Der Markt für Saug- und Wischroboter entwickelt sich kontinuierlich weiter. Während vor einigen Jahren bereits eine automatische Staubentleerung als besonders fortschrittlich galt, übernehmen moderne Geräte inzwischen nahezu die gesamte Bodenpflege selbstständig. Roborock gehört seit Langem zu den führenden Anbietern in diesem Bereich und präsentiert mit dem Roborock Saros 20 Neo einen außergewöhnlich leistungsfähigen Saug- und Wischroboter, der mit intelligenter Navigation, beeindruckender Saugkraft und einer umfangreich ausgestatteten Reinigungsstation überzeugen möchte.
Mit einer maximalen Saugleistung von 36.000 Pascal, dem innovativen AdaptiLift Chassis 3.0, zwei rotierenden Wischmopps und einer Dockingstation mit bis zu 100 °C heißer Moppwäsche bringt der Saros 20 Neo zahlreiche Technologien mit, die den Reinigungsalltag erheblich vereinfachen können.
Besonders interessant finden wir die Kombination aus einer ausgesprochen flachen Bauweise, einer intelligenten Hinderniserkennung und der Fähigkeit, selbst vergleichsweise hohe Türschwellen zu überwinden. Hinzu kommt ein durchdachtes Bürstensystem, das insbesondere Haushalten mit Haustieren und langen Haaren entgegenkommt.
Doch was macht den Roborock Saros 20 Neo so besonders, welche Vorteile bietet er gegenüber einfacheren Saugrobotern und für wen lohnt sich die Anschaffung? Wir haben uns die Ausstattung, die technischen Möglichkeiten und das Reinigungskonzept genauer angesehen.

Modernes Design mit erstaunlich flacher Bauweise
Bereits beim Design zeigt sich, dass Roborock beim Saros 20 Neo großen Wert auf eine Kombination aus Funktionalität und moderner Optik gelegt hat. Der Roboter besitzt eine klassische, runde Grundform und ist in Schwarz sowie Weiß erhältlich. Seine klaren Linien, die dezente Gestaltung und die hochwertige Anmutung sorgen dafür, dass er sich problemlos in unterschiedliche Wohnumgebungen integrieren lässt.
Besonders beeindruckend fällt die geringe Bauhöhe von lediglich 79,8 Millimetern aus. Damit gehört der Saros 20 Neo zu den ausgesprochen flachen Modellen seiner Leistungsklasse.
Eine geringe Bauhöhe ist im Alltag wesentlich wichtiger, als man zunächst vermuten könnte. Unter Sofas, Betten, Sideboards und anderen Möbelstücken sammeln sich häufig Staub, Tierhaare und Schmutzpartikel, die beim manuellen Reinigen nur schwer erreichbar sind.
Hier spielt der Saros 20 Neo seine konstruktiven Vorteile aus. Dank seines einfahrbaren Navigationssystems kann er sogar Bereiche mit einer Durchfahrtshöhe von ungefähr 7,95 Zentimetern erreichen. Ob dies tatsächlich gelingt, hängt von der jeweiligen Möbelform und den vorhandenen Freiräumen ab.
Mit Abmessungen von 352 × 350 × 79,8 Millimetern bleibt der Roboter angenehm kompakt. Das Gewicht von rund 4,96 Kilogramm unterstreicht zugleich, wie viel Technik im flachen Gehäuse untergebracht wurde.
Auch die dazugehörige Dockingstation präsentiert sich modern. Mit 402 × 494 × 450 Millimetern benötigt sie zwar ausreichend Stellfläche, bietet dafür jedoch eine Vielzahl automatisierter Reinigungs- und Wartungsfunktionen.
36.000 Pascal: Eine beeindruckende Saugleistung
Eines der herausragenden Merkmale des Roborock Saros 20 Neo ist zweifellos seine enorme Saugleistung.
Mit maximal 36.000 Pascal bietet der integrierte HyperForce-Motor ein beeindruckendes Leistungsniveau. Damit besitzt der Roboter erhebliche Reserven für unterschiedlichste Verschmutzungen.
Ob feiner Hausstaub, Brotkrümel in der Küche, Sand im Eingangsbereich oder Tierhaare auf Teppichen: Die hohe Saugkraft schafft hervorragende Voraussetzungen für eine gründliche Reinigung.
