Ein eigener Pool sorgt an heißen Tagen für Erholung, bringt aber auch eine Aufgabe mit sich, die schnell unterschätzt wird. Blätter sinken auf den Boden, feiner Sand sammelt sich in Ecken, Pollen trüben das Wasser und entlang der Wände bildet sich mit der Zeit ein sichtbarer Belag. Wer den Pool dauerhaft sauber halten möchte, muss deshalb regelmäßig saugen, bürsten und den Filter reinigen. Genau diese wiederkehrende Arbeit soll der ECOVACS ULTRAMARINE P1 übernehmen.
ECOVACS ist vor allem durch seine DEEBOT-Saugroboter und WINBOT-Fensterreinigungsroboter bekannt. Mit dem ULTRAMARINE P1 überträgt das Unternehmen seine Erfahrung mit autonomen Reinigungssystemen nun auf den Pool. Das Ergebnis ist ein kabelloser Poolroboter, der Boden, sanfte Steigungen, Wände und Wasserlinie reinigt und dabei mit einer starken Saugleistung von 18.200 Litern pro Stunde, vier Bürstenrollen, einem zweistufigen Filtersystem und intelligenter Pfadplanung arbeitet.
Der P1 ist für Poolflächen von bis zu 180 m² ausgelegt und erreicht im Eco-Modus eine Laufzeit von bis zu drei Stunden. Damit eignet er sich nicht nur für kleinere Aufstellbecken, sondern auch für größere eingelassene Pools. Über die ECOVACS-HOME-App lassen sich Reinigungsmodus, Leistung und Zeitpläne festlegen. Anschließend arbeitet der Roboter vollständig kabellos und ohne störenden Schlauch oder Stromanschluss am Beckenrand.
In unserem Praxiseindruck zeigte sich schnell, dass der ULTRAMARINE P1 mehr als nur ein einfacher Unterwassersauger ist. Er schrubbt die Oberfläche mit vier Walzen, nimmt sowohl groben als auch ausgesprochen feinen Schmutz auf und fährt den Pool nicht planlos ab. Die SmartNavi-Navigation sorgt für nachvollziehbare Bahnen und reduziert unnötige Doppelreinigungen. Nach Abschluss des Programms stellt sich der Roboter am Beckenrand bereit und kann mit dem mitgelieferten Haken herausgeholt werden.
Besonders gut gefällt uns die Kombination aus kräftiger Reinigung und überschaubarem Bedienaufwand. Der P1 wird geladen, der passende Filter eingesetzt, das gewünschte Programm gewählt und anschließend ins Wasser gesetzt. Den Rest erledigt er weitgehend selbst.
Robustes Design mit breiten Raupenketten
Der ECOVACS ULTRAMARINE P1 wirkt bereits beim Auspacken wie ein ernst zu nehmendes Reinigungsgerät. Das Gehäuse verbindet weiße und schwarze Flächen mit auffälligen blauen Bürsten. Seitlich sitzen breite Raupenketten, die dem Roboter einen beinahe geländewagenähnlichen Auftritt verleihen.
Die Bauform ist funktional und nicht unnötig verspielt. Auf der Oberseite befinden sich der große Tragegriff, die Bedienelemente und der Zugang zum Filterkorb. Der Griff ist besonders wichtig, weil der P1 mit rund 10 bis 10,5 kg kein Leichtgewicht ist. Direkt nach dem Herausheben befindet sich außerdem noch Wasser im Gerät, wodurch es sich vorübergehend schwerer anfühlt. Sobald das Wasser abgelaufen ist, lässt er sich am stabilen Griff jedoch gut tragen.
Die Abmessungen liegen bei ungefähr 46,6 × 39,4 × 23,5 cm. Damit ist der ULTRAMARINE P1 kompakt genug, um nach der Poolsaison in einem Keller, einer Garage oder einem Abstellraum untergebracht zu werden. Gleichzeitig bietet das Gehäuse genügend Platz für Motor, Filterkorb, Akku und die vier Bürstenrollen.
