Saugroboter haben sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt. Während frühere Modelle hauptsächlich Staub und Krümel einsammelten und das Wischen eher als nette Zusatzfunktion verstanden, übernehmen aktuelle Premiumgeräte inzwischen einen großen Teil der regelmäßigen Bodenpflege nahezu selbstständig. Mit dem Roborock Saros 20 Flow Complete geht Roborock jetzt noch einen Schritt weiter. Im Mittelpunkt steht dabei nicht ausschließlich eine nochmals gesteigerte Saugleistung, sondern vor allem ein grundlegend weiterentwickeltes Wischsystem.
Der Saros 20 Flow Complete kombiniert eine maximale Saugleistung von 36.000 Pa, ein selbstreinigendes Walzenmopp-System, eine vollautomatische Dockingstation, KI-gestützte Hinderniserkennung und eine ausgesprochen hohe Mobilität. Gleichzeitig bleibt der Roboter mit lediglich 8,98 Zentimetern Höhe erfreulich flach. Das Gesamtpaket richtet sich entsprechend an Nutzer, die möglichst wenig selbst mit Staubsauger und Wischmopp hantieren möchten.
Mit einem Preis von rund 1.299 Euro zum Zeitpunkt unseres Reviews gehört der Roborock Saros 20 Flow Complete eindeutig zur Oberklasse. Dafür fällt die Ausstattung allerdings auch entsprechend umfangreich aus. Roborock versucht hier nicht einfach nur einen weiteren leistungsstarken Saugroboter auf den Markt zu bringen, sondern möglichst viele typische Schwachstellen dieser Geräteklasse gleichzeitig zu beseitigen.

Hochwertiges und angenehm flaches Design
Beim Design bleibt Roborock der inzwischen etablierten Form moderner Saugroboter grundsätzlich treu. Der Saros 20 Flow Complete wirkt elegant, hochwertig und angenehm zurückhaltend. Besonders interessant ist allerdings seine geringe Bauhöhe.
Der Roboter misst 352 × 353 × 89,8 Millimeter und ist damit weniger als neun Zentimeter hoch. Genau das kann im Alltag einen erheblichen Unterschied machen. Unter Sofas, Sideboards, Betten und anderen Möbelstücken bleiben häufig Bereiche zurück, die von höheren Saugrobotern schlicht nicht erreicht werden.
Roborock löst dieses Problem mit dem RetractSense-Navigationssystem. Der LiDAR-Sensor bleibt in frei zugänglichen Bereichen ausgefahren und ermöglicht dort die gewohnte Rundumerfassung. Sobald der Roboter unter niedrige Möbel fährt, kann das System eingefahren werden. Für die Orientierung in diesen Bereichen stehen weitere Sensoren zur Verfügung.
Dadurch müssen wir uns nicht zwischen zuverlässiger Lasernavigation und einem besonders flachen Gehäuse entscheiden. Gerade diese Kombination gefällt uns ausgesprochen gut, weil sie im Alltag einen echten praktischen Vorteil bietet.
Der Roboter selbst bringt rund 5,2 Kilogramm auf die Waage. Zusammen mit Dockingstation und Zubehör bewegt sich das komplette System naturgemäß in einer deutlich höheren Gewichtsklasse. Die Station misst ungefähr 381 × 454 × 451 Millimeter und benötigt entsprechend einen festen Platz. Angesichts ihrer umfangreichen Funktionen bleibt sie jedoch noch in einem vernünftigen Rahmen.
36.000 Pa sorgen für enorme Saugleistung
Bei einem modernen Saugroboter spielt die klassische Saugleistung selbstverständlich weiterhin eine wichtige Rolle. Der Saros 20 Flow Complete arbeitet mit einem leistungsstarken HyperForce-System und erreicht eine maximale Saugleistung von beeindruckenden 36.000 Pa.
Damit besitzt das Modell mehr als genügend Reserven für den normalen täglichen Schmutz. Staub, Krümel, Katzenstreu, Tierhaare oder gröbere Partikel stellen für ein Gerät dieser Leistungsklasse grundsätzlich keine besondere Herausforderung dar.
