Meetings, Kundentermine, Interviews und spontane Ideen unterwegs: Wer viel spricht, verliert beim Mitschreiben schnell Details. Ein KI-Diktiergerät nimmt das Gespräch auf, erstellt daraus ein Transkript und liefert eine strukturierte Zusammenfassung. Sie bleiben im Gespräch und arbeiten danach mit einer verlässlichen schriftlichen Fassung.
Das Smartphone kann zwar auch aufnehmen. Es liegt aber oft in der Tasche, unterbricht bei eingehenden Anrufen und leert den Akku in wenigen Stunden. Plaud bietet derzeit drei sehr unterschiedliche Formate an. Dieser Vergleich zeigt, welches KI-Diktiergerät mit Transkription zu welchem Arbeitsalltag passt.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Das passende Gerät hängt vor allem davon ab, wo Ihre wichtigen Gespräche stattfinden: am Konferenztisch, unterwegs oder am Telefon. Fünf Kriterien helfen bei der Auswahl.
● Aufnahmereichweite: Ein Meeting mit zehn Personen stellt andere Anforderungen als ein Gespräch unter vier Augen.
● Telefonaufnahme: Nicht jedes Modell zeichnet Anrufe auf. Wer viel telefoniert, sollte diesen Punkt zuerst prüfen.
● Bauform: Karte am Smartphone, Clip an der Kleidung oder Earbuds. Entscheidend ist, was Sie im richtigen Moment wirklich dabeihaben.
● Akkulaufzeit: Ein Workshop-Tag bedeutet schnell acht Stunden Aufnahme.
● Laufende Kosten: Die Transkription läuft über ein Minutenkontingent. Prüfen Sie, was im Kaufpreis bereits enthalten ist.
Plaud Note Pro: für Meetings und Telefonate
Der Plaud Note Pro richtet sich an Berufstätige, die zwischen Besprechungsraum und Telefon wechseln. Plaud bezeichnet ihn als das fortschrittlichste KI-Notizgerät der Welt.
Im Kartenformat (2,99 mm dünn, 30 g) stecken vier MEMS-Mikrofone mit KI-Beamforming-Technologie und ein VPU-Sensor. Er erfasst Stimmen klar bis zu 5 Meter entfernt. Das reicht für einen ganzen Konferenztisch. Die intelligente Dual-Modus-Aufnahme erkennt automatisch, ob gerade ein Telefonat oder ein Gespräch vor Ort läuft.
Das InstantView AMOLED-Display zeigt Aufnahmemodus, Akkustand und Dateistatus auf einen Blick. Mit Press to Highlight markieren Sie wichtige Stellen direkt während des Meetings. Die Akkulaufzeit liegt bei bis zu 30 Stunden Daueraufnahme, im Ausdauermodus bei bis zu 50 Stunden. Der Preis beträgt 189,00 € inklusive Magnethülle.
Geeignet für: Führungskräfte, Beratung, Vertrieb und Journalismus mit vielen Meetings und Anrufen.
Plaud NotePin S: zum Tragen am ganzen Tag
Der Plaud NotePin S gehört zur NotePin-Reihe, die Plaud als das tragbarste KI-Notizgerät der Welt positioniert. Er wiegt 17,4 g und lässt sich als Magnet-Pin, Clip, Umhängeband oder Armband tragen. Alle vier Zubehörteile sind im Lieferumfang enthalten.
Zwei MEMS-Mikrofone erfassen Gespräche bis zu 3 Meter entfernt. Das passt zu Gesprächen am Tisch und im Stehen. Eine physische Taste startet die Aufnahme mit einem Druck, ohne Smartphone und ohne App. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 20 Stunden Aufnahme und 40 Tage Standby, dazu kommen 64 GB Speicher und Unterstützung für Apples „Wo ist?“-Netzwerk.
Wichtig vor dem Kauf: Der NotePin S nimmt nur Gespräche vor Ort auf, keine Telefonate. Der Preis liegt bei 179,00 €.
Geeignet für: Außendienst, Kundenbesuche, Beratungsgespräche und alle, die viel unterwegs sind.
Plaud One: KI-Earbuds mit eigenem Aufnahme-Case
Plaud One geht einen anderen Weg: kabellose Earbuds mit einem Ladecase, das selbst aufnimmt. Plaud hat das Modell auf der IFA 2026 vorgestellt. Es ist derzeit als Explorer Edition für 249,90 € vorbestellbar.
