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Samstag, September 25, 2021

Review – Tales of Arise – Besser als die Erwartungen!

Bandai Namco hatte letztes Jahr einen Grund zum Feiern – 25 Jahre der Tales of-Reihe standen an. Im Jahr 2021 ist es dann am 10.09. soweit gewesen und der neuste Teil findet seinen Weg auf die heimischen Computer und Konsolen. Und natürlich ist die Erwartung bei Fans der Reihe groß, was die Umsetzung angeht. Wie bereits bei vorherigen Titeln möchte Tales of Arise aber mit einer interessanten und spannenden Geschichte und dem Kampfsystem überzeugen. Doch kann ein neuer Teil der Tales-Reihe überzeugen oder geht er eher in der Masse unter? Im Test habe ich mir das mal näher angesehen! 

Der Beginn wirkt wie der klassische Anfang eines Standard-JRPGs. Zumindest fühlt es sich lange Zeit so an. Als namenloser Sklave befinden wir uns in einer Mine der feindlichen Mächte, welche seit 300 Jahren unser Volk für sich vereinnahmen. Bekannt ist unser Protagonist nur als “Eisenmaske”; der Name lässt es bereits erahnen: Wir tragen eine eiserne Maske, welche wir nicht abnehmen können. So fristet er sein Dasein und setzt sich, wo möglich, für die anderen Sklaven ein. Doch am liebsten wäre ihm ein Weg raus aus diesem Kreislauf – und wie es der Zufall so will, beobachten wir eine Verfolgungsjagd und befinden uns ohne Vorwarnung schnell auf der anderen Seite – und zählen damit zu den Rebellen. 

Die Verfolgungsjagd jedoch galt nicht den Rebellen, sondern einem Mädchen mit seltsamen Kräften, welche im Verlauf der Geschichte natürlich eine größere Rolle einnimmt. Was es mit ihren Kräften auf sich hat und woher sie tatsächlich kommt und was sie antreibt – das ist Teil der Geschichte und wird Stück für Stück erzählt. Beide Protagonisten haben schon bei der ersten Begegnung eine ganz eigene Dynamik, die das Spiel vorantreibt und den Spieler dazu treibt, mehr erfahren zu wollen. 

Den Rahmen für diese persönliche Geschichte stricken die beiden Planeten Rena und Dahna. Letzterer ist seit 300 Jahren durch Rena unterdrückt und versklavt. Ganze Generationen sind dazu gezwungen, sich den technologisch und magisch überlegenen Truppen von Rena zu beugen. Alle sieben Jahre kommt es zum Kampf der 5 Lords, welche über den Planeten Dahna herrschen dürfen. Hierzu entziehen sie ihrem jeweiligen Volk soviel Energie, wie nur möglich. Das Vorgehen und die jeweilige Politik der Lords ist hierbei stets unterschiedlich; lediglich das Ziel ist das gleiche. Die Geschichte ist durchzogen vom Hass beider Seiten aufeinander und spiegelt sich auch in der Bezeichnung “Strahlauge” für die Bürger Renas wieder, welche die Dahnaer ihnen gegeben haben. Grund hierfür sind die leuchtenden Augen, welche deutlich sind und stets zu kritischen Situationen führt. 

Auch wenn es grafisch bunt ist und schnell ein unschuldiges Gefühl vermittelt, lässt einen Tales of Arise nicht vergessen, dass es ein Spiel mit sehr erwachsenen Themen ist. Verrat, Tod und Sklaverei tragen stets eine große Rolle und bilden im Kern auch die Motivation aller Seiten.

Wie man es von einer guten Geschichte erwarten kann, offenbaren sich alle Geheimnisse nicht sofort zu Beginn. Erst mit dem Verlauf der späteren Erzählungen erschließen sich uns nach und nach gewisse Handlungsstränge. Daneben unterhalten uns die kleinen Geschichten, welche uns in jeder Stadt erwarten. Diese Nebenquests sind unterhaltsam gestaltet, wenngleich die Aufgaben ähnlich bleiben. Trotz allem wird die Geschichte nie langweilig und wartet immer wieder mit Twists auf, die man nicht erwartet. Lediglich der Anfang hat sich etwas gezogen, wobei hier die Charaktere und die Neugierde auf das Kommende den Hauptkern einnehmen. Für erfahrene Spieler solcher Spiele könnte es dennoch etwas zu langgezogen sein. 