Besonders auf Teppichböden spielt eine kräftige Saugleistung eine wichtige Rolle. Schmutzpartikel setzen sich häufig tief zwischen den Fasern fest und lassen sich mit schwächeren Geräten nur eingeschränkt entfernen.
Der Saros 20 Neo kombiniert seine Saugleistung mit einer intelligenten Teppicherkennung. Sobald ein Teppich erkannt wird, kann die Reinigungsstrategie entsprechend angepasst und die Saugleistung automatisch erhöht werden.
Dabei muss der Roboter nicht permanent mit maximaler Leistung arbeiten. Für weniger verschmutzte Hartböden reichen niedrigere Leistungsstufen häufig vollkommen aus. Das kann die Geräuschentwicklung reduzieren und die Akkulaufzeit verlängern.
Wichtig ist allerdings, dass eine hohe Pascal-Angabe allein noch keine vollständige Aussage über die tatsächliche Reinigungsleistung erlaubt. Auch Bürstenkonstruktion, Luftführung, Untergrund und Fahrstrategie spielen eine entscheidende Rolle.
Gerade deshalb gefällt uns das Zusammenspiel aus leistungsstarkem Motor, ausgeklügeltem Bürstensystem und intelligenter Software besonders gut.
DuoDivide und FlexiArm: Schluss mit verhedderten Haaren
Wer einen Haushalt mit Haustieren führt oder selbst lange Haare hat, kennt das Problem: Haare wickeln sich um die Hauptbürste eines Saugroboters und müssen anschließend mühsam entfernt werden.
Roborock begegnet dieser Herausforderung beim Saros 20 Neo mit seinem Dual Zero-Tangle-System.
Herzstück ist die sogenannte DuoDivide-Hauptbürste. Ihre Konstruktion ist darauf ausgelegt, Haare zur Saugöffnung zu führen und dabei das Verwicklungsrisiko deutlich zu reduzieren.
Unterstützt wird sie von der FlexiArm Arc-Seitenbürste, die ebenfalls speziell für den Umgang mit Haaren entwickelt wurde.
Das Ergebnis ist ein Reinigungssystem, das den manuellen Wartungsaufwand erheblich verringern soll. Gerade bei regelmäßiger Nutzung ist das ein großer Komfortgewinn.
Die Hauptbürste ist außerdem schwimmend gelagert, anhebbar und für Wartungsarbeiten abnehmbar. Dadurch kann sie sich an unterschiedliche Bodenverhältnisse anpassen.
Besonders praktisch finden wir die ausfahrbare Seitenbürste. Sie erreicht auch Bereiche entlang von Wänden, in Ecken und an Möbelkanten, die für gewöhnliche Saugroboter eine Herausforderung darstellen.
Damit konzentriert sich der Saros 20 Neo nicht ausschließlich auf große, frei zugängliche Flächen, sondern berücksichtigt auch schwer erreichbare Randbereiche.
AdaptiLift Chassis 3.0: Wenn Türschwellen kein großes Hindernis mehr sind
Ein weiteres technisches Highlight ist das AdaptiLift Chassis 3.0.
Viele Saugroboter haben Schwierigkeiten mit höheren Türschwellen oder bestimmten Übergängen zwischen verschiedenen Bodenbelägen. Dadurch kann die automatische Reinigung in Wohnungen mit ungünstigen baulichen Voraussetzungen eingeschränkt werden.
Der Roborock Saros 20 Neo verfügt deshalb über ein anhebbares Fahrwerk mit speziellen Kletterarmen.
Mit dieser Konstruktion kann er einzelne Schwellen von bis zu 4,5 Zentimetern überwinden. Bei entsprechend aufgebauten Doppelschwellen sind sogar kombinierte Höhen von bis zu 8,8 Zentimetern möglich.
Dieser Wert bezieht sich allerdings auf zwei versetzte Schwellen mit bestimmten Abständen und bedeutet nicht, dass der Roboter eine einzelne, senkrechte Stufe von 8,8 Zentimetern erklimmen könnte.
Trotzdem handelt es sich um eine ausgesprochen beeindruckende Fähigkeit.