ECOVACS setzt auf ein Gehäuse in Marinequalität, präzise Abdichtungen und einen korrosionsbeständigen Kern aus Edelstahl 316. Dieses Material wird häufig dort eingesetzt, wo Feuchtigkeit, Salz und andere korrosive Einflüsse eine Rolle spielen. Zusätzlich ist der Roboter nach IPX8 gegen dauerhaftes Untertauchen geschützt.
Das sogenannte zehnstufige Haltbarkeitssystem soll das Gerät gegen Stöße, UV-Strahlung, Poolchemikalien, Korrosion und andere typische Belastungen absichern. Im praktischen Umgang vermittelt der P1 tatsächlich einen stabilen Eindruck. Die Raupen sitzen satt, die Bürsten wirken widerstandsfähig und auch der Filterdeckel schließt sauber.
Technische Daten und Maße
Der ECOVACS ULTRAMARINE P1 trägt die Modellbezeichnung SWB11. Er arbeitet vollständig kabellos und wird von einem integrierten Lithium-Ionen-Akku versorgt. Die maximale Laufzeit liegt im Eco-Modus bei bis zu 180 Minuten. Mit einer Akkuladung kann eine Poolfläche von bis zu 180 m² bearbeitet werden.
Die Ladezeit beträgt ungefähr vier Stunden. Geladen wird der Roboter außerhalb des Pools in einer trockenen Innenumgebung. Der Ladeanschluss muss vorher vollständig trocken sein.
Das Reinigungssystem erreicht einen Wasserdurchsatz von bis zu 18.200 l/h. Umgerechnet entspricht das rund 300 Litern pro Minute beziehungsweise 4.800 Gallonen pro Stunde. Der optimierte S-Flow-Kanal soll größere Rückstände durch das System führen, ohne dass der Ansaugweg unnötig schnell blockiert.
Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:
- Modell: ECOVACS ULTRAMARINE P1 SWB11
- Produkttyp: Kabelloser Poolreinigungsroboter
- Abmessungen: ca. 46,6 × 39,4 × 23,5 cm
- Gewicht: ca. 10 bis 10,5 kg
- Saugleistung beziehungsweise Wasserdurchsatz: bis zu 18.200 l/h
- Umgerechneter Wasserdurchsatz: ca. 300 l/min beziehungsweise 4.800 GPH
- Maximale Laufzeit: bis zu 180 Minuten im Eco-Modus
- Flächenleistung pro Ladung: bis zu 180 m²
- Ladezeit: ca. vier Stunden
- Reinigungsbereiche: Boden, sanfte Steigungen, Wände und Wasserlinie
- Reinigungsmodi: Boden, Wand und Komplettreinigung
- Effizienz- beziehungsweise Saugstufen: Eco, Standard und Max
- Bürstensystem: vier synchronisierte Walzenbürsten
- Grobfilter: 180 Mikrometer
- Feinfilter: 3 Mikrometer
- Navigation: SmartNavi mit IMU-Sensor
- Maximale Bodenabdeckung: bis zu 99 Prozent
- Maximale Wandabdeckung: bis zu 99 Prozent
- Überfahrbare Hindernisse: bis zu 5,5 cm
- Schutzart: IPX8
- Minimale Wassertiefe: 0,5 m
- Maximale Wassertiefe: 3 m
- Geeignete Wassertemperatur: 6 bis 35 °C
- Maximaler Chlorgehalt: 4 ppm
- Unterstützter pH-Bereich: 7,0 bis 7,8
- Maximaler Salzgehalt: 5.000 ppm
- Nennspannung des Akkus: 21,6 V
- Nennleistung des Roboters: 25,2 V bei 1,6 A
- Ausgangsleistung des Ladeadapters: 40,32 W
- Verbindung: Bluetooth und ECOVACS-HOME-App
- Zeitplanung: einmalige und wiederkehrende Reinigungspläne
Durch diese Ausstattung deckt der ULTRAMARINE P1 die wichtigsten Aufgaben der regelmäßigen Poolpflege ab, ohne dass ein Kabel durch das Wasser geführt werden muss.
