Review: Withings BeamO im Test: 4-in-1 Gesundheitscheck mit EKG, SpO₂, Thermometer & digitalem Stethoskop

Withings gehört seit Jahren zu den bekanntesten Herstellern, wenn es darum geht, Gesundheitsdaten unkompliziert in den Alltag zu integrieren. Mit intelligenten Waagen, Blutdruckmessgeräten und Hybrid-Smartwatches hat sich das französische Unternehmen längst ein umfangreiches Gesundheits-Ökosystem aufgebaut. Mit dem Withings BeamO geht man nun noch einen deutlichen Schritt weiter. Denn was auf den ersten Blick wie ein ungewöhnlich großes digitales Thermometer aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als kompakte Gesundheitszentrale für die ganze Familie.

BeamO vereint gleich mehrere Funktionen, für die bisher unterschiedliche Geräte notwendig waren. Neben der kontaktlosen Temperaturmessung befinden sich ein 1-Kanal-EKG, ein Pulsoximeter zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung sowie ein digitales Stethoskop im gerade einmal 13,6 Zentimeter langen Gehäuse. Damit lässt sich innerhalb weniger Minuten ein vergleichsweise umfangreicher Gesundheitscheck durchführen.

Gerade diese Kombination macht BeamO aus unserer Sicht besonders interessant. Es geht nicht darum, ständig irgendwelche Gesundheitswerte zu kontrollieren. Vielmehr hat man mit einem einzigen Gerät verschiedene Messmöglichkeiten griffbereit, wenn sie tatsächlich benötigt werden – beispielsweise bei Fieber, Atemwegsbeschwerden oder wenn man einen Eindruck vom aktuellen Herzrhythmus erhalten möchte.

Ungewöhnliches Konzept mit erstaunlich kompakter Bauform

Mit Abmessungen von lediglich 3,7 x 1,9 x 13,6 Zentimetern und einem Gewicht von rund 80 Gramm ist BeamO ausgesprochen kompakt. Im Inneren stecken dennoch unter anderem der HotSpot Gen2 Temperatursensor, zwei Edelstahl-Elektroden sowie Sensorik für das digitale Stethoskop. Auf der Vorderseite befindet sich zudem ein 1,9 Zoll großes TFT-Farbdisplay mit einer Auflösung von 170 x 320 Pixeln.

Gerade dieses Display ist wichtig, denn BeamO ist nicht einfach nur ein Sensor, der sämtliche Informationen an das Smartphone überträgt. Viele Messungen lassen sich direkt am Gerät durchführen und die wichtigsten Ergebnisse unmittelbar ablesen. Das Smartphone muss daher nicht jedes Mal danebenliegen.

Das gefällt uns besonders gut. Gesundheitsprodukte sollten möglichst unkompliziert funktionieren. Wenn man bei jeder Temperaturmessung zunächst das Smartphone entsperren, eine App starten und eine Verbindung herstellen müsste, würde die Nutzung schnell unnötig umständlich werden.

Die Verarbeitung macht dabei einen hochwertigen Eindruck. Das längliche Gehäuse liegt gut in der Hand und die unterschiedlichen Sensorbereiche wurden so integriert, dass BeamO trotz seiner umfangreichen Ausstattung nicht wie ein medizinischer Gerätekoffer im Miniaturformat wirkt.

Zum Lieferumfang gehören neben BeamO selbst auch eine Transporttasche, ein USB-C-auf-USB-A-Ladekabel, ein USB-C-auf-Klinke-Adapter sowie die entsprechenden Unterlagen.

Ein Gerät statt mehrerer einzelner Gesundheitsprodukte

Die große Besonderheit des Withings BeamO ist zweifellos sein 4-in-1-Konzept.

Im Gerät stecken:

• kontaktloses Thermometer
• 1-Kanal-EKG
• Pulsoximeter für SpO₂
• digitales Stethoskop für Herz und Lunge

Gerade in einem Familienhaushalt ergibt dieses Konzept Sinn. Normalerweise liegt irgendwo ein Fieberthermometer, eventuell befindet sich zusätzlich ein Pulsoximeter im Medikamentenschrank und wer regelmäßig ein EKG aufzeichnen möchte, benötigt wiederum ein weiteres Gerät oder eine entsprechend ausgestattete Smartwatch.