Insbesondere Altbauwohnungen, Häuser mit mehreren Bodenübergängen oder Räume mit erhöhten Türschienen können von dieser Technologie profitieren.
Das Fahrwerk bietet darüber hinaus Vorteile bei der Teppichreinigung. Der Roboter kann seine Position automatisch anpassen, um auch auf Teppichen mit einer Florhöhe von bis zu drei Zentimetern möglichst effizient zu arbeiten.
Wir sehen darin eine der interessantesten Innovationen des Saros 20 Neo. Schließlich ist eine hohe Saugleistung nur dann wirklich hilfreich, wenn der Roboter die entsprechenden Bereiche auch zuverlässig erreichen kann.

RetractSense: Intelligente Navigation mit einfahrbarem Laserturm
Eine präzise Navigation zählt zu den wichtigsten Eigenschaften eines modernen Saugroboters.
Beim Saros 20 Neo übernimmt diese Aufgabe das RetractSense-Navigationssystem.
Die Besonderheit besteht darin, dass der LiDAR-Laserturm nicht dauerhaft über das Gehäuse hinausragt, sondern je nach Umgebung ein- beziehungsweise ausgefahren werden kann.
In offenen Bereichen nutzt der Roboter die erhöhte Position für eine umfassende 360-Grad-Erfassung seiner Umgebung. Dadurch kann er Räume vermessen, Hindernisse lokalisieren und effiziente Reinigungsrouten planen.
Sobald er unter niedrige Möbel fährt, wird der Navigationsaufbau automatisch eingefahren. Für die Orientierung in diesen Bereichen stehen weiterhin entsprechende Sensordaten zur Verfügung.
Dieses Konzept verbindet zwei Eigenschaften, die sich bei älteren Saugrobotern häufig gegenseitig ausgeschlossen haben: eine leistungsfähige Lasernavigation und eine besonders niedrige Bauhöhe.
Die erstellten Karten ermöglichen anschließend eine individuelle Raumaufteilung sowie eine gezielte Reinigung einzelner Zimmer oder Bereiche.
Auch die Speicherung mehrerer Etagen gehört zum Funktionsumfang.
Gerade in größeren Wohnungen und Häusern kann eine solche Navigation entscheidend dazu beitragen, dass möglichst wenige Bereiche ausgelassen werden und die Reinigung nicht unnötig lange dauert.
Reactive AI: Hinderniserkennung für einen entspannteren Alltag
Neben der eigentlichen Navigation ist auch die Erkennung kleiner Gegenstände entscheidend.
Denn im Alltag liegt nicht immer alles perfekt aufgeräumt auf seinem Platz. Ladekabel, Schuhe, Spielzeug oder Haustierzubehör können schnell zu Hindernissen werden.
Der Saros 20 Neo kombiniert deshalb strukturiertes Licht mit einer RGB-Kamera und einer KI-gestützten Objekterkennung.
Ergänzt wird das System durch die seitliche VertiBeam-Hinderniserkennung.
Die Technik ist darauf ausgelegt, mehr als 300 unterschiedliche Hindernisarten zu erkennen und die Fahrstrategie entsprechend anzupassen.
Dadurch kann der Roboter zahlreiche typische Gegenstände umfahren, ohne dass sie vor jeder Reinigung entfernt werden müssen.
Interessant ist außerdem die Fähigkeit, vorübergehend blockierte Bereiche später erneut anzufahren. Wird beispielsweise ein Reinigungsweg durch eine Person oder ein Haustier versperrt, kann der Roboter die Stelle zunächst auslassen und anschließend zurückkehren.
Auch Vorhänge lassen sich innerhalb der App entsprechend markieren. So kann der Roboter bestimmte Bereiche hinter weichen Raumtrennungen gezielter reinigen.
Ganz ohne Grenzen arbeitet allerdings auch eine moderne KI-Hinderniserkennung nicht. Sehr kleine, flache oder ungünstig positionierte Gegenstände können weiterhin problematisch sein.
Trotzdem bietet dieses System eine bemerkenswerte Grundlage für einen weitgehend selbstständigen Reinigungsalltag.
