Saugroboter gehören inzwischen zu den Geräten, auf die wir im Alltag kaum noch verzichten möchten. Gerade bei aktuellen Premium-Modellen geht es längst nicht mehr nur darum, ein paar Krümel und Staub vom Boden aufzunehmen. Die Geräte saugen, wischen, erkennen Teppiche, umgehen Hindernisse und kümmern sich anschließend sogar weitgehend selbstständig um ihre Reinigung. Mit dem Dreame Matrix10 Pro hatten wir nun ein Modell im Test, das bei der Automatisierung noch einmal einen interessanten Schritt weitergeht.
Schon beim Blick auf die Ausstattung wird deutlich, dass Dreame beim Matrix10 Pro einiges auffährt. Bis zu 30.000 Pa Saugleistung, ein 6.400-mAh-Akku, die HyperStream Detangling DuoBrush, eine intelligente Hinderniserkennung, ausfahrbare Reinigungselemente und eine umfangreiche Basisstation gehören bereits zu einem beeindruckenden Gesamtpaket.
Das eigentliche Highlight ist für uns allerdings das Multi-Mopp-Wechseldock. Der Matrix10 Pro arbeitet nicht einfach mit einem einzigen Paar Wischmopps, sondern kann selbstständig zwischen drei unterschiedlichen Mopp-Arten wechseln. Je nachdem, welcher Raum gereinigt werden soll, nimmt sich der Roboter in seiner Station die passenden Wischpads.
Dazu gesellen sich gleich drei separate Reinigungsmittel-Fächer sowie eine Moppwäsche mit bis zu 100 °C heißem Wasser. Damit gehört der Matrix10 Pro zweifellos zu den technisch interessantesten Saug-Wischrobotern, die wir bisher ausprobieren konnten.
Design und erster Eindruck
Schon beim Auspacken macht der Dreame Matrix10 Pro deutlich, in welcher Geräteklasse er unterwegs ist. Sowohl der Saugroboter selbst als auch die Basisstation wirken ausgesprochen hochwertig verarbeitet.
Das Design ist modern, ohne unnötig verspielt zu wirken. Gerade bei einem Gerät, das dauerhaft sichtbar in einem Wohnraum steht, gefällt uns diese eher zurückhaltende Gestaltung sehr gut.
Der Saugroboter misst 350 × 350 × 104 Millimeter und wiegt rund 4,1 Kilogramm. Damit entspricht seine Grundfläche weitgehend dem, was wir mittlerweile von zahlreichen Premium-Saugrobotern kennen. Die Höhe von 104 Millimetern sollte man allerdings berücksichtigen, wenn besonders niedrige Möbel vorhanden sind.

Die Basisstation ist mit 416 × 457 × 590 Millimetern naturgemäß deutlich größer und bringt rund 16,1 Kilogramm auf die Waage. Dafür steckt in ihr auch jede Menge Technik.
Man sollte sich vor dem Kauf daher durchaus überlegen, wo die Station dauerhaft stehen soll. Hat sie ihren Platz einmal gefunden, fügt sie sich durch das aufgeräumte Design unserer Meinung nach aber sehr gut in eine moderne Wohnung ein.
Auch der Zugriff auf die verschiedenen Behälter ist unkompliziert gelöst. Gerade weil man Frischwasser nachfüllen und Schmutzwasser entleeren muss, ist uns eine einfache Handhabung bei solchen Stationen wichtig.