BeamO bündelt diese Funktionen in einem einzigen kompakten Produkt.

Dabei können bis zu acht Personen innerhalb eines Haushalts das Gerät verwenden. Vor einer Messung wird das entsprechende Benutzerprofil ausgewählt, wodurch die Ergebnisse anschließend dem richtigen Nutzer zugeordnet werden können.

Das ist eine wichtige Eigenschaft, denn gerade BeamO ist für uns weniger ein klassisches persönliches Wearable als vielmehr ein Gesundheitsgerät für die Familie.

Kontaktlose Temperaturmessung funktioniert besonders angenehm

Die wahrscheinlich am häufigsten verwendete Funktion dürfte das integrierte Thermometer sein.

BeamO verwendet hierfür den HotSpot Gen2 Sensor. Die Temperatur wird kontaktlos an der Stirn gemessen. Dazu wird das Gerät in geringem Abstand über die Stirn geführt. Der Scan dauert ungefähr drei Sekunden und das Ergebnis erscheint anschließend direkt auf dem Display. Ein direkter Hautkontakt ist nicht erforderlich; BeamO kann bis zu etwa einem Zentimeter von der Haut entfernt gehalten werden.

Das ist vor allem bei Kindern angenehm. Wer schon einmal nachts bei einem schlafenden Kind Fieber messen wollte, weiß, wie schnell aus einer einfachen Messung ein kleiner Kampf werden kann.

Mit BeamO geht das deutlich komfortabler.

Zusätzlich bewertet das Gerät den Temperaturwert in der EU anhand des Altersprofils und stellt den Fieberstatus farblich dar. Grün bedeutet keinen Fieberstatus, Gelb signalisiert leichtes Fieber und Rot entsprechend hohes Fieber.

Natürlich sollte man sich gerade bei auffälligen Temperaturen nicht ausschließlich auf ein Symbol verlassen. Die Darstellung erleichtert jedoch die schnelle Einordnung und macht BeamO auch für technisch weniger versierte Familienmitglieder verständlich.

EKG und SpO₂ gleichzeitig in nur 30 Sekunden

Noch interessanter wird BeamO beim kombinierten EKG- und SpO₂-Check.

In der Europäischen Union können EKG inklusive Erkennung möglicher Anzeichen von Vorhofflimmern sowie die Sauerstoffsättigung verwendet werden.

Für die kombinierte Messung werden die beiden Zeigefinger auf die Elektroden gelegt. BeamO startet anschließend automatisch eine Messung, die rund 30 Sekunden dauert. Eine Anzeige hilft dabei, den richtigen Fingerdruck auf den Sensoren beizubehalten.

Diese Druckkontrolle ist eine kleine, aber clevere Lösung. Gerade bei Gesundheitsmessungen können falsche Positionierung oder Bewegung schnell zu unbrauchbaren Ergebnissen führen. BeamO versucht deshalb bereits während der Messung dafür zu sorgen, dass die Voraussetzungen möglichst gut sind.

Nach Abschluss stehen unter anderem Informationen zum Herzrhythmus und zur Sauerstoffsättigung zur Verfügung.

Die EKG- und SpO₂-Funktionen richten sich in der EU an Erwachsene ab 18 Jahren. Erkennt das EKG Hinweise auf Vorhofflimmern, kann BeamO dies entsprechend anzeigen. Ein 1-Kanal-EKG ersetzt natürlich kein umfangreiches diagnostisches 12-Kanal-EKG beim Kardiologen. Genau das soll BeamO allerdings auch nicht.

Für uns liegt die Stärke darin, dass eine EKG-Aufzeichnung jederzeit unkompliziert durchgeführt und anschließend gespeichert werden kann.

Besonders interessant wird dies bei Beschwerden, die nur sporadisch auftreten. Während eines Arzttermins kann der Herzrhythmus vollkommen unauffällig sein. Wenn man dagegen zuhause eine Aufzeichnung durchführen kann, sobald sich etwas ungewöhnlich anfühlt, entstehen zusätzliche Informationen, die anschließend mit medizinischem Fachpersonal besprochen werden können.