Zwei rotierende Wischmopps mit bis zu 14 Newton Anpressdruck
Während viele Saugroboter beim Staubsaugen bereits sehr gute Ergebnisse ermöglichen, stellt die Nassreinigung häufig eine größere Herausforderung dar.
Der Roborock Saros 20 Neo setzt hierfür auf zwei rotierende Wischmopps.
Diese drehen sich mit ungefähr 200 Umdrehungen pro Minute und erzeugen dabei einen Anpressdruck zwischen 8 und 14 Newton.
Durch die Kombination aus kontinuierlicher Rotation und mechanischem Druck lassen sich Verschmutzungen deutlich intensiver bearbeiten als mit einfachen, passiv mitgezogenen Wischtüchern.
Hinzu kommt die Unterstützung von Warmwasser beim Wischen.
Das erwärmte Wasser hilft dabei, typische Verschmutzungen des Alltags zu lösen. Dazu gehören beispielsweise leichte Fettrückstände in der Küche, Fußabdrücke oder eingetrocknete Flecken.
Die konstruktiv überarbeiteten Mopps sollen außerdem weniger Feuchtigkeit auf dem Boden zurücklassen. Das ist insbesondere bei empfindlicheren Bodenbelägen ein interessanter Vorteil, sofern diese grundsätzlich für die feuchte Reinigung geeignet sind.
Auch an den Randbereichen wurde gedacht. Ein Wischmopp kann seitlich ausgefahren werden, um näher an Wänden, Schrankfronten und Sockelleisten entlangzureinigen.
Bei stärkeren Verschmutzungen lässt sich die Reinigungsintensität zusätzlich erhöhen.
Uns gefällt besonders, dass Roborock nicht ausschließlich auf eine höhere Wassertemperatur setzt, sondern mechanische Wischbewegung, Anpressdruck und intelligente Steuerung miteinander kombiniert.
Intelligente Teppichpflege mit automatischem Moppwechsel
Ein besonders überzeugender Aspekt des Saros 20 Neo ist seine flexible Behandlung unterschiedlicher Bodenbeläge.
Während Hartböden regelmäßig gewischt werden sollen, müssen Teppiche vor unerwünschter Feuchtigkeit geschützt werden.
Hierfür bietet Roborock mehrere Reinigungsstrategien.
Im entsprechenden Teppichmodus kann der Roboter seine Wischmopps automatisch anheben oder in der Dockingstation vollständig ablegen.
Gerade das automatische Ablegen der Mopps halten wir für eine ausgezeichnete Lösung. Dadurch lassen sich Teppiche trocken reinigen, ohne dass feuchte Wischtücher unnötig mitgeführt werden.
In der App kann unter anderem eingestellt werden, dass Teppiche zuerst gesaugt werden.
Zusätzlich steht eine intensivere Teppichreinigung zur Verfügung. Dabei wird die Hauptbürste während eines weiteren Reinigungsvorgangs stabilisiert, um den Kontakt mit dem Teppich und die Schmutzaufnahme zu verbessern.
Diese Funktionen bieten einen erheblichen Mehrwert für Wohnungen, in denen Fliesen, Laminat, Parkett und Teppiche kombiniert werden.

Die Dockingstation: Ein echtes Reinigungszentrum
Mindestens genauso interessant wie der Roboter selbst ist seine Multifunktions-Dockingstation.
Denn sie übernimmt nicht nur das Aufladen des Akkus, sondern zahlreiche Aufgaben, die ansonsten regelmäßig manuell erledigt werden müssten.
Dazu gehört zunächst die automatische Entleerung des Staubbehälters. Der aufgesaugte Schmutz wird in einen Staubbeutel innerhalb der Station transportiert.
Dieser besitzt ein Fassungsvermögen von 2,7 Litern und kann abhängig von Haushaltsgröße und Verschmutzung bis zu 65 Tage ohne manuelle Entleerung auskommen.
Hinzu kommen ein vier Liter großer Frischwassertank und ein drei Liter großer Schmutzwassertank.
Dadurch muss die Station nicht zwingend direkt an die Wasserleitung angeschlossen werden. Frisches Wasser wird manuell eingefüllt, während das verbrauchte Wasser im entsprechenden Tank gesammelt wird.
