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Donnerstag, Dezember 2, 2021

Review – Jurassic World Evolution 2 – Können die Dinos überzeugen?

Frontier lieferte am 12. Juni 2018 die Möglichkeit, seinen eigenen Dino Park aufzubauen, und als Attraktion zur Schau stellen. Damals waren die Meinungen zum Spiel durchaus durchwachsen; ich selbst hätte mir mehr Baumöglichkeiten gewünscht. Doch jetzt, 2021, kehrt Frontier zurück und liefert uns erneut die Möglichkeit, mit den Dinos zu arbeiten. Und dieses Mal setzt die Story direkt an den Kinofilm “Das gefallene Königreich” an. Wer den Film nicht kennt, für den hier die Info (Achtung Spoiler), dass am Ende des Filmes zahlreiche Exemplare der Dinos es auf das amerikanische Festland in die freie Wildbahn schaffen. Und als Mitarbeiter des Department for Fish and Wildlife ist es unsere Aufgabe, diese wieder einzufangen und zu kontrollieren.

So gut die Story auch anfängt, hier hängt das Spiel das erste Mal. Die Geschichte steigert sich etwas und spielt in verschiedenen Bundesstaaten und involviert diverse Behörden oder Personen. Doch warum manche der Behörden beteiligt sind, blieb bis zum Schluss etwas unklar. Eventuell folgen hier noch DLCs, welche dann wiederum die Story fortsetzen und erklären. Leider fällt die vorhandene Story etwas kurz aus, denn in wenigen Stunden (ca. 6 Stunden) ist die Story Kampagne bereits durchgespielt. Anders als im Vorgänger geht es hier auch nicht darum, Parks für Besucher aufzubauen, sondern nur die Dinos zu pflegen, zu beobachten und aufzubewahren.

Doch es gibt nicht nur die Kampagne! Der andere Modus, welchen Frontier uns in Jurassic World Evolution liefert, nennt sich “Chaostheorie”. Dieser bringt spannendere Herausforderungen, als es die Kampagne macht. Hier dürfen wir in “Was wäre, wenn” Szenarien, die Parks aus den fünf Filmen übernehmen und in eine alternative Zukunft führen. Wer wollte nicht immer schonmal den Jurassic Park auf Isla Nublar zum Erfolg führen und das Chaos verhindern?
Und das ist der Modus, in dem Jurassic World Evolution 2 eine ganze Reihe seiner Stärken ausspielt. Wo die Kampagne schwächelt, kommen hier der Aufbau, Unterhalt und das Management eines Dinosaurierparks zum Tragen. Und diese Systeme fallen komplexer aus, als der Vorgänger konnte.

Wo wir im Vorgänger nur darauf achten mussten, genügend Grasland, Wald oder Wasser im Gehege zu haben, fordern die Dinos jetzt hier auch mehr Details. So gibt es Dinos, die gewisse Untergründe bevorzugen und davon einen gewissen Prozentsatz im Gehege sehen möchten. So gibt es Dinos wie zum Beispiel den berühmten T-Rex, welcher Sand mag. Oder wir haben Pflanzenfresser, welche mal hochwachsende Vegetation fordern, während andere aus ihren Reihen eher bodennahe Gewächse sehen wollen. Die Futterstation für Pflanzenfresser entfällt mit den passenden Pflanzen im Gehege komplett. Hier können die Saurier sich direkt bedienen, was natürlich realistischer wirkt. Sofern man bei Dinosauriern von Realismus sprechen kann.

Schafft man es, die Zufriedenheit der Dinos hochzuhalten, so stellen diese im Regelfall keine Gefahr für den Park dar. Somit ist das oberste Ziel, dass man diese im Blick hat. Hinzukommt die neue Möglichkeit, Gehege auch für Meeresdinos oder sogar Flugdinos einzurichten. Dies war im Vorgänger nur durch DLCs möglich. Aber auch diese Gehege müssen mit Beobachtungsmöglichkeiten ausgestattet werden, damit diese gefahrlos unsere Saurier beobachten können.

Daneben halten wir natürlich die Population aktiv. Nicht nur die natürliche Auslese durch das Alter kann diese schwächen. Auch Revierkämpfe, nicht unüblich unter den Dinos, können zu Verletzungen führen. Oder ein Unwetter fegt durch die Gehege und verletzt die entsprechenden Bewohner. Um dem entgegenzuwirken und die Dinosaurier zu retten, gibt es eine mobile Einheit, welche nach Krankheiten scannt und sofern möglich vor Ort mit einer Spritze behandelt. Bei schwereren Verletzungen muss ein Transport in die Klinik her, um zu helfen.