UltraPure-Saugtechnik mit 18.200 Litern pro Stunde
Das Herzstück des Poolroboters ist die UltraPure-Saugtechnik. Der Motor bewegt bis zu 18.200 Liter Wasser pro Stunde durch das Gerät. Diese hohe Fördermenge ist wichtig, weil ein Poolroboter nicht nur sichtbare Blätter einsammeln soll. Er muss auch Sand, kleine Insektenreste, Pollen und andere Partikel aus dem Wasserstrom herausfiltern.
Beim P1 wird das Wasser an der Unterseite angesaugt und durch den Filterkorb geleitet. Schmutz bleibt im Filtersystem zurück, während das gereinigte Wasser wieder in den Pool abgegeben wird. Der S-Flow-Kanal ist so gestaltet, dass der Luft- beziehungsweise Wasserstrom möglichst gleichmäßig durch das System geführt wird.
Im Alltag macht sich die hohe Leistung besonders bei gemischter Verschmutzung bemerkbar. Auf einem Poolboden findet man selten nur eine einzige Art von Schmutz. Häufig liegen dort gleichzeitig größere Blätter, feiner Sand, kleine Steinchen und organische Rückstände. Der P1 nimmt diese Mischung zuverlässig auf, ohne dass man vorher jeden größeren Fremdkörper einzeln entfernen muss.
Sehr große Äste, lange Schnüre oder ungewöhnliche Gegenstände sollten natürlich weiterhin von Hand aus dem Pool genommen werden. Für die normale Verschmutzung während einer Gartensaison bietet der ULTRAMARINE P1 aber ausgesprochen viel Saugkraft.
Die Aufnahmeeffizienz kann bei Blättern und Sand unter geeigneten Bedingungen bis zu 99 Prozent erreichen. Entscheidend ist dabei auch die richtige Filterwahl. Bei großen Mengen sichtbaren Schmutzes sollte zunächst der gröbere Filter verwendet werden. Für feine Partikel und trüb wirkendes Wasser kommt die Kombination aus beiden Filterschichten zum Einsatz.
Vier Walzenbürsten arbeiten gleichzeitig
Saugkraft allein reicht bei einem Poolreiniger nicht aus. Ablagerungen an Boden und Wänden müssen zunächst gelöst werden, bevor sie vom Wasserstrom aufgenommen werden können. Der ULTRAMARINE P1 besitzt deshalb vier Bürstenrollen.
Jeweils zwei Walzen befinden sich im vorderen und hinteren Bereich. Sie arbeiten synchron und halten während der Fahrt möglichst gleichmäßigen Kontakt zur Oberfläche. Dadurch wird der Pool nicht nur abgesaugt, sondern gleichzeitig mechanisch geschrubbt.
Besonders an den Wänden zeigt sich der Vorteil dieser Konstruktion. Während die Raupenketten für den Vortrieb sorgen, bearbeiten die Bürsten die Oberfläche. Der Roboter fährt kontrolliert nach oben, reinigt die Wand und erreicht anschließend die Wasserlinie.
Auch beim Wenden helfen die vier Walzen dabei, die Traktion zu halten. Der P1 bewegt sich stabil und wirkt nicht so, als würde er bei jeder Richtungsänderung unkontrolliert über den Boden rutschen.
Bei regelmäßiger Nutzung verhindert das Bürstensystem, dass sich leichte Ablagerungen über einen längeren Zeitraum festsetzen. Bereits stark verkalkte oder über Monate vernachlässigte Oberflächen können natürlich weiterhin eine manuelle Grundreinigung benötigen. Für die laufende Pflege bietet der P1 jedoch genau die richtige Kombination aus Bürsten und Absaugung.
Doppelfilter für Blätter, Sand und Pollen
Eine der überzeugendsten Eigenschaften ist das zweischichtige Filtersystem. Der äußere Korb arbeitet mit einer Maschenweite von 180 Mikrometern. Er hält größere Rückstände wie Blätter, Zweige, Insektenreste und gröberen Sand zurück.