Interessant ist dabei nicht ausschließlich der beeindruckende Spitzenwert. Gute Reinigung entsteht schließlich aus dem Zusammenspiel von Motor, Bürstenkonstruktion, Navigation und der Fähigkeit des Roboters, unterschiedliche Bodenarten sinnvoll zu behandeln.
Gerade auf Teppichen kann der Saros 20 Flow Complete seine Leistungsreserven nutzen und die Saugleistung entsprechend erhöhen. Über die App lässt sich außerdem festlegen, wie einzelne Teppiche behandelt werden sollen. Teppiche können intensiver gereinigt oder bei Bedarf vollständig vermieden werden.
Gleichzeitig kann der Wischmopp angehoben werden, damit Textilflächen möglichst trocken bleiben. Diese automatische Anpassung gehört inzwischen zu den wichtigsten Eigenschaften eines hochwertigen Kombigeräts aus Saug- und Wischroboter.
Dual Anti-Tangle System gegen Haare
Haare gehören zu den klassischen Problemen vieler Saugroboter. Besonders in Haushalten mit langhaarigen Personen oder Haustieren wickeln sie sich gerne um Haupt- und Seitenbürsten. Danach bleibt häufig nur die manuelle Entfernung.
Roborock setzt beim Saros 20 Flow Complete deshalb auf ein Dual Anti-Tangle System. Dazu gehören unter anderem die DuoDivide-Hauptbürste sowie eine entsprechend konstruierte Seitenbürste.
Das Prinzip ist sinnvoll: Haare sollen möglichst direkt in Richtung Ansaugkanal geführt werden, anstatt sich dauerhaft um die Bürstenachse zu wickeln. Das reduziert nicht nur den Wartungsaufwand, sondern hilft außerdem dabei, die Reinigungsleistung langfristig konstant zu halten.
Gerade für Haushalte mit Hund oder Katze ist diese Konstruktion aus unserer Sicht wesentlich wichtiger als irgendein spektakulärer Leistungswert auf dem Datenblatt. Ein Saugroboter soll schließlich Arbeit abnehmen – und nicht dafür sorgen, dass mehrmals pro Woche Haare mit einer Schere aus der Hauptbürste entfernt werden müssen.
SpiraFlow 2.0 ist das eigentliche Highlight
Die wichtigste Neuerung des Saros 20 Flow Complete steckt allerdings auf der Unterseite. Mit SpiraFlow 2.0 setzt Roborock auf einen Walzenmopp, der kontinuierlich mit frischem Wasser versorgt und gleichzeitig gereinigt wird.
Das unterscheidet sich deutlich von klassischen Wischsystemen. Bei einfachen Saugrobotern wird lediglich ein angefeuchtetes Wischtuch über den Boden gezogen. Das funktioniert bei leichtem Staub durchaus ordentlich, stößt bei stärkerer Verschmutzung allerdings schnell an Grenzen.
Auch rotierende Mopppads haben die Wischleistung moderner Saugroboter bereits erheblich verbessert. Das grundsätzliche Problem bleibt jedoch bestehen: Der aufgenommene Schmutz befindet sich irgendwann im Mopp und kann zumindest teilweise weiter über den Boden transportiert werden.
Genau hier setzt SpiraFlow 2.0 an.
Der Walzenmopp wird während der Reinigung kontinuierlich mit frischem Wasser versorgt. Insgesamt kommen 16 unter Druck stehende Frischwasserdüsen zum Einsatz. Gleichzeitig rotiert die Walze mit bis zu 240 Umdrehungen pro Minute.
Hinzu kommt ein hoher Anpressdruck von bis zu 15 Newton. Dadurch wird der Boden nicht einfach nur leicht feucht abgewischt, sondern deutlich intensiver mechanisch bearbeitet.
Aus unserer Sicht ist genau dieses System einer der spannendsten Punkte des gesamten Saros 20 Flow Complete. Roborock konzentriert sich hier nicht nur darauf, irgendeine zusätzliche Wischfunktion anbieten zu können, sondern versucht das eigentliche Problem verschmutzter Mopps konsequent anzugehen.