SpO₂-Messung ergänzt den Gesundheitscheck sinnvoll

Die Sauerstoffsättigung ist mittlerweile vielen Menschen von Smartwatches oder einfachen Finger-Pulsoximetern bekannt.

BeamO integriert diese Messung ebenfalls und kombiniert sie bei Bedarf direkt mit dem EKG. Dadurch erhält man innerhalb von rund 30 Sekunden gleich mehrere Messwerte.

Auch hier gefällt uns die Umsetzung. Withings versucht nicht, möglichst viele Sensoren lediglich auf einer technischen Datenliste unterzubringen. Die einzelnen Funktionen wurden so miteinander kombiniert, dass daraus ein sinnvoller kurzer Check entsteht.

Gerade während einer Erkältung oder Atemwegserkrankung kann eine SpO₂-Messung eine zusätzliche Information liefern. Auffällige oder anhaltend niedrige Werte sollten allerdings immer medizinisch abgeklärt werden.

BeamO ist damit vor allem ein Werkzeug zur Erfassung und Dokumentation – nicht zur Selbstdiagnose.

Das digitale Stethoskop ist das eigentliche Highlight

Während Temperatur, EKG und Sauerstoffsättigung inzwischen auch von anderen Consumer-Health-Produkten bekannt sind, hebt sich BeamO besonders durch sein integriertes digitales Stethoskop ab.

Damit können Herz- und Lungengeräusche aufgezeichnet werden.

Im Inneren arbeitet dafür unter anderem ein piezoelektrischer Sensor. Die Aufnahmen können über die Withings App gespeichert und anschließend beispielsweise einem Arzt zur Verfügung gestellt werden.

Genau hier zeigt sich, welche Richtung Withings mit BeamO verfolgt.

Ein klassisches Stethoskop ist zwar technisch betrachtet kein kompliziertes Gerät, sinnvoll interpretieren können die Geräusche jedoch hauptsächlich entsprechend ausgebildete Personen. BeamO digitalisiert diese Geräusche und macht sie speicher- und übertragbar.

Dadurch entsteht insbesondere im Bereich der Telemedizin eine interessante Möglichkeit. Statt einem Arzt lediglich zu erklären, wie sich die Atmung anhört, kann eine zuvor aufgezeichnete Audiodatei zur Verfügung stehen.

Die App unterstützt den Nutzer zudem dabei, die richtige Position für eine Aufnahme zu finden.

Mit der aktuellen Firmware hat Withings zusätzlich eine Qualitätsprüfung während der Stethoskop-Aufnahme integriert. Dadurch erhält der Nutzer bereits während der Messung eine Rückmeldung zur Qualität und kann die Position bei Bedarf korrigieren.

Für ein Produkt, das auch von Personen ohne medizinische Ausbildung verwendet werden soll, halten wir eine solche Hilfestellung für ausgesprochen wichtig.

StethO Sense bringt KI-Unterstützung in BeamO

Zum Zeitpunkt unseres Tests wird BeamO außerdem um eine besonders interessante Funktion erweitert: StethO Sense.

Die Funktion wird im Oktober 2026 schrittweise unter anderem in Deutschland ausgerollt und steht BeamO-Nutzern mit aktivem Withings+-Abonnement zur Verfügung. Voraussetzung sind unter anderem die aktuelle Withings App sowie die entsprechende BeamO-Firmware.

StethO Sense kann Aufzeichnungen des digitalen Stethoskops KI-gestützt analysieren. Dabei werden sowohl Herz- als auch Lungengeräusche berücksichtigt.

Das verändert den Nutzen des integrierten Stethoskops erheblich. Die Aufzeichnung muss nicht mehr ausschließlich gespeichert oder an medizinisches Fachpersonal weitergegeben werden, sondern kann innerhalb der App zusätzlich analysiert werden.

Wichtig bleibt allerdings die richtige Einordnung: Auch Withings weist darauf hin, dass die Ergebnisse der Diagnoseunterstützung dienen und die endgültige klinische Beurteilung bei qualifiziertem medizinischem Fachpersonal bleibt.

