Wer einen Mähroboter zum ersten Mal einrichtet, möchte eigentlich nur eines: möglichst schnell aufhören, selbst Rasen mähen zu müssen. Bei älteren Systemen stand diesem Wunsch jedoch häufig zunächst eine ziemlich unangenehme Aufgabe im Weg. Begrenzungskabel mussten rund um das Grundstück verlegt, Beete ausgespart und bei späteren Veränderungen im Garten Kabel wieder gesucht und neu positioniert werden. Der AIRSEEKERS TRON SE verfolgt einen wesentlich moderneren Ansatz. Er orientiert sich ohne klassisches Begrenzungskabel und kombiniert dafür nRTK-Positionierung mit VSLAM und einer 140°-KI-Kamera.
Genau diese Mischung macht den TRON SE zu einem interessanten Mähroboter für Grundstücke bis etwa 1.500 m². Statt den Garten dauerhaft mit einem Draht zu begrenzen, wird die gewünschte Arbeitsfläche digital eingerichtet und anschließend über die AIRSEEKERS App verwaltet. Bis zu 80 individuelle Zonen können angelegt werden, wobei sich unter anderem Zeitplan, Häufigkeit und Schnitthöhe separat konfigurieren lassen.
Im Test zeigte sich schnell, dass der TRON SE nicht einfach nur die kleinere und günstigere Variante innerhalb der TRON-Serie sein möchte. Mit großen Rädern, zwei angetriebenen Hinterrädern, ungewöhnlichen Omni-Wheels an der Vorderseite und einer Steigfähigkeit von bis zu 65 % beim Fahren ist er erstaunlich geländegängig. Gleichzeitig arbeitet er mit höchstens 65 dB angenehm zurückhaltend und kann dadurch auch häufiger mähen, ohne im Garten dauerhaft akustisch präsent zu sein.
Hinzu kommen eine Schnittbreite von 220 mm, eine einstellbare Schnitthöhe zwischen 30 und 90 mm, bis zu 400 m² Mähfläche mit einer Akkuladung und eine Flächenleistung von rund 200 m² pro Stunde. Ein 10-Ah-Lithium-Ionen-Akku versorgt das System, während der Mähroboter nach getaner Arbeit oder bei niedrigem Akkustand selbstständig zur Ladestation zurückkehrt.
Für uns war allerdings nicht eine einzelne technische Zahl das Spannendste am TRON SE. Viel wichtiger ist das Zusammenspiel aus Navigation, Hinderniserkennung, Geländehandling und automatisierter Rasenpflege. Ein guter Mähroboter sollte nach der Einrichtung schließlich möglichst wenig Aufmerksamkeit verlangen. Genau hier zeigt der TRON SE seine größte Stärke.

Auffälliges Design mit vier großen Rädern
Optisch unterscheidet sich der AIRSEEKERS TRON SE deutlich von vielen flachen, beinahe unscheinbaren Mährobotern. Das Gehäuse wirkt kräftig, technisch und ein wenig wie ein kleines autonomes Geländefahrzeug. Dieser Eindruck entsteht vor allem durch die großen Räder und die vergleichsweise hohe Bauform.
Die Abmessungen des TRON SE liegen bei 718 × 470 × 352 mm. Mit einem Gewicht von 18,5 kg ist er das leichteste Modell innerhalb der TRON-Familie, aber natürlich kein Gerät, das man ständig durch den Garten tragen möchte. Dafür steht er satt auf dem Boden und vermittelt schon beim ersten Kontakt einen robusten Eindruck.
Besonders interessant ist die Radkonstruktion. Hinten sitzen 225 mm große Räder mit bürstenlosem Direktantriebs-Nabenmotor. Die beiden Nabenmotoren sorgen unabhängig für den notwendigen Vortrieb und ermöglichen präzise Richtungswechsel.
Vorne verwendet AIRSEEKERS 190 mm große omnidirektionale Räder. Diese sind um 30° geneigt und besitzen eine zwölfsegmentige Omni-Wheel-Konstruktion. Beim Wenden müssen die Vorderräder dadurch nicht wie klassische Rollen über den Rasen geschoben werden. Der Roboter kann deutlich geschmeidiger die Richtung wechseln.