Sauberes und schmutziges Wasser werden getrennt
Noch wichtiger ist die Trennung von sauberem und schmutzigem Wasser. Das aufgenommene Schmutzwasser wird abgeführt, während die Walze kontinuierlich mit sauberem Wasser versorgt wird.
Das klingt zunächst nach einem kleinen technischen Detail, ist aus unserer Sicht aber einer der wichtigsten Fortschritte moderner Wischroboter. Wer seinen Boden manuell wischt, würde schließlich ebenfalls nicht dauerhaft mit völlig verschmutztem Wasser weiterarbeiten.
Der Saros 20 Flow Complete kann seine Reinigungsstrategie außerdem abhängig von Bodenart und Verschmutzung anpassen.
Bei Flüssigkeiten kann beispielsweise stärker auf die Wischfunktion gesetzt werden, während bei trockenem Schmutz wie Katzenstreu oder Kaffeepulver die Saugleistung eine wesentlich wichtigere Rolle spielt.
Genau diese intelligenten Anpassungen sorgen dafür, dass der Roboter nicht einfach starr immer dasselbe Reinigungsprogramm abarbeitet.
Teppiche bleiben möglichst trocken
Ein leistungsfähiges Wischsystem bringt wenig, wenn anschließend jeder Teppich nass ist. Deshalb kann der Saros 20 Flow Complete seinen Walzenmopp um bis zu 15 Millimeter anheben.
Darüber hinaus verfügt das System über eine Abschirmung für den Walzenbereich. Dadurch sollen Wasser und Teppich möglichst zuverlässig voneinander getrennt werden.
In Verbindung mit der automatischen Teppicherkennung entsteht damit ein ausgesprochen flexibles Reinigungssystem. Räume mit Fliesen, Laminat, Parkett und einzelnen Teppichen müssen nicht mehr zwingend in getrennten Reinigungsvorgängen behandelt werden.
Über die App lässt sich zusätzlich definieren, wie mit bestimmten Teppichen umgegangen werden soll. Das ist insbesondere bei hochflorigen oder besonders empfindlichen Teppichen sinnvoll.
Endlich näher an Kanten und Ecken
Ecken und Fußleisten gehören traditionell zu den Schwächen runder Saugroboter. Roborock versucht dieses Problem beim Saros 20 Flow Complete gleich von mehreren Seiten anzugehen.
Die Seitenbürste kann ihre Position entsprechend anpassen und dadurch weiter in Ecken gelangen. Auch die Wischwalze besitzt eine ausfahrbare Funktion.
Die Walze kann dabei um bis zu 44 Millimeter ausgefahren werden und dadurch wesentlich näher entlang von Kanten arbeiten. Der Abstand zum Rand kann auf weniger als einen Zentimeter reduziert werden.
Das klingt zunächst unspektakulär, macht im täglichen Betrieb aber einen wichtigen Unterschied. Gerade entlang von Küchenzeilen, Sockelleisten oder Möbeln sind es häufig genau diese letzten Zentimeter, die von einem normalen Saugroboter nicht richtig gereinigt werden.
Damit reduziert sich einer der Bereiche, in denen normalerweise regelmäßig von Hand nachgearbeitet werden muss.
Beeindruckende Schwellenüberwindung
Ein weiteres technisches Highlight ist AdaptiLift Traverse 3.0. Das System ermöglicht es dem Roboter, sein Fahrwerk beziehungsweise den entsprechenden Klettermechanismus aktiv einzusetzen.
Bei geeigneten zweistufigen Schwellen können insgesamt bis zu 8,8 Zentimeter überwunden werden. Dieser Wert setzt sich aus zwei aufeinanderfolgenden Höhen zusammen und bedeutet natürlich nicht, dass der Roboter eine senkrechte, knapp neun Zentimeter hohe Stufe einfach hochfährt.
Trotzdem zeigt die Konstruktion deutlich, in welche Richtung sich Premium-Saugroboter entwickeln.