Innerhalb dieses Korbes kann ein zusätzlicher 3-Mikron-Feinfilter eingesetzt werden. Dieser ist für Schlamm, feinen Staub, Pollen und bestimmte sehr kleine Partikel gedacht. ECOVACS spricht insgesamt von bis zu zehn unterschiedlichen Schmutzarten, die vom Filtersystem erfasst werden können.
Der Vorteil zeigt sich vor allem bei Wasser, das optisch leicht trüb wirkt, obwohl auf dem Boden nur wenig sichtbarer Schmutz liegt. In diesem Fall können sehr feine Partikel im Wasser schweben. Der 3-Mikron-Filter fängt einen deutlich größeren Anteil davon auf als ein klassischer grober Filterkorb.
Im Alltag sollte der Feinfilter allerdings gezielt eingesetzt werden. Befinden sich sehr viele Blätter, Steinchen oder grobe Rückstände im Pool, kann der feine Einsatz den Wasserfluss schneller begrenzen. Für eine erste grobe Reinigungsrunde ist deshalb der 180-Mikron-Filter allein sinnvoll. Anschließend kann der P1 mit eingesetztem Feinfilter eine zweite Runde im Bodenmodus durchführen.
Diese flexible Nutzung gefällt uns sehr gut. Statt sich zwischen einem groben und einem feinen Filter entscheiden zu müssen, lässt sich das System an den aktuellen Zustand des Pools anpassen.
Die Filtereinheit wird über die Oberseite entnommen. Nach der Reinigung kann der Inhalt direkt entsorgt und der Korb mit klarem Wasser ausgespült werden. Das ist deutlich angenehmer als komplizierte Filterbeutel, die zunächst umständlich geöffnet werden müssen.
SmartNavi statt zufälliger Fahrt
Viele einfache Poolroboter verändern ihre Richtung erst dann, wenn sie auf eine Wand treffen. Dadurch entstehen zufällige Bewegungsmuster, bei denen einige Stellen mehrfach und andere möglicherweise gar nicht überfahren werden.
Der ULTRAMARINE P1 nutzt dagegen das SmartNavi-System mit einem integrierten IMU-Sensor. Eine solche Messeinheit registriert Bewegung, Beschleunigung und Orientierung. Der Roboter kann dadurch nachvollziehen, in welche Richtung er gefahren ist, wie er sich gedreht hat und welche Bereiche bereits bearbeitet wurden.
Im praktischen Einsatz erkennt man die strukturiertere Navigation an den vergleichsweise geraden Bahnen. Der P1 fährt den Boden systematisch ab, dreht am Rand und setzt die Reinigung versetzt fort. Dadurch entsteht weniger unnötige Doppelarbeit.
Bei der Boden- und Wandreinigung sind Abdeckungswerte von jeweils bis zu 99 Prozent möglich. Natürlich hängt das Ergebnis von Poolform, Einbauten, Stufen, Abläufen und Oberflächenbeschaffenheit ab. In einem relativ gleichmäßig gebauten Becken kann der P1 seine Bahnen besonders sauber planen.
Auch bei unregelmäßigeren Formen bleibt die Navigation hilfreich. Runde, ovale, rechteckige und frei geformte Pools werden grundsätzlich unterstützt. Der Roboter muss also nicht in einem perfekten Rechteck arbeiten.
Die strukturierte Fahrt spart nicht nur Zeit, sondern auch Akkuleistung. Jede vermiedene Doppelreinigung lässt mehr Energie für noch nicht bearbeitete Flächen übrig.
Hindernisse bis 5,5 cm
Auf einem Poolboden befinden sich häufig Abläufe, Leuchten oder kleinere Übergänge. Der ULTRAMARINE P1 kann Hindernisse mit einer Höhe von bis zu 5,5 cm überwinden.