Technische Daten des Dreame Matrix10 Pro
• Saugleistung: bis zu 30.000 Pa
• Akku: 6.400 mAh
• Abmessungen Saugroboter: 350 × 350 × 104 mm
• Gewicht Saugroboter: ca. 4,1 kg
• Abmessungen Basisstation: 416 × 457 × 590 mm
• Gewicht Basisstation: ca. 16,1 kg
• Navigation: LDS
• Hinderniserkennung: KI-RGB-Kamera, strukturiertes 3D-Licht, Einzel-Laser und LED
• Hauptbürste: HyperStream Detangling DuoBrush
• Ausfahrbare Seitenbürste: ja
• Wischsystem: Dual Omni-Scrub-Mopps
• Ausfahrbarer Wischmopp: ja
• Automatische Moppentfernung: ja
• Moppanhebung: bis zu 10,5 mm
• Moppvarianten: Thermo-Wischer-Pads, Schwamm-Wischer-Pads und Wischer-Pads mit Nylonborsten
• Staubbehälter im Roboter: 250 ml
• Staubbeutel der Station: 3,2 Liter
• Frischwasserbehälter: 5,5 Liter
• Schmutzwasserbehälter: 4 Liter
• Schwellenüberwindung: bis zu 40 mm bei doppelten Stufen und bis zu 22 mm bei einzelnen Stufen
• Moppreinigung: bis zu 100 °C
• Heißlufttrocknung: ja
• Automatische Staubentleerung: ja
• Automatische Reinigungsmitteldosierung: ja
• Separate Reinigungsmittel-Fächer: 3
• Selbstreinigendes Waschbrett: ja
• Sprachsteuerung: ja
• Optionaler Wasseranschluss: verfügbar
Die Einrichtung geht schnell von der Hand
Nach dem Aufstellen der Station und dem Befüllen des Frischwasserbehälters war der Matrix10 Pro schnell einsatzbereit.
Die Verbindung mit der Dreame-App funktionierte in unserem Test problemlos. Anschließend schickten wir den Roboter zunächst auf seine Kartierungsfahrt.
Dabei zeigt sich bereits, wie präzise aktuelle Navigationssysteme geworden sind. Der Matrix10 Pro fährt strukturiert durch die Räume, erkennt deren Aufbau und erstellt daraus eine detaillierte Karte.
Wände, größere Möbel und Raumübergänge wurden zuverlässig erfasst. Anschließend lassen sich die erkannten Räume in der App individuell anpassen und benennen.
Wer möchte, kann für jeden Raum eigene Reinigungsparameter festlegen. Das ist besonders beim Matrix10 Pro interessant, weil sich nicht nur Saugleistung und Wischintensität unterscheiden können, sondern eben auch die verwendeten Mopps.
Wir haben relativ schnell gemerkt, dass man nach der ersten Einrichtung eigentlich nur noch sehr wenig eingreifen muss.
Das Multi-Mopp-System begeistert uns besonders
Das spannendste Ausstattungsmerkmal des Matrix10 Pro ist eindeutig sein Multi-Mopp-Wechseldock.
Normalerweise besitzt ein Saug-Wischroboter ein Paar Mopps, mit dem sämtliche Räume gereinigt werden. Der Dreame Matrix10 Pro geht einen anderen Weg.
In der Station befinden sich drei unterschiedliche Mopp-Paare. Der Roboter kann selbstständig das für einen Raum vorgesehene Paar aufnehmen, damit reinigen und anschließend in der Station wieder wechseln.
Das hört sich zunächst vielleicht nach einer Funktion an, die hauptsächlich auf dem Datenblatt Eindruck machen soll. Im täglichen Einsatz hat uns das Konzept jedoch wirklich gut gefallen.
Die Thermo-Wischer-Pads eignen sich für die normale Bodenreinigung und insbesondere klassische Wohnbereiche. Für stärker beanspruchte Flächen stehen spezielle Pads mit Nylonborsten bereit. Gerade in einer Küche, wo sich schnell einmal etwas hartnäckigere Verschmutzungen befinden, ergibt das durchaus Sinn.
Das dritte Paar besteht aus besonders saugfähigen Schwamm-Pads und bietet sich unter anderem für Badezimmer an.
Uns gefällt dabei vor allem die klare Trennung. Statt beispielsweise mit denselben Mopps erst durch das Badezimmer und anschließend durch das Wohnzimmer zu fahren, kann der Matrix10 Pro auf unterschiedliche Reinigungselemente zurückgreifen.
Genau diese zusätzliche Automatisierung macht im Alltag einen größeren Unterschied, als wir zunächst erwartet hätten.
