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Mittwoch, Februar 1, 2023

Bayala: Das Spiel – Review | Test

Manchen ist es ein Begriff: Bayala. Hiermit beschreibt der Spielwarenhersteller Schleich seine Figuren aus dem Reich der Magie und Feen. Neben ein paar Gebäuden gibt es hier zahlreiche Elfen, Feen und ihre Pferde. Für meine Tochter ein absoluter Traum! Doch diese Welt beschränkt sich jetzt nicht mehr nur auf das Kinderzimmer – ab sofort könnt ihr diese auch via PC, Playstation 4 oder der Nintendo Switch besuchen. Dabei basiert die Hintergrundgeschichte des Spiels auf den Animationsfilm bayala – das magische Elfenabenteuer (Kinostart: 24. Oktober 2019). Ihr schlüpft dabei in die Rolle der tapfernen Sonnenfee Surah, die gemeinsam mit ihren Freunden spannende Abenteuer besteht.

Surah reist hierbei gemeinsam mit ihren Mitstreitern Sera, Jaro, Marween von der Stadt der Sonnenelfen bis zum Schattenelfenschloss, wo die Schattenelfen-Königin vermutet wird. Diese hat magische Dracheneier gestohlen um das Gleichgewischt der Natur in bayala zu zerstören. Das kann man nicht so einfach hinnehmen! Doch der Weg in das Schattenelfenschloss ist nicht einfach und so müssen zuerst einige Aufgaben gemeistert, Rätsel gelöst und dabei immer wieder die eigene Geschicklichkeit unter Beweis gestellt werden. Und in besonderen Leveln dürft ihr dann zudem die Reit-Aufgaben meistern – gemeinsam mit einem treuen Reittier natürlich!
Bitte rechnet im Verlauf der Beschreibung mit Spoilern!

Zu Beginn des Spiels wird man hier angenehm an die Hand genommen und die ersten Aufgaben erledigen sich anhand von Erklärungen spielend einfach. Es gilt die Krönungszeremonie vorzubereiten und Bücher von der Straße zu räumen oder Pilze für das Essen zu sammeln. Während dieser Aufgaben gibt es kleinere Erklärungen, wie die Steuerung funktioniert und was es zu beachten gibt. Dabei steigt die Schwierigkeit langsam an und nimmt einen vorsichtig mit. Dennoch sind hier auch Aufgaben bei, die so manchen alten Hasen doch kurz grübeln lassen oder Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen erfordern.

Die Aufgaben an sich sind interessant gestaltet, leider beschlich mich schnell das Gefühl, dass diese sich wiederholen. Mal sollen Gegenstände von A nach B bewegt werden, beim nächsten Mal muss eine gewisse Anzahl von etwas gesammelt werden. Wie man die einzelnen Ziele erreicht muss aber selbst herausgefunden werden – mal muss man ganz nach oben oder an einer Stelle irgendwelche magischen Felder aktivieren, ein anderes mal gilt es, besondere Gegenstände zu finden, die wiederum etwas aktivieren. Frustrierend ist hier nur, wenn man kein Talent im zielgenauen Springen hat – ich habe an manchen Aufgaben so einige Minuten investiert, bevor ich an mein Ziel kam.
Sehr gut gefallen haben mir aber die Minispiele, welche immer mal wieder auftauchen. So habe ich mit Juwelenpuzzle sehr viel Freude gehabt. Insbesondere Juwelenpuzzle erinnert an verschiedene Mobile-Games, aber es ist sinnvoll in das Spiel integriert und macht wirklich Spaß.

Auch wenn die Aufgaben an sich nicht zu schwierig sind, so gilt es spätestens wenn die Raben der Schattenelfe auftauchen auch auf die Lebenspunkte zu achten. Diese sind in einer netten Kugel im oberen Bildschirmrand verpackt. Wird man getroffen, leert sich der Rand dieser Kugel – ist sie gänzlich leer, beginnt man von einem der gut gesetzten Checkpoints. Aber ein kleiner Verlust an Spielfortschritt ist immer damit verbunden!

Die Vertonung ist wirklich gut gemacht. In den Zwischensequenzen sind alle Charaktere gesprochen und auch die deutsche Sprachausgabe ist gut und dem ganzen angemessen. Die Emotionen zu den jeweiligen Situationen wirken gelungen und geben dem Spiel nochmal eine extra Portion Tiefe, die ansonsten verloren gegangen wäre. Die Hintergrundmusik ist sanft und passt zum vorhandenen Elfensetting. Meine Kinder finden diese sehr gut; wir Erwachsenen fanden es eher eintönig. Doch Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und da die Musik sich in das vorhandene Spiel gut einfügt gibt es hier nicht wirklich etwas zu bemängeln.