Die Raupenketten und die spezielle Rad- beziehungsweise Kletterkonstruktion helfen ihm dabei, über diese Bereiche hinwegzufahren. Bei flachen Poolabläufen bleibt der P1 dadurch nicht sofort hängen, sondern setzt seine Reinigung fort.
Die 5,5 cm sind gleichzeitig eine sinnvolle Grenze, die man bei der Einrichtung berücksichtigen sollte. Höhere Hindernisse können den Roboter blockieren. Ebenso ist der P1 nicht ausdrücklich für die Reinigung von Treppenstufen vorgesehen.
Sehr flache Sonnenliegenbereiche oder Plattformen, die weniger als 50 cm unter der Wasseroberfläche liegen, können ebenfalls problematisch sein. Dort besteht die Möglichkeit, dass sich der Roboter festfährt oder die notwendige Wasserabdeckung verliert.
Auf Boden, sanften Steigungen, normalen Wänden und an der Wasserlinie zeigt sich der P1 dagegen ausgesprochen beweglich.
Drei Reinigungsmodi
Direkt am Gerät oder über die App stehen drei Reinigungsmodi zur Auswahl.
Der Bodenmodus konzentriert sich auf den Poolboden und sanfte Steigungen. Er eignet sich sehr gut für die regelmäßige Alltagspflege, wenn sich Sand, Blätter oder andere Rückstände hauptsächlich unten gesammelt haben.
Der Wandmodus reinigt gezielt die Poolwände und die Wasserlinie. Die Bürstenrollen lösen Beläge, während die Raupen den Roboter nach oben führen. Gerade entlang der Wasserlinie sammeln sich häufig Sonnencreme, Pollen und andere Rückstände. Eine regelmäßige Reinigung verhindert, dass dort ein sichtbarer Rand entsteht.
Der Komplettmodus verbindet die verschiedenen Bereiche. Der P1 fährt Boden, sanfte Übergänge, Wände und Wasserlinie ab. Dieser Modus ist ideal, wenn der gesamte Pool eine umfassende Pflege benötigt.
Zusätzlich stehen im Bodenmodus drei Leistungsstufen zur Verfügung: Eco, Standard und Max. Eco verlängert die Laufzeit und eignet sich für die regelmäßige leichte Reinigung. Standard bietet eine ausgewogene Mischung aus Leistung und Ausdauer. Max ist für stärker verschmutzte Bereiche und besonders viel Sand interessant.
Die Möglichkeit, nicht bei jeder Reinigung automatisch die maximale Leistung zu verwenden, ist sinnvoll. Ein regelmäßig gepflegter Pool benötigt häufig keine volle Saugkraft. Mit Eco lässt sich die lange Laufzeit von bis zu drei Stunden bestmöglich nutzen.
App-Steuerung und Reinigungspläne
Der ULTRAMARINE P1 wird in die bekannte ECOVACS-HOME-App eingebunden. Die Verbindung erfolgt über Bluetooth. Das Koppeln sollte erfolgen, bevor der Roboter ins Wasser gesetzt wird, da die Funkverbindung unter Wasser naturgemäß stark eingeschränkt ist.
In der App lassen sich Reinigungsmodus, Saugstufe und Dauer konfigurieren. Außerdem können einmalige oder wiederkehrende Zeitpläne festgelegt werden. Ein geplanter Start ist möglich, wenn der Akkustand über 80 Prozent liegt.
Für die Praxis bedeutet das: Der P1 kann vorbereitet in den Pool gesetzt und so programmiert werden, dass er zu einem bestimmten Zeitpunkt mit der Reinigung beginnt. Das ist beispielsweise nützlich, wenn der Pool am Morgen sauber sein soll oder der Roboter während einer Abwesenheit einen festgelegten Pflegezyklus durchführen soll.
Die App ist übersichtlich aufgebaut und zeigt das Gerät mit den wichtigsten Auswahlmöglichkeiten an. Man muss sich nicht durch zahlreiche Untermenüs arbeiten, um zwischen Boden, Wand und Komplettreinigung zu wechseln.
