Die Weitwinkelkamera liefert dir den schnellen Überblick über das gesamte Arbeitsbett, während die Nahbereichskamera den Bereich unter dem Kopf absolut verzerrungsfrei erfasst. Am Monitor siehst du das Live-Bild und platzierst deine Designs per Drag-and-Drop millimetergenau auf dem Werkstück, selbst auf winzigen Holzresten.
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KI-gestützte Generierung & Vorlagen: Wer kreativ arbeiten will, aber kein geborener Grafikdesigner ist, wird dieses Feature lieben. Die Software kommt nicht nur mit einer riesigen Bibliothek an fertigen Templates, sondern hat eine integrierte KI-Bilderzeugung an Bord. Du tippst einfach ein, was du haben möchtest (z. B. „Süßer Fuchs im Comic-Stil“), und die Software generiert dir direkt ein lasergerechtes Motiv. Ein wichtiger Tech-Tipp dazu: Das Feature läuft über ein Punktesystem (Credits). Man muss hier aber keine Angst vor einer Abo-Falle haben. Beim Kauf bekommt man direkt ein paar hundert Credits gutgeschrieben, was für etliche Prototypen und Sticker-Designs dicke ausreicht. Zudem spendiert xTool regelmäßig ein gewisses Kontingent an kostenlosen täglichen Credits.
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Intelligentes Anordnen (Nesting) & Batch-Produktion: Das ist das absolute Killer-Feature für Materialoptimierung und Serienfertigung. Wenn du eine kleine Produktion startest und beispielsweise ein Dutzend völlig verschiedene Formen gleichzeitig ausschneiden willst (z. B. Schilder, Sterne und Logos), schmeißt du sie einfach ungeordnet in die Software. Ein Klick auf den „Nesting“-Button genügt: Der Algorithmus berechnet im Hintergrund die perfekte Anordnung, rotiert die einzelnen Formen vollautomatisch und schiebt sie so extrem dicht ineinander, dass du kaum noch Verschnitt hast. Bei teuren Edelhölzern oder Leder spart das bares Geld. Willst du danach 20 identische Schlüsselanhänger in Serie produzieren, dupliziert die Software den Job für die gesamte Fläche und zieht den kompletten Workflow automatisiert in einem Rutsch durch.
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Der Haken im Alltag: Die 26-mm-Grenze
Kurze Story: Ich wollte als kleines Projekt eine bereits fertige, rustikale Holzkiste gravieren. Keine Chance.
Hier zeigt sich die größte Einschränkung des M2: Die maximale Werkstückhöhe im normalen Flachbettmodus beträgt gerade einmal 26 mm. Für dicke Holzklötze oder fertige Objekte ist das Gehäuse schlicht zu flach gebaut.
Immerhin hat xTool mitgedacht: Für runde Objekte wie Tassen, Thermobecher oder Flaschen gibt es einen Zusatz. Du kannst die optionale Rotationseinheit direkt einsetzen und Objekte bis 100 mm Durchmesser bearbeiten. Alles genannte, ohne das Gerät auf wackelige Stelzen stellen zu müssen. Das Gehäuse bleibt dabei sicher geschlossen. Dabei wird der Laser mit einem inkludierten Halter waagerecht montiert (was durch Magnete in Sekunden passiert) und Laser quasi auch einer Waagerechten Linie, während sich der Zylinder (also Tasse, Becher etc.) dreht.

Der xTool M2 ist ein verdammt ernstzunehmendes Werkzeug, das vor allem für eine Zielgruppe wie gemacht ist: Kreative, Bastler und Leute, die sich im Kleinen ein eigenes Business aufbauen wollen.
Wer eine kleine Produktion für personalisierte Schilder, bunte Sticker, Dekorationen oder Geschenke starten möchte (Stichwort Etsy-Side-Hustle), findet aktuell kein flexibleres Gerät auf dem Markt. Die Kombination aus starker Hardware, Laserklasse-1-Sicherheit und extrem smarter, KI-gestützter Software macht den M2 zur perfekten Einstiegsdroge für die kreative Selbstständigkeit.
xTool M2 Launch | Der einfachste Kreativ-Laser mit Farbdruck für kreative Alltagsprojekte.
Was mir besonders aufgefallen ist:
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3-in-1-Power: Drucken, Schneiden und Gravieren harmonieren ohne Materialversatz.
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Smarte Software: Echtzeit-Vorschau per Doppelkamera und KI-Generierung sparen Zeit und Frust.
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Sicherheit: Dank geschlossenem Design absolut wohnzimmer- und bürotauglich. Meiner ist direkt nehmen meinem Arbeitsplatz aufgestellt. Er ist weder laut, noch gefährlich.
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Die Einschränkung: Bei dicken, kantigen Objekten ist wegen der 26 mm Höhe schnell Schluss.
Preise starten bei rund 650 Euro für das Basismodell. Wenn du nur ab und zu ein Standard-Brettchen ausschneiden willst, ist das Overkill. Wenn du aber genau diese grenzenlose Kreativität aus bunten Farben und präzisem Laserschnitt suchst, um deine eigenen Ideen in echte Produkte zu verwandeln, dann ist der xTool M2 eine verdammt starke Investition für den Start deines eigenen Geschäfts.