Das Wechseln der Mopps erfolgt vollkommen automatisch
Besonders schön ist, dass wir uns um den eigentlichen Wechsel überhaupt nicht kümmern mussten.

Der Matrix10 Pro fährt zur Station, legt seine aktuell verwendeten Mopps ab und nimmt das nächste benötigte Paar auf. Anschließend setzt er seine Reinigung fort.
Nach einigen Reinigungsvorgängen nimmt man diese Technik bereits fast als selbstverständlich hin.
Und genau das zeichnet für uns ein gelungenes Smart-Home-Gerät aus: Eine technisch durchaus aufwendige Funktion läuft im Hintergrund ab, ohne dass man sich ständig damit beschäftigen muss.
Drei Reinigungsmittel für unterschiedliche Aufgaben
Passend zu den verschiedenen Mopp-Arten besitzt der Matrix10 Pro drei getrennte Fächer für Reinigungslösungen.
Das hat uns ebenfalls gut gefallen, denn normalerweise muss man sich bei einem Saug-Wischroboter für eine einzige Reinigungslösung entscheiden.
Hier kann zwischen einer klassischen Bodenreinigung, einer Lösung gegen Tiergerüche und einer speziellen Pflegelösung für Holzböden unterschieden werden.
Die Dosierung übernimmt die Station automatisch.
Im täglichen Einsatz ist das ausgesprochen komfortabel. Man muss nicht bei jedem Reinigungsvorgang überlegen, welche Menge an Reinigungsmittel benötigt wird oder selbst etwas in den Tank geben.
Gerade die Kombination aus unterschiedlichen Mopps und unterschiedlichen Reinigungsmitteln sorgt dafür, dass sich der Matrix10 Pro viel stärker an verschiedene Bereiche einer Wohnung anpassen kann.
30.000 Pa machen bei der Saugleistung ordentlich Eindruck
Bei der reinen Saugleistung hat uns der Matrix10 Pro ebenfalls überzeugt.
Mit maximal 30.000 Pa steht enorm viel Leistungsreserve zur Verfügung. Natürlich sagt eine reine Pa-Zahl niemals alles über die tatsächliche Reinigung aus. Ebenso wichtig sind Bürstenkonstruktion, Luftführung und die Art, wie der Roboter seine Bahnen fährt.
Das Zusammenspiel funktioniert beim Matrix10 Pro jedoch sehr gut.
Auf Hartboden wurden Staub, Krümel und andere alltägliche Verschmutzungen zuverlässig aufgenommen. Auch kleinere Partikel in Bereichen entlang von Möbeln stellten kein größeres Problem dar.
Bei stärkeren Verschmutzungen kann der Matrix10 Pro seine Leistung entsprechend erhöhen.
Uns gefällt dabei besonders, dass man die enorme maximale Saugleistung nicht permanent benötigt. Bei der täglichen Unterhaltsreinigung arbeitet der Roboter angenehm unauffällig, besitzt aber jederzeit genügend Reserven, wenn es einmal etwas gründlicher sein soll.
Auch auf Teppichen schlägt sich der Matrix10 Pro sehr gut
Teppiche stellen Saug-Wischroboter vor eine besondere Herausforderung. Einerseits soll dort möglichst kräftig gesaugt werden, andererseits möchte selbstverständlich niemand feuchte Wischmopps über den Teppich ziehen lassen.
Im Test erkannte der Matrix10 Pro unsere Bodenwechsel zuverlässig.
Die Mopps können um bis zu 10,5 Millimeter angehoben werden. Noch besser gefällt uns allerdings die Möglichkeit, die Mopps vollständig in der Station zurückzulassen.
Soll ausschließlich gesaugt werden, kann der Matrix10 Pro dadurch ohne Wischpads losfahren.
Gerade bei Teppichen ist das aus unserer Sicht die sauberste Lösung. Statt lediglich darauf zu vertrauen, dass angehobene Mopps genügend Abstand zum Teppich besitzen, befinden sie sich überhaupt nicht mehr unter dem Roboter.