Begeistert hat mich hingegen das Kampfsystem! Zu Beginn ist es simpel und wir haben sechs Fähigkeiten zur Auswahl. Drei davon werden am Boden eingesetzt, drei davon in der Luft. Natürlich gibt es auch normale Angriffe und die Möglichkeit, gegnerischen Angriffen auszuweichen. Doch dabei bleibt es nicht lange und mit dem späteren Spielverlauf kommen nach und nach weitere Mechaniken hinzu, welche das System sinnvoll erweitern. 

Dabei setzt jeder Charakter auf andere Möglichkeiten und Fähigkeiten. Somit bietet euch Tales of Arise ein Stückweit die Möglichkeit, euren eigenen Spielstil zu finden und zumindest dann, wenn man alle sechs verfügbaren Charaktere hat, hier frei zu kombinieren. Daneben gibt es Spezialfähigkeiten, welche eingesetzt werden können, wenn eine Leiste durch erfolgreiche Angriffe aufgefüllt wurde. Alle Angriffe sind nicht nur durchdacht, sondern auch noch gut in Szene gesetzt. 

Wer möchte, hat auch die Möglichkeit, auf den einfachsten Schwierigkeitsgrad zu setzen und somit Kämpfe nahezu automatisch ablaufen zu lassen. Wer allerdings darauf setzt, der verpasst hier definitiv etwas. Das Kampfsystem ist extrem spaßig, insbesondere im späteren Verlauf. Da ist Spaß an der Sache vorprogrammiert. 

Grafisch präsentiert sich Tales of Arise nicht nur in der Spielwelt gekonnt und wunderschön. Auch die Zwischensequenzen sind gut inszeniert. So handelt es sich hierbei nicht nur um gute Animationen, sondern auch Comicartige-Szenen, in denen wir mehr zur Geschichte, der Welt und ihren Charakteren erfahren.

Insgesamt handelt es sich bei Tales of Arise um ein wundervolles JRPG, welches die Stärken der Reihe nutzt, sich aber nicht zu wichtig nimmt. Heißt, man braucht auch keine extrem großen Änderungen erwarten. Grafisch und auch im Sound kann das Spiel absolut überzeugen und trägt zur Geschichte sinnvoll dabei.  

Review – Tales of Arise – Besser als die Erwartungen!
9
Grafik
9
Sound
8.5
Steuerung
9
Spiele Spaß
8.5
Preis Leistung
Gesamtwertung 8.8 / 10
Unser Fazit
Tales of Arise ist ein wirklich wundervolles Spiel! Es überzeugt mit seinen Kampfmechaniken und der Story. Letztere fesselt mich und drängt einen dazu, immer weiterzuspielen um zu erfahren, wie es weiter geht, welche Motivationen und Wendungen auf einen warten. Ich kann es absolut empfehlen - man muss nur die ersten Stunden spielen, damit man die volle Action zu erhalten!

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Aktualisiert am 17. September 2021 02:15
Michael Barkowhttps://www.twitch.tv/gutertag_streaming
1989 erblickte ich das Licht dieser Welt - und bereits 1998 entdeckte ich das Zocken; damals noch mit Command & Conquer: Alarmstufe Rot von 1996. Seitdem bekommt mich die Gamingwelt nicht mehr los. 2005 begann dann für mich die Reise in World of Warcraft und die MMO-Szene hatte mich begeistert. Seitdem habe ich vieles gesehen und erlebt und hüpfe immer mal wieder von einem zum anderen MMO, da ich es nie ganz sein lassen kann. Mit meiner 2015 geborenen Tochter habe ich aber etwas gefunden, dass noch mehr Interesse und Begeisterung weckt. Da das Leben mit Familie tagsüber fesselt, habe ich das Streamen und Zocken am Abend für mich entdeckt. Somit bekommt das Zocken weiterhin seinen Platz in meinem Alltag.

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