Türschienen und höhere Übergänge gehören noch immer zu den häufigsten Gründen, warum Geräte einzelne Räume nicht erreichen. Besonders in älteren Wohnungen oder Häusern können bereits relativ kleine Höhenunterschiede dafür sorgen, dass ein Roboter einen kompletten Raum auslassen muss.
Eine aktive Anpassung des Fahrwerks kann hier einen erheblichen Vorteil bringen.

Reactive AI erkennt mehr als nur Möbel
Für die Navigation kombiniert der Saros 20 Flow Complete verschiedene Sensoren, Kameratechnik und Lasernavigation.
Die Reactive-AI-Hinderniserkennung kann mehr als 300 unterschiedliche Arten von Hindernissen unterscheiden.
Das Ziel besteht nicht nur darin, große Möbelstücke zu erkennen. Für den Alltag sind vor allem kleine Gegenstände entscheidend: herumliegende Kabel, Schuhe, Spielzeug und andere Objekte auf dem Boden.
Genau solche Dinge machen einem Saugroboter im täglichen Betrieb häufig wesentlich mehr Probleme als ein Sofa oder ein Esstisch.
Gleichzeitig können problematische Bereiche erkannt und entsprechende Sperrzonen vorgeschlagen werden.
Die Navigation gehört ohnehin seit Jahren zu den Stärken der Roborock-Plattform. Beim Saros 20 Flow Complete wird diese Basis sinnvoll um zusätzliche Sensorik und das flexible LiDAR-System erweitert.
Interessante Funktionen für Haustierbesitzer
Auch Haushalte mit Haustieren bekommen mehrere interessante Zusatzfunktionen.
Nähert sich der Roboter einem Haustier, kann sein Verhalten entsprechend angepasst werden. Die Route kann verändert und unnötiger Kontakt mit dem Tier vermieden werden.
Auf Wunsch lassen sich während der Reinigung sogar Bilder von Haustieren erstellen. Ihre Position kann innerhalb der Karte angezeigt werden und über die Kamera besteht die Möglichkeit, auch von unterwegs nach dem Rechten zu sehen.
Zusätzlich lässt sich der Saros 20 Flow Complete aus der Ferne bewegen und damit beispielsweise für einen kurzen Blick in die Wohnung einsetzen.
Wer diese Funktionen nicht benötigt, muss sie selbstverständlich nicht verwenden. In Haushalten mit Hund oder Katze können sie jedoch einen echten Mehrwert darstellen.
Gerade die Kombination aus guter Hinderniserkennung, Anti-Tangle-Bürsten und hoher Saugleistung macht den Saros 20 Flow Complete grundsätzlich zu einem sehr interessanten Gerät für Tierbesitzer.
RockDock übernimmt einen Großteil der Wartung
Ein Premium-Saugroboter steht und fällt inzwischen mit seiner Dockingstation. Und das neue RockDock übernimmt beim Saros 20 Flow Complete einen großen Teil der regelmäßig anfallenden Arbeit.
Die Wischwalze kann mit bis zu 100 Grad Celsius heißem Wasser gereinigt werden. Anschließend erfolgt die Trocknung mit 63 Grad Celsius warmer Luft.
Dadurch soll die Walze schneller trocknen und die Entstehung unangenehmer Gerüche reduziert werden.
Auch die Reinigungslösung muss nicht bei jedem Reinigungsvorgang manuell dosiert werden. Dafür besitzt die Station einen automatischen Dosierer.
Während der Moppwäsche wird außerdem berücksichtigt, wie stark die Walze verschmutzt ist. Bei höherer Verschmutzung kann die Reinigung entsprechend angepasst werden.
Bei besonders problematischen Bereichen kann der Roboter anschließend sogar noch einmal zur entsprechenden Stelle zurückkehren.
Genau diese Automatisierung macht für uns letztlich den Unterschied zwischen einem normalen Saugroboter und einem echten Haushaltshelfer aus. Je weniger wir nach jeder Reinigung selbst reinigen, ausspülen und vorbereiten müssen, desto größer ist auch der tatsächliche Nutzen eines solchen Systems.