Besonders komfortabel ist die automatische Reinigungsmitteldosierung. Die Station besitzt hierfür eine Kartusche mit ungefähr 480 Millilitern Fassungsvermögen.
Somit entfällt das wiederholte manuelle Dosieren bei jedem Reinigungsvorgang.
Auch der Dockingstationssockel wurde wartungsfreundlich gestaltet und kann bei Bedarf entnommen werden.
Diese umfassende Ausstattung macht deutlich, dass der Saros 20 Neo nicht einfach nur ein Saugroboter mit Ladestation ist. Vielmehr handelt es sich um ein weitgehend automatisiertes Reinigungssystem.
100 °C heißes Wasser für eine hygienische Moppwäsche
Ein besonderes Highlight der Dockingstation ist die Hochtemperatur-Moppwäsche.
Hierbei kann Wasser auf bis zu 100 °C erhitzt werden, um die benutzten Wischtücher gründlich zu reinigen.
Das ist ein wichtiger Unterschied zur regulären Bodenreinigung: Die Temperatur von bis zu 100 °C bezieht sich auf das Waschen der Mopps innerhalb der Station und nicht auf eine permanente Bodenreinigung mit kochendem Wasser.
Gerade nach dem Entfernen von Küchenverschmutzungen oder anderen stärkeren Rückständen ist eine gründliche Reinigung der Wischtücher entscheidend.
Die Station passt den Waschvorgang intelligent an. Sie kann den Verschmutzungsgrad berücksichtigen und bei Bedarf eine intensivere Reinigung durchführen.
Anschließend werden die Mopps mit 55 °C warmer Luft getrocknet.
Dadurch lässt sich die verbleibende Feuchtigkeit reduzieren, was wiederum der Entstehung unangenehmer Gerüche entgegenwirkt.
Zusätzlich verfügt die Station über eine automatische Selbstreinigung mit heißem Wasser.
Wir halten diese Kombination aus Hochtemperaturwäsche, automatischer Dosierung, Schmutzerkennung und Warmlufttrocknung für einen der größten Pluspunkte des gesamten Systems.
Denn erst die regelmäßige Reinigung der Wischtücher ermöglicht es einem Saug- und Wischroboter, über längere Zeit komfortabel und hygienebewusst eingesetzt zu werden.
Roborock SmartPlan 3.0: Reinigung mit künstlicher Intelligenz
Neben der leistungsfähigen Hardware spielt die Software eine zentrale Rolle.
Mit SmartPlan 3.0 bietet Roborock eine intelligente Reinigungsautomatik, die unterschiedliche Räume und Reinigungssituationen berücksichtigt.
Das System kann beispielsweise die Saugleistung anpassen, Reinigungsstrategien auswählen und bei Bedarf eine zusätzliche Moppwäsche veranlassen.
Dabei werden die erkannten Raumeigenschaften sowie die Reinigungsgewohnheiten berücksichtigt.
Wer nicht jede Einstellung selbst festlegen möchte, erhält damit eine komfortable Möglichkeit, die tägliche Bodenpflege weitgehend zu automatisieren.
Selbstverständlich lassen sich zahlreiche Funktionen auch manuell konfigurieren.
Die Roborock-App ermöglicht unter anderem die Auswahl bestimmter Räume, die Einrichtung individueller Reinigungszonen, die Anpassung der Saug- und Wischintensität sowie die Festlegung von Reinigungszeiten.
Auch Sperrzonen und unterschiedliche Strategien für Teppiche lassen sich verwalten.
Besonders praktisch finden wir die Möglichkeit, einzelne Räume gezielt häufiger reinigen zu lassen.
Beispielsweise kann der Eingangsbereich täglich gesaugt werden, während ein wenig genutztes Gästezimmer nur gelegentlich eine vollständige Reinigung benötigt.
Besondere Funktionen für Haushalte mit Haustieren
Haustierbesitzer gehören zweifellos zu den interessantesten Zielgruppen für den Roborock Saros 20 Neo.
Neben der hohen Saugleistung und dem haarfreundlichen Bürstensystem besitzt das Gerät verschiedene Funktionen, die speziell auf Hunde und Katzen abgestimmt sind.
Erkennt der Roboter ein Haustier in seiner unmittelbaren Umgebung, kann er die Hauptbürste vorübergehend pausieren und seine Route anpassen.