Doch nicht nur unsere Dinosaurier-Attraktionen wollen versorgt werden. Auch die Besucher haben Bedürfnisse, welche erfüllt und gedeckt werden müssen. Hierzu teilt das Spiel die Besucher in vier Kategorien ein: Gewöhnliche, Abenteuerlustige, Naturbewusste oder luxuriöse Gäste. Die ersteren wollen nur viel – und das möglichst von allem. Der zweite wünscht sich Touren direkt durch die Gehege, während ein hoher Komfort der Dinosaurer dem naturbewussten Besucher entgegenkommt. Luxus durch Hotels und Vielfalt bei den Dinos lässt die letzte Gästegruppe glücklich werden. Schutzräume und Versorgung mit Toiletten und Essensbuden hingegen ist für alle Gästearten wichtig und notwendig.

Damit diese erfüllt werden können, gibt es verschiedene Trink- und Essensgeschäfte, welche am Ende des Tages jedem Besucher etwas bringen. Auch Souvenirläden sind möglich, sodass ein gewisser Betrag durch eben diese in die Kasse kommt. Doch parallel dazu müssen die laufenden Kosten immer im Blick behalten werden! Denn nur so kann ein Verlust vermieden und der Park am Laufen gehalten werden. Diese Ergänzung lässt die Parkbesucher differenzierter und angenehmer darstellen. Doch auch hier hätte Frontier viel mehr Möglichkeiten gehabt – die Gäste zum Beispiel haben keine Beschwerden. Passt etwas für eine der Gruppierungen nicht, so erscheinen einfach weniger davon im Park. Detaillierter wäre es gewesen, wenn man hier verschiedene Tickets hätte erstellen können.

Insgesamt ist Jurassic World Evolution 2 tiefgreifender bei den wirtschaftlichen Aspekten, als es noch im Vorgänger der Fall war. Damit greift Frontier einen der größten Kritikpunkte aus dem ersten Teil auf und besser nach. Der Hardcore Fan für Simulationen / Themeparks kommt hier zwar nicht zwingend auf seine Erwartungen, aber das Spiel spricht auch eher Fans des Kinos an. Aber es wurde spürbar auf die Kritik gehört und das spürt man bereits zu Beginn.  Dazu kommt die grafische Seite, welche beeindruckend ist. Die Sprecher sind gut und fügen sich ins Bild des Spiels ein. Auf jeden Fall ist das Spiel für jeden Jurassic-Fan zu empfehlen!

Review – Jurassic World Evolution 2 – Können die Dinos überzeugen?
8.5
Grafik
8
Sound
7.5
Steuerung
8
Spiele Spaß
7.5
Preis Leistung
Gesamtwertung 7.9 / 10
Unser Fazit
Das Spiel ist für Fans der Reihe ein absoluter Traum. Die größten Kritikpunkte aus dem Vorgänger wurden angegangen und liefern hier mehr Komplexität und Tiefgang. Ich bin gespannt, wie Frontier mit dem Spiel weiter macht - denn die Story (Hauptkampagne) war leider etwas enttäuschend.

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Aktualisiert am 2. Dezember 2021 02:41
Michael Barkowhttps://www.twitch.tv/gutertag_streaming
1989 erblickte ich das Licht dieser Welt - und bereits 1998 entdeckte ich das Zocken; damals noch mit Command & Conquer: Alarmstufe Rot von 1996. Seitdem bekommt mich die Gamingwelt nicht mehr los. 2005 begann dann für mich die Reise in World of Warcraft und die MMO-Szene hatte mich begeistert. Seitdem habe ich vieles gesehen und erlebt und hüpfe immer mal wieder von einem zum anderen MMO, da ich es nie ganz sein lassen kann. Mit meiner 2015 geborenen Tochter habe ich aber etwas gefunden, dass noch mehr Interesse und Begeisterung weckt. Da das Leben mit Familie tagsüber fesselt, habe ich das Streamen und Zocken am Abend für mich entdeckt. Somit bekommt das Zocken weiterhin seinen Platz in meinem Alltag.

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