Eine dauerhafte Live-Fernsteuerung aus großer Entfernung sollte man aufgrund der Bluetooth-Verbindung nicht erwarten. Die eigentliche Stärke liegt in der komfortablen Vorbereitung, der Moduswahl und der Zeitplanung.
Bis zu drei Stunden kabellose Reinigung
Im Eco-Modus arbeitet der ULTRAMARINE P1 bis zu 180 Minuten. Das ist für einen kabellosen Poolroboter eine sehr ordentliche Laufzeit.
Mit einer Ladung können Poolböden mit einer Fläche von bis zu 180 m² gereinigt werden. Für viele private Pools bedeutet das, dass ein vollständiger Durchgang ohne Zwischenladen möglich ist.
Ein großer Vorteil ist das kabellose Konzept. Es gibt kein schwimmendes Stromkabel, das sich verdrehen, an Leitern hängen bleiben oder den Bewegungsradius einschränken könnte. Der Roboter wird geladen, ins Wasser gesetzt und bewegt sich anschließend frei durch das Becken.
Nach Abschluss der Reinigung oder bei leerem Akku fährt der P1 an den Beckenrand und hält dort an. Er steigt nicht selbstständig aus dem Wasser, positioniert sich aber so, dass er leichter erreicht werden kann.
Die anschließende Ladezeit liegt bei ungefähr vier Stunden. Das ist nicht besonders kurz, passt aber zur langen Laufzeit. In der Praxis reicht es, den Roboter nach dem Einsatz zu reinigen, trocknen zu lassen und anschließend für die nächste Runde aufzuladen.
Herausnehmen mit dem mitgelieferten Haken
Ein Poolroboter mit rund 10,5 kg sollte nicht am Beckenrand an einer dünnen Schnur herausgezogen werden. ECOVACS legt deshalb einen stabilen Haken bei.
Dieser lässt sich an einer handelsüblichen Pool-Teleskopstange befestigen. Nachdem der P1 am Rand angehalten hat, wird der Haken in den großen Tragegriff geführt. Der Roboter kann anschließend bis zur Wasseroberfläche angehoben und mit der Hand übernommen werden.
Direkt beim Herausheben sollte man ihm einen Moment Zeit geben, damit das Wasser aus dem Gehäuse ablaufen kann. Dadurch reduziert sich das Gewicht spürbar. Anschließend lässt er sich am Griff sicher aus dem Becken heben.
Diese Lösung ist einfach, aber ausgesprochen praktisch. Man muss sich nicht weit über den Poolrand beugen und auch nicht in das Wasser steigen, um den Roboter zu erreichen.
Geeignet für unterschiedliche Poolformen und Oberflächen
Der P1 kann in eingelassenen und geeigneten oberirdischen Pools eingesetzt werden. Unterstützt werden verschiedene Formen, darunter rechteckige, runde, ovale und frei gestaltete Becken.
Auch bei den Oberflächen ist das System flexibel. Es eignet sich unter anderem für Fiberglas, Fliesen und verschiedene strukturierte Pooloberflächen. Die breiten Raupenketten und Bürsten sorgen für gleichmäßigen Kontakt.
Die Wassertemperatur darf zwischen 6 und 35 °C liegen. Der zulässige pH-Bereich reicht von 7,0 bis 7,8. Der Chlorgehalt sollte maximal 4 ppm und der Salzgehalt höchstens 5.000 ppm betragen.
Die minimale Betriebstiefe liegt bei 0,5 m, die maximale Tiefe bei 3 m. Dadurch deckt der P1 typische private Schwimmbecken gut ab.
Während der Poolroboter arbeitet, sollte das reguläre Filtersystem des Pools ausgeschaltet sein. Starke Strömungen können die Navigation und den Kontakt zur Oberfläche beeinflussen. Nach Abschluss der Roboterreinigung kann die Poolfilterung wieder normal betrieben werden.