Auf Teppich zeigt sich zudem die hohe Saugleistung des Matrix10 Pro besonders deutlich. Auch tiefer sitzende Verschmutzungen werden kräftig aus den Fasern gearbeitet.
Haare bleiben erstaunlich selten an der Bürste hängen
Ein weiteres Detail, das uns im Alltag positiv aufgefallen ist, ist die HyperStream Detangling DuoBrush.

Haare sind für Saugroboter traditionell eine schwierige Angelegenheit. Bei klassischen Bürsten wickeln sie sich gerne um die Walze und müssen anschließend mühsam von Hand entfernt werden.
Dreame setzt hier auf ein Doppelbürstensystem, das genau dieses Problem reduzieren soll.
Im Test funktionierte das ausgesprochen gut. Haare wurden zuverlässig aufgenommen und weiter in Richtung Staubbehälter transportiert, statt sich ständig um die Bürste zu wickeln.
Das spart Wartungsarbeit und ist insbesondere für Haushalte mit längeren Haaren oder Haustieren interessant.
Kanten und Ecken werden deutlich besser erreicht
Eine runde Bauform hat konstruktionsbedingt immer Schwierigkeiten mit echten Ecken. Dreame gleicht dies durch die Dual Flex Arm-Technologie aus.
Die Seitenbürste kann sich nach außen bewegen und dadurch näher an Kanten heranreichen.
Auch der Wischmopp lässt sich seitlich ausfahren.
Im Test zeigte sich das vor allem entlang von Fußleisten und Schränken. Der Matrix10 Pro fährt sehr nah an den Rand und zieht den Mopp entsprechend weit nach außen.
Bei älteren Saugrobotern blieb entlang der Wand oftmals ein deutlich sichtbarer Streifen zurück. Beim Matrix10 Pro fällt dieser Bereich wesentlich kleiner aus.
Gerade wenn man den Roboter täglich oder mehrmals pro Woche arbeiten lässt, führt das zu einem sehr gleichmäßigen Gesamtbild.
Hinderniserkennung funktioniert zuverlässig
Eine der größten Verbesserungen moderner Saugroboter ist für uns die Hinderniserkennung.
Früher bedeutete der Start eines Saugroboters oftmals, dass man zunächst einmal durch die komplette Wohnung laufen und Kabel, Schuhe und andere Gegenstände vom Boden entfernen musste.
Der Matrix10 Pro verwendet eine Kombination aus KI-RGB-Kamera, strukturiertem 3D-Licht, Laser und LED.
Im Alltag navigierte er damit sehr souverän durch unsere Räume.
Statt Gegenstände einfach anzufahren, erkennt der Roboter viele Hindernisse bereits vorher und plant seine Route entsprechend darum herum.
Auch in etwas dunkleren Bereichen funktioniert die Erkennung gut, wofür unter anderem die integrierte Beleuchtung hilfreich ist.
Natürlich würden wir auch bei einem modernen Saugroboter nicht absichtlich sämtliche Kabel kreuz und quer auf dem Boden verteilen. Im normalen Alltag muss man vor dem Start aber deutlich weniger aufräumen.
Türschwellen meistert der Matrix10 Pro erstaunlich souverän
Auch Raumübergänge können bei einem Saugroboter schnell zum Problem werden.
Mit EasyLeap kann der Matrix10 Pro einzelne vertikale Schwellen bis zu 22 Millimeter überwinden. Bei entsprechend aufgebauten doppelten Stufen sind sogar bis zu 40 Millimeter möglich.
In unserem Test bewegte er sich bei normalen Türübergängen sehr sicher von Raum zu Raum.
Das ist besonders wichtig, weil ein noch so guter Saugroboter wenig bringt, wenn man ihn regelmäßig von Hand über eine Schwelle setzen muss.
Der Matrix10 Pro vermittelt hier insgesamt einen sehr selbstständigen Eindruck.
Die Wischleistung gehört zu seinen großen Stärken
Beim Wischen zeigt sich, dass Dreame dem Matrix10 Pro deutlich mehr mitgegeben hat als eine einfache Zusatzfunktion.