Dadurch soll vermieden werden, dass Tiere unnötig erschreckt werden.
Zusätzlich gibt es innerhalb der App einen eigenen Haustierbereich.
Bei aktivierter Funktion kann der Roboter während der Reinigung Bilder von Haustieren aufnehmen. Ebenso lassen sich erkannte Positionen innerhalb der Karte anzeigen.
Besonders interessant ist die Möglichkeit, den Roboter aus der Ferne zu steuern und über seine Kamerafunktion einen Blick in die Wohnung zu werfen.
Auch Videoanrufe werden unterstützt.
Natürlich ersetzen solche Funktionen keine vollwertige Überwachungskamera oder die persönliche Betreuung eines Haustieres. Sie stellen aber eine interessante Ergänzung für entsprechend ausgestattete Smart-Home-Haushalte dar.
Vor der Nutzung der Kamerafunktionen sollten die jeweiligen Datenschutz- und Privatsphäreeinstellungen bewusst geprüft werden.
Für uns zeigt sich gerade bei diesen Funktionen, wie stark sich moderne Saugroboter inzwischen über ihre ursprüngliche Aufgabe hinausentwickelt haben.
Sprachsteuerung und Smart-Home-Integration
Auch bei der Steuerung präsentiert sich der Saros 20 Neo ausgesprochen vielseitig.
Neben der klassischen Bedienung über die Smartphone-App steht der integrierte Sprachassistent mit dem Aktivierungsbefehl „Hello Rocky“ zur Verfügung.
Bestimmte Sprachbefehle lassen sich sogar ohne aktive WLAN-Verbindung ausführen.
Darüber hinaus unterstützt das Gerät die Einbindung in moderne Smart-Home-Umgebungen.
Dazu gehören Matter sowie die Anbindung an Alexa, Google Home und Siri-kompatible Steuerungsmöglichkeiten.
Damit lässt sich die Bodenreinigung komfortabel in bestehende Automatisierungen integrieren.
Denkbar sind beispielsweise Reinigungsabläufe, die beim Verlassen der Wohnung gestartet werden, oder feste Zeitpläne für bestimmte Wochentage.
Die tatsächlich verfügbaren Sprachbefehle und Automatisierungen hängen dabei von der jeweiligen Plattform und ihrer Integration ab.

6.400-mAh-Akku und automatische Energieverwaltung
Damit der Saros 20 Neo auch größere Wohnflächen reinigen kann, besitzt er einen Akku mit einer Kapazität von 6.400 mAh.
Die tatsächliche Laufzeit hängt von mehreren Faktoren ab. Hierzu zählen die gewählte Saugleistung, der Bodenbelag, die Nutzung der Wischfunktion und die Häufigkeit zusätzlicher Reinigungsvorgänge.
Bei maximaler Leistung wird naturgemäß mehr Energie verbraucht als bei einer normalen Reinigung auf glatten Böden.
Die Ladezeit liegt bei ungefähr vier Stunden beziehungsweise unter vier Stunden unter geeigneten Bedingungen.
Damit ist der Akku ausreichend dimensioniert, um auch umfangreichere Reinigungsaufgaben zu übernehmen. Für sehr große Wohnflächen kann allerdings ein zwischenzeitlicher Ladevorgang erforderlich werden.
Die automatische Rückkehr zur Dockingstation erleichtert den Betrieb erheblich.
Auch die Geräuschentwicklung bewegt sich in einem für leistungsfähige Saugroboter typischen Bereich.
Im Standardmodus für Saugen und Wischen werden ungefähr 64 dB(A) erreicht. Beim ausschließlichen Wischen liegt der Wert bei rund 56 dB(A).
Je nach Leistungsstufe und Betriebszustand können diese Werte variieren. Besonders die automatische Staubentleerung ist kurzzeitig deutlich hörbarer.
Über die App lassen sich leisere Reinigungsmodi und passende Zeitpläne auswählen.
Lieferumfang und Wartung
Auch beim Lieferumfang präsentiert sich der Roborock Saros 20 Neo erfreulich umfangreich.