Grafisch hat mich das Spiel wirklich überrascht. Ich hatte für ein Switchspiel in diesem Bereich weniger erwartet. Die Figuren sind gut gestaltet und auch die Bewegungsabläufe gefallen. Das gesamte Konzept setzt sich durch, die wie gezeichnet wirkenden Hintergründe, welche sich zwar je nach Bereich wiederholen (zum Beispiel gibt es in der Sonnenelfen-Stadt natürlich immer wieder entsprechende Häuser und Straßen im Hintergrund, im Wald immer die gleichen Bäume) aber dennoch schön eingesetzt sind. Sofern man bei einem Jump’n’Run auf die Hintergründe achtet.
Während der Zwischensequenzen fühlt man sich in den Film hineinversetzt. Die Figuren sind sehr lebhaft und wenn man den Film kennt merkt man die Bezüge dazu. Auch bei den Tieren sind die Details, sowohl in Zwischensequenzen als auch während des Spielverlaufs, derartig gut, dass meine Tochter sofort ihre Spielzeugpferde wieder erkannt hat.

Die Steuerung ist – zumindest auf der Switch – echt gut gelungen. Die Tasten sind leicht zu erreichen und sowohl im TV-Modus der Switch als auch im Handheld-Modus bestehen keinerlei Probleme. Selbst für die ganz Kleinen war das ganze kein Thema. Wie die Steuerung sich auf der Playstation oder dem PC verhält kann leider nicht beurteilt werden an dieser Stelle.

Insgesamt ist Bayala eine gelungene Umsetzung. Der Charme der Figuren spiegelt sich im Spiel selbst jederzeit wieder. Die Hintergrundgeschichte zum Spiel ist interessant genug gestaltet um zu fesseln, aber nicht zu düster oder kompliziert für die kleineren Gemüter. Sowohl die Grafik als auch der Sound überzeugen im Test, wenngleich an der ein oder anderen Stelle durchaus etwas Luft nach oben gewesen wäre. Andererseits darf man nicht ausser Acht lassen, welche Zielgruppe mit dem Spiel angesprochen werden soll und in dieser Linie erfüllt das Spiel alle Erwartungen! Das Spiel bietet verschiedene Sprachen, darunter Deutsch, Englisch und Französisch und kann wahlweise als Disc-Version im Handel oder als digitaler Download in den jeweiligen Stores erworben werden. Und für die 39,99 Euro (auf allen Plattformen) ist es mit Sicherheit auch nicht zu teuer geraten.

Bayala: Das Spiel – Review | Test
7
Grafik
6
Sound
6
Steuerung
6
Spiele Spaß
6.5
Preis Leistung
Gesamtwertung 6.3 / 10
Unser Fazit
Das Spiel ist ein klassisches Jump`n´Run und macht auch ehrlich Spaß. Besonders gefallen hat mir, dass ich es mit meiner Tochter gemeinsam spielen konnte und sie auch erste Versuche mit den Bewegungen und Funktionen machen konnte. Durch den Bezug zur Bayala Schleich Serie war sie natürlich sofort Feuer und Flamme. Somit ist Bayala - Das Spiel ein gelungener Mix für die ganze Familie - vorausgesetzt man hat die Geduld und das Können für manche der Aufgaben! Familien mit Kindern im entsprechenden Alter können hier bedenkenlos zugreifen.
Michael Barkow
Michael Barkowhttps://www.twitch.tv/gutertag_streaming
1989 erblickte ich das Licht dieser Welt - und bereits 1998 entdeckte ich das Zocken; damals noch mit Command & Conquer: Alarmstufe Rot von 1996. Seitdem bekommt mich die Gamingwelt nicht mehr los. 2005 begann dann für mich die Reise in World of Warcraft und die MMO-Szene hatte mich begeistert. Seitdem habe ich vieles gesehen und erlebt und hüpfe immer mal wieder von einem zum anderen MMO, da ich es nie ganz sein lassen kann. Mit meiner 2015 geborenen Tochter habe ich aber etwas gefunden, dass noch mehr Interesse und Begeisterung weckt. Da das Leben mit Familie tagsüber fesselt, habe ich das Streamen und Zocken am Abend für mich entdeckt. Somit bekommt das Zocken weiterhin seinen Platz in meinem Alltag.

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