Die beiden rotierenden Omni-Scrub-Mopps üben während der Fahrt eine kontinuierliche mechanische Reinigungswirkung auf den Boden aus.
Bei der normalen Unterhaltsreinigung hinterließ der Matrix10 Pro bei uns ein gleichmäßiges und sauberes Ergebnis.
Auch Verschmutzungen, die sich nicht mit einer einzigen lockeren Überfahrt entfernen lassen, werden durch die rotierenden Pads wesentlich besser gelöst.
In Kombination mit der Schmutzerkennung kann der Roboter stärker verschmutzte Bereiche erneut bearbeiten.
Gerade wenn man regelmäßig wischen lässt, merkt man den Unterschied sehr schnell. Der Boden bleibt dauerhaft auf einem hohen Sauberkeitsniveau, anstatt erst dann gereinigt zu werden, wenn bereits deutlich sichtbare Verschmutzungen vorhanden sind.

100 °C heißes Wasser reinigt die Mopps
Nach der Bodenreinigung beginnt innerhalb der Station ein weiterer wichtiger Teil des Systems.
Die Mopps werden automatisch gewaschen.
Beim Matrix10 Pro kann das ThermoHub-System hierfür Wasser mit einer Temperatur von bis zu 100 °C einsetzen.
Das hat zwei Vorteile: Verschmutzungen und insbesondere fettige Rückstände lassen sich leichter aus den Mopps lösen und gleichzeitig wird die Hygiene verbessert.
Uns gefällt diese Lösung ausgesprochen gut.
Ein Saug-Wischroboter kann schließlich nur dann dauerhaft gute Ergebnisse liefern, wenn seine eigenen Reinigungselemente ebenfalls sauber gehalten werden.
Nach dem Waschvorgang werden die Mopps anschließend mit warmer Luft getrocknet.
Gerade diese Trocknung ist für uns eine Funktion, auf die wir bei einem Premium-Saugroboter nicht mehr verzichten möchten. Feuchte Mopps, die stundenlang in einer Station liegen, können irgendwann unangenehm riechen. Durch die Trocknung wird genau das weitgehend verhindert.
Auch die Station selbst hält sich sauber
Dreame verwendet beim Matrix10 Pro das AceClean DryBoard.
Dabei handelt es sich um den Waschbereich innerhalb der Basisstation, der so konstruiert ist, dass auch dort möglichst wenig manuelle Reinigung erforderlich ist.
Natürlich muss man auch einen Saugroboter dieser Klasse gelegentlich kontrollieren und pflegen. Komplett wartungsfrei ist kein Gerät.
Der Umfang der Arbeiten fällt beim Matrix10 Pro allerdings erfreulich gering aus.
Automatische Staubentleerung erhöht den Komfort deutlich
Nach dem Saugen wird der Inhalt des 250-ml-Staubbehälters automatisch in den 3,2-Liter-Staubbeutel der Station abgesaugt.
Dadurch muss man nicht nach jeder Reinigung selbst zum Roboter greifen.
Dreame nennt abhängig von Nutzung und Verschmutzungsgrad einen Zeitraum von bis zu 100 Tagen, bevor der Beutel gewechselt werden muss.
Wie lange ein Staubbeutel tatsächlich hält, hängt natürlich stark vom Haushalt ab. Wer Haustiere besitzt oder täglich reinigen lässt, sammelt entsprechend mehr Schmutz.
Entscheidend ist für uns ohnehin weniger die genaue Anzahl der Tage als die Tatsache, dass die Entleerung im Alltag vollständig automatisch funktioniert.
Große Wasserbehälter reduzieren das Nachfüllen
Die Station verfügt über einen 5,5-Liter-Frischwasserbehälter sowie einen 4-Liter-Schmutzwassertank.
Dadurch kann der Matrix10 Pro mehrere Reinigungsvorgänge durchführen, ohne dass ständig Wasser nachgefüllt werden muss.