Neben dem eigentlichen Saug- und Wischroboter und seiner Dockingstation befinden sich unter anderem der Dockingstationssockel, das Stromkabel, Wischtuchhalterungen mit bereits montierten Tüchern sowie weiteres Reinigungszubehör im Paket.
Dazu zählen sechs zusätzliche Wischtücher, ein Hauptbürstenset, eine Seitenbürste, drei Staubbeutel, ein Filter und 200 Milliliter Reinigungslösung.
Damit ist bereits eine solide Grundlage für den Betrieb und die spätere Wartung vorhanden.
Ganz wartungsfrei arbeitet das System natürlich nicht.
Frischwasser muss weiterhin nachgefüllt, Schmutzwasser entsorgt und der Staubbeutel bei Bedarf ausgetauscht werden. Auch Sensoren, Bürsten und andere Komponenten sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Allerdings reduziert die automatisierte Station den laufenden Aufwand im Vergleich zu einfacheren Saugrobotern erheblich.

Technische Daten des Roborock Saros 20 Neo im Überblick
| Merkmal | Technische Daten |
|---|---|
| Modell | Roborock Saros 20 Neo |
| Gerätetyp | Saug- und Wischroboter |
| Maximale Saugleistung | 36.000 Pa |
| Hauptbürste | DuoDivide |
| Seitenbürste | FlexiArm Arc |
| Haarverwicklungsschutz | Dual Zero-Tangle-System |
| Wischsystem | Zwei rotierende Wischmopps |
| Mopprotation | Ca. 200 U/min |
| Wischanpressdruck | 8–14 N |
| Bodenreinigung | Warmwasserunterstützt |
| Moppwäsche | Bis zu 100 °C |
| Mopptrocknung | 55 °C Warmluft |
| Navigation | RetractSense mit einfahrbarem LiDAR |
| Hinderniserkennung | Reactive AI, RGB-Kamera, strukturiertes Licht, VertiBeam |
| Fahrwerk | AdaptiLift Chassis 3.0 |
| Einzelne Schwellen | Bis zu 4,5 cm |
| Geeignete Doppelschwellen | Zusammen bis zu 8,8 cm |
| Teppichanpassung | Für Florhöhen bis 3 cm |
| Akku | 6.400 mAh |
| Ladezeit | Unter 4 Stunden |
| Geräuschpegel Saugen/Wischen | Ca. 64 dB(A), Standardmodus |
| Geräuschpegel nur Wischen | Ca. 56 dB(A), Standardmodus |
| Staubbeutelvolumen | 2,7 Liter |
| Frischwassertank | 4 Liter |
| Schmutzwassertank | 3 Liter |
| Reinigungslösungskartusche | Ca. 480 ml |
| Roboterabmessungen (B × T × H) | 352 × 350 × 79,8 mm |
| Stationsabmessungen (B × T × H) | 402 × 494 × 450 mm |
| Robotergewicht | Ca. 4,96 kg |
| Stationsgewicht | Ca. 6,62 kg |
| Max. Nennleistung Roboter | 60 W |
| Sprachassistent | Hello Rocky |
| Smart-Home-Unterstützung | Matter, Alexa, Google Home, Siri |
| Farben | Schwarz und Weiß |
Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 Euro positioniert sich der Roborock Saros 20 Neo eindeutig in der gehobenen Klasse.
Allerdings ist das Modell bereits zu günstigeren Angebotspreisen erhältlich. Zum Zeitpunkt unserer Recherche wurde es im offiziellen deutschen Roborock-Shop für 799 Euro angeboten.
Gerade zu einem solchen Preis wird der Saros 20 Neo besonders attraktiv.
Die Kombination aus 36.000 Pa Saugleistung, automatischer Moppwäsche mit bis zu 100 °C, ausfahrbaren Reinigungselementen, intelligenter Navigation und umfangreicher App-Steuerung bietet eine beeindruckende Ausstattung.
Natürlich gibt es deutlich günstigere Saugroboter. Diese verzichten jedoch häufig auf einzelne Komfortfunktionen oder bieten weniger umfangreiche Möglichkeiten bei der Bodenanpassung und Stationsreinigung.
Wer lediglich gelegentlich einen kleinen Raum saugen lassen möchte, benötigt nicht unbedingt ein derart umfangreiches System.