Automatische Staubentleerung für bis zu 65 Tage
Natürlich wird auch der aufgesaugte Staub automatisch entleert.
Der Inhalt des Roboterbehälters landet in einem größeren Staubbeutel innerhalb der Dockingstation. Abhängig von Haushalt und Schmutzmenge kann dadurch ein Zeitraum von bis zu 65 Tagen erreicht werden, bevor der Staubbeutel gewechselt werden muss.
Das bedeutet natürlich nicht, dass wirklich jeder Haushalt fast zwei Monate lang keinerlei Arbeit mit der Station hat. Wer beispielsweise mehrere Haustiere besitzt oder besonders viel Schmutz in die Wohnung trägt, wird den Beutel entsprechend früher wechseln müssen.
Im Complete-Paket befinden sich bereits sieben Staubbeutel, zwei Filter, zwei Paar Seitenbürsten, Reinigungslösung und ein zusätzlicher Walzenmopp.
Damit fällt der Lieferumfang erfreulich umfangreich aus und wir müssen nicht unmittelbar nach dem Kauf zusätzliches Verbrauchsmaterial bestellen.
6.400-mAh-Akku für größere Wohnflächen
Der integrierte Akku besitzt eine Kapazität von 6.400 mAh.
Damit ist der Saros 20 Flow Complete auch für größere Wohnungen beziehungsweise Wohnflächen ausgelegt. Unter optimalen Bedingungen können bis zu rund 200 Quadratmeter abgedeckt werden, wobei die tatsächlich erreichbare Fläche natürlich von Saugleistung, Wischintensität, Raumaufteilung und Hindernissen abhängt.
Eine vollständige Ladung benötigt ungefähr 150 Minuten.
Besonders sinnvoll finden wir das intelligente Zwischenladen. Muss der Roboter während einer größeren Reinigung zurück zur Station, muss er nicht zwingend erst vollständig auf 100 Prozent geladen werden.
Stattdessen kann das System berücksichtigen, wie viel Fläche noch gereinigt werden muss, ausreichend Energie aufnehmen und anschließend seine Arbeit fortsetzen.
Das spart Zeit und verhindert unnötig lange Unterbrechungen.

Roborock-App bleibt ein großer Pluspunkt
Zur umfangreichen Hardware gehört eine ebenso umfangreiche Software.
Über die Roborock-App lassen sich Karten verwalten, Räume einzeln konfigurieren, Sperrzonen erstellen und unterschiedliche Reinigungsparameter festlegen.
Saugstärke, Wasserfluss, Teppichverhalten und Reinigungsreihenfolge können individuell angepasst werden. Wer nicht jede Einstellung selbst festlegen möchte, kann auf SmartPlan 3.0 zurückgreifen.
SmartPlan passt die Reinigungsstrategie an Raumtypen, Verschmutzung und das bisherige Reinigungsverhalten an.
Dazu können beispielsweise eine höhere Saugleistung in bestimmten Bereichen oder zusätzliche Reinigungsvorgänge gehören.
Ebenfalls praktisch ist die Möglichkeit, zuvor blockierte Stellen später erneut anzufahren. Befand sich während der ersten Reinigung beispielsweise eine Person, ein Haustier oder ein anderer Gegenstand an einer Stelle, kann der Roboter diesen Bereich später noch einmal berücksichtigen.
Gerade bei einem Gerät mit derart vielen Funktionen ist eine gute App besonders wichtig. Denn die beste Hardware bringt wenig, wenn sich die einzelnen Möglichkeiten nur kompliziert konfigurieren lassen.
„Hello Rocky“, Matter, Alexa, Siri und Google Home
Auch bei der Smart-Home-Integration zeigt sich der Saros 20 Flow Complete zeitgemäß.
Der integrierte Sprachassistent lässt sich mit „Hello Rocky“ aktivieren. Dadurch können verschiedene Funktionen des Roboters direkt per Sprache gesteuert werden.