Wenn der Roboter seine Mopps während der Reinigung zwischendurch auswäscht, wird entsprechend häufiger Wasser benötigt. Dennoch sind die Tanks ausreichend groß dimensioniert.
Wer die Automatisierung noch weiter treiben möchte, kann zusätzlich ein Wasseranschluss-Kit erwerben. Damit lassen sich bei passenden räumlichen Voraussetzungen Frischwasserzufuhr und Abwasserentsorgung automatisieren.
Die Dreame-App bietet sehr viele Möglichkeiten
Die Dreame-App hat sich während unseres Tests als umfangreiche Steuerzentrale erwiesen.
Räume können einzeln ausgewählt, Reinigungsreihenfolgen festgelegt und Zeitpläne erstellt werden. Ebenso lassen sich Sperrzonen einrichten und bestimmte Bereiche gezielt reinigen.
Auch Saugleistung und Wischintensität können entsprechend angepasst werden.
Besonders gut gefällt uns jedoch, dass man trotz der vielen Möglichkeiten nicht gezwungen ist, ständig Einstellungen vorzunehmen.
Wer möchte, kann einmal alles detailliert konfigurieren. Wer dagegen möglichst wenig mit dem Roboter zu tun haben möchte, lässt die intelligenten Funktionen einen großen Teil davon automatisch erledigen.
CleanGenius nimmt einem viele Entscheidungen ab
Dreame setzt beim Matrix10 Pro auf seine intelligenten CleanGenius-Funktionen.
Dabei analysiert der Roboter den jeweiligen Bereich und passt die Reinigung entsprechend an.
Stärker verschmutzte Stellen können intensiver beziehungsweise erneut gereinigt werden.
Im Alltag haben wir schnell dazu tendiert, den Matrix10 Pro einfach selbst machen zu lassen.
Natürlich ist es schön, sämtliche Parameter manuell anpassen zu können. Der eigentliche Luxus eines solchen Gerätes besteht für uns aber darin, möglichst wenig darüber nachdenken zu müssen.
Und genau hier spielt der Matrix10 Pro seine Stärken aus.

Der 6.400-mAh-Akku bietet genügend Reserven
Der integrierte Akku besitzt eine Kapazität von 6.400 mAh.
Damit ist der Matrix10 Pro auch für größere Wohnflächen gut gerüstet.
Wie lange eine Akkuladung hält, hängt stark von der gewählten Saugleistung, der Bodenart und den aktivierten Reinigungsfunktionen ab.
Für uns war im Alltag allerdings viel wichtiger, dass wir uns um den Akku praktisch überhaupt nicht kümmern mussten.
Wird eine größere Reinigung durchgeführt und der Akkustand reicht einmal nicht aus, kehrt der Matrix10 Pro selbstständig zu seiner Station zurück.
Im Alltag wird der Matrix10 Pro schnell selbstverständlich
Das größte Kompliment, das wir einem Saugroboter machen können, ist eigentlich, dass man nach kurzer Zeit kaum noch über ihn nachdenkt.
Genau dieses Gefühl hatten wir beim Dreame Matrix10 Pro.
Nach der Einrichtung kümmert er sich weitgehend selbstständig um die Bodenreinigung. Er saugt, wählt die benötigten Mopps, wechselt sie selbstständig, dosiert Reinigungsmittel, reinigt die Böden, kehrt zur Station zurück, entleert seinen Staubbehälter, wäscht seine Mopps und trocknet sie anschließend.
Unsere Aufgabe beschränkt sich im Wesentlichen darauf, gelegentlich Frischwasser aufzufüllen, Schmutzwasser zu entleeren und irgendwann den Staubbeutel zu wechseln.
Das ist ein Automatisierungsgrad, der vor wenigen Jahren bei einem Saugroboter kaum vorstellbar gewesen wäre.
Für Haushalte mit Haustieren eine interessante Lösung
Auch für Haushalte mit Hund oder Katze bietet der Matrix10 Pro einige interessante Funktionen.