Für Haushalte mit mehreren Zimmern, Haustieren, unterschiedlichen Bodenbelägen oder dem Wunsch nach möglichst wenig manueller Bodenpflege erscheint die Investition dagegen durchaus sinnvoll.
Gibt es auch Schwächen?
Trotz des insgesamt ausgesprochen positiven Eindrucks gibt es einige Punkte, die vor dem Kauf berücksichtigt werden sollten.
Die Dockingstation benötigt vergleichsweise viel Platz. Gerade in kleineren Wohnungen sollte deshalb vorab geprüft werden, ob ausreichend Stellfläche vorhanden ist.
Auch die Ladezeit von ungefähr vier Stunden ist angesichts der leistungsfähigen Ausstattung nicht besonders kurz.
Hinzu kommt, dass moderne Hinderniserkennungssysteme zwar immer intelligenter werden, jedoch nicht jedes kleine Objekt in jeder Situation zuverlässig erkennen können.
Die zahlreichen App-Einstellungen bieten viel Flexibilität, können Einsteiger zu Beginn aber auch etwas Einarbeitung kosten.
Außerdem bleibt der regelmäßige Austausch beziehungsweise die Reinigung von Verbrauchsmaterialien erforderlich.
Diese Punkte ändern für uns jedoch wenig am überzeugenden Gesamtkonzept. Sie zeigen vielmehr, dass selbst ein hochwertiger Saug- und Wischroboter die manuelle Haushaltsarbeit noch nicht vollständig überflüssig machen kann.
Schlusswort
Mit dem Roborock Saros 20 Neo präsentiert Roborock einen ausgesprochen interessanten Saug- und Wischroboter, der moderne Reinigungstechnik mit einem hohen Maß an Automatisierung verbindet.
Besonders beeindruckend finden wir die Kombination aus enormer Saugleistung und intelligentem Fahrwerk. Mit 36.000 Pascal besitzt das Gerät hohe Leistungsreserven, während das AdaptiLift Chassis 3.0 selbst anspruchsvolle Bodenübergänge bewältigen kann.
Ebenso überzeugend ist das flache Gehäuse mit einfahrbarer Lasernavigation. Dadurch lassen sich zahlreiche Bereiche unter Möbelstücken erreichen, die für viele klassische Saugroboter unzugänglich bleiben.
Das DuoDivide-Bürstensystem und die FlexiArm-Technologie runden die Ausstattung sinnvoll ab. Insbesondere bei Tierhaaren und der Reinigung von Ecken und Randbereichen verspricht diese Kombination einen deutlichen Komfortgewinn.
Auch die Wischfunktion verdient besondere Aufmerksamkeit. Zwei rotierende Mopps mit bis zu 14 Newton Anpressdruck, Warmwasserunterstützung und intelligenten Reinigungsstrategien bieten eine hervorragende technische Grundlage für saubere Hartböden.
Die Multifunktions-Dockingstation gehört zweifellos zu den größten Stärken des Geräts. Automatische Staubentleerung, Reinigungsmitteldosierung, Hochtemperatur-Moppwäsche und Warmlufttrocknung nehmen Nutzern zahlreiche wiederkehrende Aufgaben ab.
Hinzu kommen die vielseitige Roborock-App, SmartPlan 3.0, eine fortschrittliche Hinderniserkennung und interessante Zusatzfunktionen für Haustierbesitzer.
Natürlich bleibt auch beim Saros 20 Neo ein gewisser Wartungsaufwand bestehen. Ebenso können individuelle Wohnverhältnisse und besonders anspruchsvolle Verschmutzungen die tatsächliche Reinigungsleistung beeinflussen.
Dennoch überzeugt uns das technische Gesamtkonzept auf ganzer Linie.
Unser abschließendes Urteil: Der Roborock Saros 20 Neo ist ein hervorragend ausgestatteter Saug- und Wischroboter, der vor allem durch seine enorme Saugkraft, die flexible Bodenanpassung und seine intelligente Reinigungsstation punktet. Wer seinen Reinigungsalltag deutlich automatisieren möchte und besonderen Wert auf Komfort, moderne Technik und eine vielseitige Ausstattung legt, findet hier eine äußerst attraktive Lösung.