Darüber hinaus unterstützt der Saros 20 Flow Complete Matter und lässt sich in bestehende Smart-Home-Umgebungen integrieren.
Auch die Verbindung mit Amazon Alexa, Siri und Google Home erweitert die Möglichkeiten.
Gerade Matter ist dabei langfristig interessant, weil Geräte unterschiedlicher Hersteller innerhalb eines gemeinsamen Smart-Home-Systems einfacher zusammenarbeiten können.
Kleine Schwächen? Vor allem der Preis
Bei einem Premiumgerät dieser Klasse müssen wir natürlich auch über den Preis sprechen.
Mit rund 1.299 Euro ist der Saros 20 Flow Complete kein günstiger Saugroboter. Wer lediglich zweimal pro Woche ein paar Krümel vom Küchenboden entfernen möchte, benötigt ein derart umfangreiches System vermutlich nicht.
Der hohe Preis relativiert sich allerdings zumindest teilweise, wenn wir betrachten, welche Aufgaben das Gerät übernimmt.
Staubsaugen, feuchtes Wischen, Reinigung der Walze, Trocknung, Staubentleerung, Wassermanagement und Reinigungsmitteldosierung laufen zu einem großen Teil automatisiert.
Hinzu kommen die außergewöhnlich hohe Saugleistung, das flache Gehäuse, die umfangreiche Hinderniserkennung und das adaptive Fahrwerk.
Die Dockingstation benötigt naturgemäß ebenfalls ihren Platz. Wer nur wenig Stellfläche zur Verfügung hat, sollte das vor dem Kauf berücksichtigen.
Und trotz aller Automatisierung bleiben natürlich einige Aufgaben bestehen. Der Schmutzwassertank muss geleert und gereinigt werden, Frischwasser wird benötigt und Verbrauchsmaterialien müssen irgendwann ersetzt werden.
Vollständig wartungsfrei ist also auch ein Premium-Saugroboter dieser Klasse noch nicht.
Schlusswort
Mit dem Roborock Saros 20 Flow Complete bekommen wir einen Saugroboter, bei dem vor allem das neue Wischkonzept überzeugt.
Die 36.000 Pa Saugleistung wirken bereits auf dem Datenblatt spektakulär, sind aber nur ein Teil des Gesamtpakets. Wesentlich interessanter finden wir SpiraFlow 2.0.
Eine kontinuierlich gereinigte Walze mit Frischwasserzufuhr, Druckdüsen, hohem Anpressdruck und klarer Trennung zwischen sauberem und verschmutztem Wasser ist genau die Richtung, in die sich automatische Bodenreinigung aus unserer Sicht entwickeln sollte.
Dazu kommt eine Dockingstation, die die Walze mit bis zu 100 Grad Celsius heißem Wasser reinigt, anschließend mit 63 Grad warmer Luft trocknet, Reinigungslösung automatisch dosiert und den Staubbehälter des Roboters selbstständig entleert.
Doch Roborock hat nicht nur das Wischen verbessert.
Mit AdaptiLift Traverse 3.0, dem einziehbaren LiDAR-System, Reactive AI, einer Bauhöhe von lediglich 8,98 Zentimetern und der verbesserten Kantenreinigung wurden zahlreiche Punkte angegangen, die im Alltag mindestens genauso wichtig sind wie reine Leistungswerte.
Sehr gut gefällt uns außerdem, dass Roborock seine Software nicht vernachlässigt. Umfangreiche Kartenfunktionen, SmartPlan 3.0, individuelle Teppicheinstellungen, Haustierfunktionen, Sprachsteuerung und Matter-Unterstützung runden das Gesamtpaket sinnvoll ab.
Natürlich bewegt sich der Saros 20 Flow Complete preislich eindeutig im Premiumsegment. Wer bereit ist, für möglichst viel Automatisierung und eine technisch besonders aufwendige Wischfunktion entsprechend zu investieren, bekommt dafür allerdings auch einen außergewöhnlich umfangreich ausgestatteten Haushaltsroboter.