Genau so sollte man eine solche Funktion unserer Meinung nach auch verwenden.

KI kann dabei helfen, Auffälligkeiten oder Veränderungen sichtbar zu machen. Sie sollte aber keinen Arzt ersetzen.

Withings App macht aus einzelnen Messungen einen Verlauf

Ein Gesundheitsgerät wird langfristig vor allem dann interessant, wenn Messwerte nicht einfach nach wenigen Sekunden wieder verschwinden.

Hier profitiert BeamO massiv vom bereits etablierten Withings-Ökosystem.

Die Messergebnisse werden mit der Withings App synchronisiert und lassen sich dort langfristig verfolgen. Withings bietet eine kostenlose und unbegrenzte Online-Speicherung der Gesundheitsdaten. Unterstützt werden zudem unter anderem Apple Health, Google Health Connect sowie Google Fit.

Besonders sinnvoll finden wir die Möglichkeit, Daten nicht isoliert zu betrachten.

Eine einzelne Temperaturmessung sagt beispielsweise nur etwas über diesen konkreten Moment aus. Mehrere Messungen über einen Zeitraum zeigen dagegen einen Verlauf. Ähnliches gilt für andere Gesundheitswerte.

BeamO zeigt die wichtigsten Ergebnisse zwar unmittelbar auf seinem eigenen Display an, synchronisiert sie anschließend jedoch mit der App. Dort entsteht mit der Zeit eine deutlich umfangreichere Gesundheitsübersicht.

Wer bereits andere Withings-Produkte verwendet – beispielsweise eine ScanWatch, ein Blutdruckmessgerät oder eine Withings-Waage – bekommt dadurch ein noch vollständigeres Gesamtbild.

Das ist aus unserer Sicht eine der größten Stärken des Herstellers. Withings verkauft nicht einfach einzelne Sensoren, sondern verbindet unterschiedliche Gesundheitsgeräte innerhalb einer gemeinsamen Plattform.

Bis zu acht Nutzer machen BeamO familientauglich

Ein weiterer Punkt, der uns sehr gut gefällt, ist die Mehrbenutzer-Unterstützung.

Bis zu acht Benutzer können BeamO innerhalb eines Haushalts verwenden. Das Gerät zeigt entsprechende Profile an, die vor der jeweiligen Messung ausgewählt werden.

Damit relativiert sich auch der Anschaffungspreis.

BeamO kostet aktuell 249,95 Euro.

Das ist für ein digitales Thermometer selbstverständlich viel Geld. BeamO ist aber eben kein normales Thermometer. Rechnet man kontaktloses Thermometer, EKG-Gerät, Pulsoximeter und digitales Stethoskop zusammen, sieht die Rechnung bereits anders aus.

Hinzu kommt, dass nicht jedes Familienmitglied ein eigenes Gerät benötigt.

Ein BeamO kann beispielsweise für Eltern und Kinder gemeinsam genutzt werden, während die jeweiligen Messungen getrennt den entsprechenden Profilen zugeordnet werden.

Sehr starke Akkulaufzeit

Ein Gesundheitsgerät dieser Art sollte unserer Meinung nach vor allem eines können: einsatzbereit sein, wenn man es braucht.

Es wäre wenig sinnvoll, wenn BeamO nach einigen Tagen im Medikamentenschrank plötzlich mit leerem Akku dastehen würde.

Withings gibt eine Akkulaufzeit von bis zu acht Monaten an. Die Ladezeit beträgt ungefähr eine Stunde und geladen wird über USB-C.

Das ist für dieses Einsatzgebiet nahezu ideal.

BeamO ist kein Smartphone und keine Smartwatch, die jeden Abend oder alle paar Tage geladen werden müssen. Das Gerät kann über längere Zeit bereitliegen und bei Bedarf herausgenommen werden.

Gerade bei einem medizinisch orientierten Haushaltsgerät halten wir eine lange Standby- beziehungsweise Akkulaufzeit für deutlich wichtiger als unnötige Multimedia-Funktionen.

