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Montag, Dezember 5, 2022

Review – Dune Spice Wars im Test

Wie lange habe ich darauf gewartet – Dune Spice Wars. Als ich damals die Ankündigung gelesen habe, fühlte ich mich sofort an Dune 2000 zurückerinnert. Das bedeutete für mich Strategie und Spannung pur. Umso spannender war es für mich, was Shiro Games (Northgard) mit dem Publisher Funcom daraus machen würden. Die Romanvorlage ist die perfekte Grundlage für Games! Nicht nur der lebensfeindliche Wüstenplanet oder die immer knappen Ressourcen – es gibt immer spannende Momente. Und für mich als Fan der 4X-Strategiespiele (4X von explore, expand, exploit, exterminate – zu Deutsch Erkunden, Erweitern, Ausbeuten und Auslöschen) klang der Mix aus Echtzeit und eben jenem 4X einfach wundervoll. Also werfen wir einen Blick auf die Early-Access Version!

Aktuell kostet das Spiel 30 Euro. Diese beinhalten noch nicht das komplette Spiel, wie bei Early Access natürlich zu erwarten. Dennoch ist die Basis, welche Dune Spice Wars hier bereits vorzeigt, sehenswert! Was noch folgen soll, sind eine Story-Kampagne und der Multiplayer. Besonders letzterer wird spannend! Doch der vorhandene Skirmish-Modus ermöglicht es uns bereits gegen drei KI-Gegner anzutreten. Von den Fraktionen gibt es bereits vier Stück – Atreides, Harkonnen, die Schmuggler und die Fremen. In Zukunft sollen weitere im Verlauf der Early Access Updates kommen. Es bleibt spannend, welche hier zu erwarten sind. Doch das Spielprinzip ist bereits spürbar und nachvollziehbar.

Haben wir das Spiel einmal gestartet, dann begrüßt uns ein kleiner Startort und ein paar Tutorial-Fenster. Diese führen uns in das Spiel ein, allerdings nur etwas rudimentär – einen detaillierten Einstieg liefert das Spiel an dieser Stelle nicht. Doch der Weg zum Sieg geht über mehrere Wege – so ist zum Beispiel Krieg nur einer der Wege. Bei den vielen Möglichkeiten verliert man schnell mal den Überblick. Zum Glück liefert uns Dune – Spice Wars hier die Möglichkeit, das Spiel jederzeit zu pausieren. Das bietet uns die Möglichkeit, den Überblick zu behalten und uns eine neue Strategie zu überlegen.

Um das Spiel für uns zu entscheiden, können wir aus drei verschiedenen Wegen unser Ziel wählen. Entweder vernichten wir ganz klassisch unsere Feinde, indem wir die jeweilige Hauptbasis zerstören oder durch ein Attentat den Herrscher dahin scheiden lassen. Alternativ werden wir zum Gouverneur von Dune gewählt. Der letzte Weg kommt dem klassischen Sieg nach Punkten am nächsten: ein Hegemonie-Sieg. Nutzen müssen wir alle Spielfunktionen, um zu siegen. Ohne Erkundung der Planetenoberfläche, Eroberung von Dörfern und Ausbau verschiedenster Ressourcen ist das Spiel schneller verloren, als man glauben möchte. Bei den ganzen Informationen und Warnmeldungen, die erscheinen, kann man schnell den Überblick verlieren. Doch das legt sich mit den Spielrunden. Denn was am Anfang so extrem komplex wirkt, stellt sich nach ein paar Versuchen als gar nicht so kompliziert heraus.

Um an immer mehr Ressourcen und damit unsere Möglichkeiten zu erweitern, müssen wir immer mehr Sektoren auf der Karte erobern. Mit unseren Ornithoptern – kleinen Aufklärungsfliegern – erkunden wir so immer mehr und können durch Kampf oder durch friedliche Eroberung als Fähigkeit der Atreides Dörfer unser Eigen nennen. Und während wir unsere Gebiete erweitern, bilden wir bereits die Kampfeinheiten aus. Diese unterteilen sich in fünf Basiseinheiten wie zum Beispiel Nahkämpfer, Fernkämpfer und Unterstützer. Das macht den Kampf relativ simpel, da die Fußtruppen recht einfach zuzuordnen sind. Es gibt keine besonderen Fähigkeiten, welche zum Einsatz kommen könnten.

Neben den Dörfern gibt es auch Wracks, Ruinen oder besondere Ressourcen zu finden. Die wichtigste Ressource ist, wie der Titel des Spiels natürlich vermuten lässt, das Spice. Ist das Dorf erobert, kommt der ebenfalls einfache, aber nicht weniger wichtige Ausbau dieser. Rund um die Siedlung können wir bis zu fünf Gebäude pro Gebiet bauen, allerdings müssen wir hier auch viele Ressourcen investieren, um diese Bauplätze freizuschalten. Um an Spice zu gelangen, ist die Raffinerie die erste Wahl in einem Gebiet mit Spice. Dann können wir die Erntemaschinen losschicken, damit wir das Spice auch unser nennen können. Seine Arbeit geht der Ernter vollkommen selbstständig nach. Lediglich wenn ein Wurm angegriffen hat, dann müssen wir den Ernter wieder zurück an seine Arbeit schicken. Warum man ihn automatisiert vor Würmern retten kann, aber nicht auch automatisch wieder an die Arbeit schickt, bleibt offen. Eventuell wird das hier noch nachgebessert im Verlauf des Early Access.