Jeder Earbud enthält drei MEMS-Mikrofone und einen VPU-Sensor für Telefonate und Online-Meetings. Das Case ergänzt vier weitere MEMS-Mikrofone für Gespräche vor Ort, auch wenn Sie die Earbuds gerade nicht tragen. Über die integrierte 4G-eSIM synchronisiert das Case Aufnahmen ohne Umweg über das Smartphone.
Plaud positioniert Plaud One zudem mit einem sprachgesteuerten KI-Agenten. Einige Agent-Funktionen sollen per späterem Software-Update folgen. Wer sofort ein ausgereiftes Gerät sucht, ist mit den beiden anderen Modellen besser bedient.
Geeignet für: Nutzer, die Musik, Telefonate und Notizen in einem Gerät bündeln möchten.
Die drei Modelle im direkten Vergleich
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Kriterium |
Plaud Note Pro |
Plaud NotePin S |
Plaud One |
|
Bauform |
Karte, 30 g |
Tragbar, 17,4 g |
Earbuds mit Case |
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Mikrofone |
4 MEMS + 1 VPU |
2 MEMS |
3 MEMS + 1 VPU pro Earbud, 4 MEMS im Case |
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Reichweite |
Bis zu 5 m |
Bis zu 3 m |
Noch nicht angegeben |
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Telefonaufnahme |
Ja, automatische Erkennung |
Nein |
Ja |
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Aufnahmedauer |
30 h (50 h im Ausdauermodus) |
20 h |
Noch nicht angegeben |
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Preis |
189,00 € |
179,00 € |
249,90 € (Vorbestellung) |
Transkription und Zusammenfassung in der App
Alle drei Geräte nutzen dieselbe Software. Plaud Intelligence verwandelt Aufnahmen in Transkripte, Zusammenfassungen und Aufgabenlisten, in 112 Sprachen inklusive Deutsch.
Das Transkript unterscheidet die einzelnen Sprecher. Ein eigenes Fachvokabular verbessert die Erkennung von Namen und Branchenbegriffen. Für die Zusammenfassung wählen Sie eine passende Vorlage, etwa für Meeting-Protokolle, Interviews oder Verkaufsgespräche. Mit Ask Plaud stellen Sie Fragen an Ihre Aufnahmen. Ein Beispiel: „Welche Entscheidungen wurden zum Budget getroffen?“ Online-Meetings erfasst Plaud Desktop ohne zusätzlichen Bot im Call.
Jedes Gerät enthält den Plaud Starter Plan mit 300 Transkriptionsminuten pro Monat. Wer mehr braucht, wechselt zum Plaud Pro Plan mit 1.200 Minuten oder zum Plaud Unlimited Plan. Beim Datenschutz setzt Plaud auf an der DSGVO ausgerichtete Schutzmaßnahmen und unabhängig geprüfte Kontrollen nach SOC 2 Type II. Plaud nutzt Ihre Daten nie für KI-Training, außer Sie stimmen ausdrücklich zu.
FAQ
Welches KI-Diktiergerät ist das beste?
Das hängt vom Einsatz ab. Für Meetings und Telefonate ist der Plaud Note Pro die vielseitigste Wahl. Für freihändige Gespräche unterwegs passt der Plaud NotePin S besser. Plaud One richtet sich an alle, die Earbuds und Notizgerät kombinieren möchten.
Funktioniert ein KI-Diktiergerät ohne Abo?
Ja. Jedes Plaud-Gerät enthält den Plaud Starter Plan mit 300 Transkriptionsminuten pro Monat. Ein kostenpflichtiger Plan lohnt sich erst, wenn Sie dieses Kontingent regelmäßig überschreiten.
Kann der Plaud NotePin S Telefonate aufnehmen?
Nein. Der NotePin S ist für Gespräche vor Ort ausgelegt. Für Telefonate eignen sich der Plaud Note Pro oder Plaud One.
Erst den eigenen Gesprächsalltag prüfen
Notieren Sie eine Woche lang, wo Ihre wichtigsten Gespräche stattfinden: im Meetingraum, am Telefon oder unterwegs. Die Antwort führt fast immer direkt zu einem der drei Formate. Vergleichen Sie danach die technischen Daten in Ruhe und wählen Sie das passende Modell.