WLAN und Bluetooth sorgen für flexible Synchronisierung

Für die Verbindung stehen Bluetooth Low Energy sowie WLAN mit 2,4 GHz zur Verfügung. Zusätzlich nennt Withings optional LTE Cat-M1.

Im normalen Haushalt dürfte vor allem WLAN interessant sein. Withings empfiehlt die WLAN-Verbindung auch für eine möglichst unkomplizierte Datensynchronisierung. Bluetooth kann ebenfalls verwendet werden.

Einmal eingerichtet, fügt sich BeamO dadurch angenehm in den Alltag ein.

Wichtige Messwerte werden direkt am Gerät angezeigt und anschließend im Hintergrund dem digitalen Gesundheitsprofil hinzugefügt.

Withings+ ist sinnvoll, aber für den Grundbetrieb nicht zwingend notwendig

Beim Thema Abonnement sollte man unterscheiden.

BeamO kann grundsätzlich auch ohne dauerhaftes Withings+-Abonnement genutzt werden. Die eigentlichen Gesundheitsdaten bleiben verfügbar. Zusätzliche Funktionen wie StethO Sense und weitere erweiterte Gesundheitsanalysen gehören jedoch zum Withings+-Angebot.

Aktuell kostet Withings+ 9,95 Euro monatlich beziehungsweise 99,50 Euro pro Jahr; für neue Abonnenten bietet Withings beim Gerätekauf zunächst einen kostenlosen Monat an.

Wir finden diese Trennung grundsätzlich sinnvoller, als essenzielle Hardwarefunktionen vollständig hinter einer Bezahlschranke verschwinden zu lassen.

Wer BeamO in erster Linie für Temperatur, EKG, SpO₂ und zum Aufzeichnen von Herz- beziehungsweise Lungengeräuschen verwendet, bekommt bereits ein umfangreiches Gerät.

Wer zusätzlich die neuen KI-basierten Auswertungen und erweiterten Withings+-Funktionen nutzen möchte, kann das Abonnement ergänzen.

BeamO ersetzt keinen Arzt – kann einen Arzttermin aber informativer machen

Bei einem Produkt wie BeamO ist ein Punkt besonders wichtig: Trotz der Vielzahl an Sensoren sollte das Gerät nicht als Ersatz für eine medizinische Untersuchung verstanden werden.

Das gilt insbesondere bei ernsthaften Beschwerden, auffälligen EKG-Ergebnissen, Atemproblemen, starken Veränderungen der Sauerstoffsättigung oder anhaltendem Fieber.

Die eigentliche Stärke von BeamO liegt aus unserer Sicht woanders.

Das Gerät kann Informationen sammeln.

Und genau solche Informationen können im medizinischen Alltag sehr wertvoll sein.

Wann trat Fieber auf? Wie entwickelte sich die Temperatur? Wie sah der Herzrhythmus während eines bestimmten Moments aus? Wie hoch war die Sauerstoffsättigung? Wie hörten sich Herz oder Lunge zu diesem Zeitpunkt an?

BeamO kann verschiedene dieser Informationen erfassen, speichern und für eine spätere medizinische Beurteilung verfügbar machen.

Withings beschreibt das digitale Stethoskop deshalb ausdrücklich als Ergänzung zu einer ärztlichen Untersuchung und nicht als deren Ersatz.

Diese Positionierung halten wir für genau richtig.

Schlusswort

Nach unserer Beschäftigung mit dem Withings BeamO bleibt vor allem der Eindruck eines ungewöhnlich durchdachten Konzepts.

Es ist nicht eine einzelne Funktion, die das Gerät besonders macht.

Ein gutes kontaktloses Thermometer bekommt man günstiger. Ein Pulsoximeter ebenfalls. EKG-Funktionen findet man mittlerweile in verschiedenen Smartwatches und anderen Gesundheitsprodukten.

Aber genau darum geht es bei BeamO nicht.

Die Stärke liegt in der Kombination.

Withings packt Temperaturmessung, 1-Kanal-EKG, SpO₂-Messung und ein digitales Stethoskop in ein gerade einmal 80 Gramm schweres Gerät, ergänzt ein eigenes Farbdisplay, WLAN und Bluetooth, ermöglicht bis zu acht Nutzer und integriert sämtliche Messungen in eine umfangreiche Gesundheitsplattform.