Die HyperStream DuoBrush kommt sehr gut mit Haaren zurecht, die hohe Saugleistung besitzt genügend Reserven für Teppiche und Hartböden und zusätzlich steht sogar eine separate Reinigungslösung gegen Tiergerüche zur Verfügung.
Gerade wenn täglich Tierhaare auf dem Boden landen, spielt die automatische Entleerung ihre Vorteile aus.
Auch die Möglichkeit, verschiedene Räume mit unterschiedlichen Mopps zu reinigen, passt gut zu einem Haushalt, in dem die Anforderungen an die Bodenpflege von Raum zu Raum variieren.
Schlusswort
Der Dreame Matrix10 Pro hat bei uns einen sehr starken Gesamteindruck hinterlassen.
Besonders begeistert hat uns das automatische Multi-Mopp-Wechselsystem. Drei unterschiedliche Wischpad-Arten für verschiedene Räume bereitzuhalten und diese vollständig automatisch wechseln zu können, ist nicht nur technisch interessant, sondern im Alltag tatsächlich sinnvoll.
Hinzu kommen die drei separaten Reinigungsmittel-Fächer, wodurch Dreame das Konzept noch konsequenter umsetzt.
Auch bei den klassischen Kernaufgaben eines Saugroboters überzeugt uns der Matrix10 Pro. Die Saugleistung von bis zu 30.000 Pa bietet enorme Reserven, die HyperStream Detangling DuoBrush reduziert lästige Haarverwicklungen und die ausfahrbaren Reinigungselemente sorgen für eine sehr gute Kantenabdeckung.
Die Navigation arbeitete während unseres Tests zuverlässig und die umfangreiche Hinderniserkennung sorgt dafür, dass wir die Wohnung vor einer Reinigung nicht erst komplett vorbereiten mussten.
Sehr gut gefällt uns außerdem die Art, wie der Matrix10 Pro mit Teppichen umgeht. Dass die Mopps nicht nur angehoben, sondern bei Bedarf vollständig in der Station zurückgelassen werden können, ist eine saubere und durchdachte Lösung.
Die umfangreiche Basisstation rundet das Gesamtpaket ab. Staubentleerung, Wasserversorgung, automatische Dosierung der Reinigungslösung, Moppwäsche mit bis zu 100 °C heißem Wasser und anschließende Heißlufttrocknung nehmen einem einen Großteil der Arbeit ab.
Natürlich bewegt sich ein derart umfangreich ausgestatteter Saugroboter preislich in einer entsprechenden Klasse. Dafür erhält man allerdings auch ein sehr umfassendes Reinigungssystem, das deutlich mehr übernimmt als einfach nur selbstständig durch die Wohnung zu fahren.
Der Markt für Premium-Saugroboter entwickelt sich derzeit enorm schnell und auch andere Hersteller bieten inzwischen ausgesprochen leistungsfähige Lösungen an. Umso wichtiger ist es, dass ein neues Modell eigene Ideen mitbringt.
Genau das schafft der Matrix10 Pro mit seinem automatischen Moppwechsel.
Nach unserem Test können wir sagen: Der Dreame Matrix10 Pro ist ein technisch sehr umfangreicher, leistungsstarker und vor allem außergewöhnlich komfortabler Saug-Wischroboter. Besonders Nutzer, die möglichst viel ihrer regelmäßigen Bodenpflege automatisieren möchten, bekommen hier ein überzeugendes Gesamtpaket.
Im Alltag hat uns vor allem gefallen, wie wenig wir uns nach der Einrichtung noch mit dem eigentlichen Reinigungsvorgang beschäftigen mussten. Starten, reinigen, Mopps wechseln, Staub entleeren, Mopps waschen und trocknen – nahezu der komplette Ablauf findet automatisch statt.
Und genau darin liegt für uns die größte Stärke des Dreame Matrix10 Pro: Er besitzt nicht einfach nur viele Funktionen auf dem Datenblatt, sondern verbindet diese zu einem Reinigungssystem, das im Alltag tatsächlich komfortabel funktioniert.