Reinigung und Wartung nach dem Einsatz
Ganz ohne Pflege kommt auch ein automatischer Poolroboter nicht aus. Nach jedem Reinigungszyklus sollte der Filterkorb entnommen und gründlich ausgespült werden.
Der Deckel öffnet sich über die Oberseite. Anschließend lässt sich der gesamte Filterkorb am Griff herausheben. Grober Schmutz wird zunächst entsorgt, danach werden Außenkorb und Feinfilter mit sauberem Wasser abgespült.
Besonders der 3-Mikron-Filter benötigt eine sorgfältige Reinigung. Die sehr feinen Poren halten Pollen und Schlamm zuverlässig zurück, können sich dadurch aber auch schneller zusetzen. Ein kräftiger Wasserstrahl löst die meisten Rückstände. Aggressive Bürsten oder scharfe Werkzeuge sollten nicht verwendet werden, da sie das Filtermaterial beschädigen könnten.
Auch die Walzen und Raupen sollten kontrolliert werden. Lange Haare, Schnüre oder Pflanzenfasern können sich theoretisch um bewegliche Teile wickeln. Bei normalem Poolschmutz bleibt der Wartungsaufwand überschaubar.
Vor dem Laden muss der Ladeanschluss vollständig trocken sein. Der Roboter wird in einer trockenen Innenumgebung geladen und sollte dabei mindestens 3,5 m vom Pool entfernt stehen.
Für die Winterlagerung wird das Gerät gereinigt, getrocknet und vollständig geladen. Bei längerer Nichtbenutzung empfiehlt sich eine regelmäßige Nachladung, damit der Akku nicht zu tief entladen wird.
Lieferumfang
Im Paket befinden sich:
- ECOVACS ULTRAMARINE P1
- installierter Filterkorb
- 180-Mikron-Außenfilter
- 3-Mikron-Feinfilter
- Ladeadapter
- Haken für eine Pool-Teleskopstange
- Ersatzgummi für eine Walzenbürste
- Kletterring
- Benutzerhandbuch
- Schnellstartanleitung
Damit ist alles enthalten, was für die erste Nutzung benötigt wird. Eine Teleskopstange gehört nicht zum Lieferumfang, der Haken ist aber mit vielen handelsüblichen Poolstangen kompatibel.
Positiv finden wir, dass bereits Teile für die spätere Wartung beiliegen. Gerade Bürstengummi und Kletterring gehören zu den Komponenten, die durch den Kontakt mit Poolboden und Wänden langfristig beansprucht werden.
Kleine Schwächen im Alltag
Der ULTRAMARINE P1 hinterlässt insgesamt einen sehr guten Eindruck, trotzdem sollte man einige Punkte vor dem Kauf berücksichtigen.
Mit rund 10 bis 10,5 kg ist er kein leichter Poolroboter. Beim Herausheben kommt kurzfristig das Gewicht des im Gerät befindlichen Wassers hinzu. Der Haken und der große Griff erleichtern den Vorgang, etwas Kraft bleibt dennoch erforderlich.
Die Ladezeit von etwa vier Stunden fällt ebenfalls nicht besonders kurz aus. Da eine Akkuladung bis zu drei Stunden Reinigung ermöglicht, ist das Verhältnis aber nachvollziehbar.
Die App-Verbindung erfolgt über Bluetooth. Einstellungen und Zeitpläne lassen sich komfortabel vorbereiten, eine stabile Live-Steuerung durch das Wasser oder aus großer Entfernung ist jedoch technisch nicht der Schwerpunkt des Systems.
Treppen werden nicht gezielt gereinigt. Sehr flache Liegebereiche unter 50 cm Wassertiefe und Hindernisse über 5,5 cm können den Roboter ebenfalls vor Herausforderungen stellen.
Schließlich muss der Filter nach jedem Einsatz manuell geleert werden. Das ist bei einem Poolroboter dieser Bauart normal und dauert nur wenige Minuten, eine vollständig selbstreinigende Station gibt es jedoch nicht.