Das Resultat ist ein Gerät, das man problemlos in einer Schublade, der Hausapotheke oder auf Reisen mitnehmen kann und trotzdem erstaunlich viele Messmöglichkeiten zur Verfügung hat.

Besonders überzeugend finden wir die einfache Temperaturmessung, den kombinierten 30-Sekunden-Check aus EKG und SpO₂ sowie das digitale Stethoskop. Mit StethO Sense entwickelt Withings gerade den letztgenannten Bereich weiter und ergänzt die aufgezeichneten Herz- und Lungengeräusche um eine KI-gestützte Auswertung.

Auch die Akkulaufzeit von bis zu acht Monaten passt hervorragend zum Konzept. BeamO muss nicht ständig geladen werden, sondern soll im entscheidenden Moment verfügbar sein.

Der Preis von aktuell 249,95 Euro wirkt zunächst hoch, relativiert sich aber deutlich, sobald man berücksichtigt, welche Geräte BeamO miteinander kombiniert und dass innerhalb eines Haushalts bis zu acht Personen darauf zugreifen können.

Für Familien, Technikbegeisterte und Nutzer, die Gesundheitsdaten gerne strukturiert erfassen und langfristig dokumentieren möchten, ist BeamO deshalb ein äußerst interessantes Gesamtpaket.

Withings schafft es hier, klassische medizinische Messverfahren mit moderner Sensortechnik, einer verständlichen Bedienung und einem gut aufgebauten digitalen Gesundheitsökosystem zusammenzubringen.

Unser wichtigster Punkt bleibt dennoch: BeamO sollte als zusätzlicher Informationslieferant verstanden werden und nicht als Möglichkeit, Erkrankungen selbst zu diagnostizieren oder notwendige Arztbesuche zu vermeiden.

TopTechNews_Gold

Review: Withings BeamO im Test: 4-in-1 Gesundheitscheck mit EKG, SpO₂, Thermometer & digitalem Stethoskop
9.5
Qualität
8
Steuerung
8
Design
8.5
Preis Leistung
9
Ausstattung
Gesamtwertung 8.6 / 10
Unser Fazit
Genau in dieser Rolle überzeugt uns das Konzept jedoch besonders.

Statt vier verschiedene Geräte bereitzuhalten, steckt mit BeamO ein erstaunlich umfangreicher Gesundheitscheck in einem einzigen kompakten Gehäuse. Und gerade diese Kombination aus einfacher Bedienung, vielseitigen Sensoren, Familiennutzung und langfristiger Datenerfassung macht den Withings BeamO für uns zu einem der spannendsten Connected-Health-Produkte seiner Klasse.
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Charbel
Charbelhttps://www.toptechnews.de
Zugegeben, ich könnte wie die meisten anfangen und erzählen, dass ich schon seit über 35 Jahre ein leidenschaftlicher Zocker bin und schon mitte der 80er mit dem Commodore 64 angefangen habe zu spielen, später dann mit PC, Atari und Nintendo groß geworden bin, was dann mit dem Erscheinen der PlayStation und Xbox auch fortgesetzt wurde. Wichtig zu wissen ist aber, dass mein frühe Befassung mit diesem Bereich mich zu dem gemacht hat was ich heute bin. Ich habe mein Hobby zum Beruf machen können und habe bei ProMarkt, Media Markt, Saturn und später noch bei Conrad Electronic gearbeitet. Durch meine Wirken in diesen Bereich und Weiterbildungen in verschiedenen Bereichen wie Gaming, Multimedia und Technik in verschiedenen Bereichen wie z.b. Haushalt, Hifi, Kabel & Sound, Car Technik, PC & Konsolen, Musik & Filme, Spielwaren, Hardware & Software sowie Games und Smartphones habe ich entsprechend viel Erfahrung sammeln können um sie hier mit euch zu teilen. Sein Hobby zum Beruf zu machen reicht meiner Meinung nach nicht aus, sondern gibt uns nur ein Fundament, eine Basis anderen zu helfen, die nur durch Arbeit, lange Erfahrung und Weiterbildung ausgebaut wird.

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