Darüber hinaus haben wir natürlich noch andere wichtige Gebäude, wie zum Beispiel die Plastahl-Fabrik. Diese ermöglicht es uns, Baumaterial für weitere Gebäude und Einheiten zu erhalten. Zusätzlich gibt es Gebäude für mehr Brennstoffzellen oder Arbeitskraft. Auch Windfallen um mehr Wasser zu erhalten sind absolut notwendig, da anderenfalls Revolten drohen könnten. Weitere Gebäude geben einen taktischen Vorteil oder mehr Forschungspunkte liefern. Die vier Forschungsbäume bieten Vorteile in vier Bereichen, welche im späteren Spielverlauf einen klaren Vorteil bieten, wenn man die Thematik sinnvoll vorwärtstreibt. Leider kann die Forschung ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Durch den Bau von Flugfeldern, ermöglichen wir es unseren Truppen schneller durch unsere Gebiete zu reisen. Insbesondere, wenn man mehrere Sektoren sein Eigen nennt, ist es ohne dies nahezu unmöglich.

Die verschiedenen Fraktionen bieten, wie oben schon angedeutet, ganz eigene Vorteile. Die Fremen zum Beispiel können Sandwürmer rufen, auf denen sie schnell zum Ziel kommen. Die Atreides können Sektoren friedlich erobern, was zwar länger dauert, doch dafür behält das Dorf seine Verteidigungseinheiten, welche ab dem Zeitpunkt zu den eigenen Verteidigern zählen. Die Schmuggler können Söldner anheuern, sobald ein gewisser Hegemonie-Wert erreicht ist. Die Harkonnen letztendlich dürfen als einzige Fraktion Dörfer unterdrücken, was wiederum Boni gibt. So werden alle Fraktionen unterschiedlich und spannend gestaltet. Um noch mehr individuellen Flair einzubringen, gibt es die Berater, welche zugeteilt werden. Zum Spielbeginn gibt es hier zwei Stück zur Auswahl. Die geben verschiedenste passive Boni.

Erkunden wir die Planetenoberfläche ausführlich, entdecken wir früher oder später auch Sietches – Stützpunkte der Fremen. Dort können wir Rohstoffe tauschen, damit wir mehr Ansehen erhalten. Haben wir genug Ansehen erreicht, schicken wir einen unserer Agenten dorthin und erhalten einen positiven Buff. Außerdem gibt es besondere Sektoren, die starke Boni liefern. Der spannendste und lukrativste Sektor ist aber definitiv die Polsenke. Hier darf nach Frischwasser gebohrt werden, was einen kräftigen Zuwachs gibt und auf lange Sicht einen echten Vorteil gibt.

Es gibt also einige Möglichkeiten, die eigenen Werte zu steigern und eine ganz eigene Taktik zu entwickeln. Insgesamt bietet Dune – Spice Wars somit einige Spielstunden an Spannung und Spaß! Doch es ist spürbar noch im Early Access. Manche Menüs sind noch undurchsichtig und könnten erweitert werden. Auch bei den Abstimmungen im Politikmenü ist nicht alles klar. Aber Shiro Games ist hier noch klar am Anfang der Entwicklung eines Early Access Spiels. Es bleibt spannend, was da noch auf uns zukommt und welche Möglichkeiten und vor allem Fraktionen uns eröffnet werden. Aktuell ist Dune – Spice Wars nicht nur ein Spiel für Dune-Liebhaber, sondern definitiv für alle Fans von 4X-Strategiegames. Der Mix mit der Echtzeit macht einen besonderen Reiz aus.

Review – Dune Spice Wars im Test
7
Grafik
7.5
Sound
7
Steuerung
8.5
Spiele Spaß
9
Preis Leistung
Gesamtwertung 7.8 / 10
Unser Fazit
Für ein Early Access Spiel bietet Dune bereits extrem viele Möglichkeiten und wächst laufend. Und als alter Fan der Dune-Reihe ist es so oder so ein Pflichtprogramm gewesen. Es bleibt spannend, wie es sich noch weiter entwickelt.

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Aktualisiert am 27. November 2022 18:44
Michael Barkow
Michael Barkowhttps://www.twitch.tv/gutertag_streaming
1989 erblickte ich das Licht dieser Welt - und bereits 1998 entdeckte ich das Zocken; damals noch mit Command & Conquer: Alarmstufe Rot von 1996. Seitdem bekommt mich die Gamingwelt nicht mehr los. 2005 begann dann für mich die Reise in World of Warcraft und die MMO-Szene hatte mich begeistert. Seitdem habe ich vieles gesehen und erlebt und hüpfe immer mal wieder von einem zum anderen MMO, da ich es nie ganz sein lassen kann. Mit meiner 2015 geborenen Tochter habe ich aber etwas gefunden, dass noch mehr Interesse und Begeisterung weckt. Da das Leben mit Familie tagsüber fesselt, habe ich das Streamen und Zocken am Abend für mich entdeckt. Somit bekommt das Zocken weiterhin seinen Platz in meinem Alltag.

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