Unser Urteil nach der Poolreinigung
Der ECOVACS ULTRAMARINE P1 zeigt sehr überzeugend, wie viel komfortabler regelmäßige Poolpflege mit einem modernen kabellosen Roboter werden kann. Statt selbst mit einem Bodensauger durch das Becken zu arbeiten oder einen kabelgebundenen Reiniger mühsam vorzubereiten, wird der P1 geladen, programmiert und ins Wasser gesetzt.
Seine größte Stärke ist das ausgewogene Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Die hohe Förderleistung von 18.200 l/h nimmt Blätter, Sand und andere Rückstände auf. Vier Bürstenrollen lösen gleichzeitig Ablagerungen von Boden und Wänden. Der 180-Mikron-Außenfilter kümmert sich um gröberen Schmutz, während der zusätzliche 3-Mikron-Filter selbst Pollen, Schlamm und andere sehr feine Partikel zurückhalten kann.
SmartNavi verhindert dabei, dass der Roboter nur zufällig durch den Pool fährt. Der integrierte IMU-Sensor unterstützt strukturierte Bahnen und eine Abdeckung von bis zu 99 Prozent auf Boden und Wänden. Im Alltag entsteht dadurch das Gefühl, dass der P1 seine verfügbare Akkulaufzeit sinnvoll nutzt.
Die drei Reinigungsmodi sind klar voneinander abgegrenzt. Für die schnelle Alltagspflege reicht häufig der Bodenmodus. Bei sichtbaren Ablagerungen an der Wasserlinie kommt der Wandmodus zum Einsatz. Der Komplettmodus übernimmt eine umfassende Runde durch das gesamte Becken. Mit Eco, Standard und Max lässt sich die Leistung zusätzlich an die Verschmutzung anpassen.
Auch die lange Laufzeit von bis zu 180 Minuten überzeugt. Pools mit einer Fläche von bis zu 180 m² können mit einer einzigen Ladung bearbeitet werden. Durch das kabellose Design bleibt der Roboter frei beweglich und es liegt kein störendes Kabel auf der Wasseroberfläche.
Die Maße von etwa 46,6 × 39,4 × 23,5 cm und das Gewicht von rund 10,5 kg zeigen, dass der P1 ein kräftiges Arbeitsgerät und kein kleiner Spielzeugroboter ist. Trotzdem bleibt er gut handhabbar, weil ECOVACS einen stabilen Tragegriff und einen Haken für die Teleskopstange mitliefert.
Besonders positiv ist uns das Filtersystem aufgefallen. Die Möglichkeit, abhängig von der Verschmutzung nur den 180-Mikron-Korb oder zusätzlich den 3-Mikron-Feinfilter zu verwenden, macht den Roboter vielseitiger. Grober Schmutz und feine Trübungen verlangen schließlich unterschiedliche Lösungen.
Der P1 übernimmt nicht jede einzelne Aufgabe rund um den Pool. Wasserwerte müssen weiterhin kontrolliert, der Hauptfilter gepflegt und der Filterkorb des Roboters ausgespült werden. Er reduziert aber ausgerechnet den körperlich aufwendigsten Teil der Pflege erheblich: das regelmäßige Reinigen von Boden, Wänden und Wasserlinie.
Genau deshalb wirkt der ECOVACS ULTRAMARINE P1 nach mehreren Einsätzen nicht wie ein Gerät, das nur gelegentlich aus dem Keller geholt wird. Er kann fester Bestandteil der Poolroutine werden. Regelmäßig eingesetzt, entfernt er Verschmutzungen, bevor sie sich festsetzen oder über längere Zeit am Boden sammeln.
Für Besitzer eines mittelgroßen oder größeren Pools, die eine kabellose Lösung mit starker Saugleistung, feiner Filtration und intelligenter Navigation suchen, ist der ULTRAMARINE P1 eine ausgesprochen interessante Wahl. Er verbindet die bekannten Stärken moderner Haushaltsroboter mit einer robusten, auf den Unterwassereinsatz abgestimmten Konstruktion.