Das fällt gerade auf weicherem Rasen positiv auf. Bei manchen schweren Mährobotern entstehen nach vielen Wendemanövern an denselben Stellen sichtbare Spuren. Der TRON SE bewegt sich hier wesentlich kontrollierter und dreht vergleichsweise sauber.
Insgesamt passt das Design hervorragend zum Einsatzzweck. Der TRON SE wirkt nicht wie ein empfindliches Gartengerät, sondern wie ein kompakter Outdoor-Roboter, der auch mit unebenem Untergrund umgehen möchte.
Technische Daten und Maße
Technisch ist der AIRSEEKERS TRON SE auf mittelgroße bis größere private Rasenflächen ausgelegt. Der optimale Einsatzbereich liegt bei bis zu rund 1.500 m². Die mögliche Tagesleistung kann unter geeigneten Bedingungen bis zu 1.820 m² erreichen.
Die Mäheffizienz beträgt rund 200 m² pro Stunde. Mit einer Akkuladung können bis zu 400 m² bearbeitet werden.
Der integrierte beziehungsweise als Akku-Paket ausgelegte Lithium-Ionen-Akku besitzt eine Kapazität von 10 Ah bei einer Nennspannung von 25,2 V. Die Laufzeit liegt bei bis zu 120 Minuten, anschließend benötigt der Roboter ungefähr 120 Minuten für eine vollständige Ladung. Der Ladestrom beträgt 5 A.
Die wichtigsten Daten des AIRSEEKERS TRON SE im Überblick:
- Maße: 718 × 470 × 352 mm
- Gewicht: 18,5 kg
- Empfohlene beziehungsweise optimale Rasenfläche: bis ca. 1.500 m²
- Mögliche Tagesleistung: bis zu 1.820 m²
- Mähfläche pro Akkuladung: bis zu 400 m²
- Mäheffizienz: ca. 200 m² pro Stunde
- Schnittbreite: 220 mm
- Schnitthöhe: 30 bis 90 mm
- Motordrehzahl des Mähsystems: 3.000 U/min
- Arbeitsgeschwindigkeit: 0,45 m/s
- Geräuschpegel: maximal 65 dB
- Navigation: nRTK + VSLAM
- Hinderniserkennung: 140°-RGB-Kamera mit KI-Unterstützung
- Netzwerkverbindungen: Bluetooth, WLAN und 4G
- Akkukapazität: 10 Ah
- Akkutyp: Lithium-Ionen
- Nennspannung: 25,2 V
- Laufzeit: bis zu 120 Minuten
- Ladezeit: ca. 120 Minuten
- Ladestrom: 5 A
- Maximale Arbeitssteigung beim Mähen: bis zu 60 % beziehungsweise ca. 31°
- Maximale Fahrsteigung: bis zu 65 % beziehungsweise ca. 33°
- Vorderräder: 190 mm, omnidirektionale Konstruktion
- Hinterräder: 225 mm mit bürstenlosem Direktantriebs-Nabenmotor
- Schutzklasse: IPX6
- Betriebstemperatur: 0 bis 45 °C
- Lagertemperatur: -20 bis 60 °C
- Akku-Lebensdauer: nach 800 Zyklen mindestens 70 % Restkapazität
- App-Steuerung: AIRSEEKERS App
- Mehrzonen-Verwaltung: bis zu 80 Zonen
- Garantie: 2 Jahre
Damit bietet der TRON SE eine Ausstattung, die für einen kabellosen Mähroboter dieser Flächenklasse ausgesprochen umfangreich ausfällt.

Kein Begrenzungskabel mehr im Garten
Der vielleicht größte Komfortgewinn zeigt sich bereits vor dem ersten richtigen Mäheinsatz. Der TRON SE benötigt kein klassisches Begrenzungskabel, das dauerhaft im oder auf dem Boden verlegt werden muss.
Wer schon einmal mehrere hundert Meter Begrenzungsdraht rund um einen Garten installiert hat, weiß, wie viel Arbeit dadurch eingespart werden kann. Besonders kompliziert wird eine Kabelinstallation bei mehreren Rasenflächen, Beeten, Bäumen, Terrassen, Wegen und anderen Bereichen, die der Mähroboter nicht befahren soll.
Beim TRON SE werden die Arbeitsbereiche digital festgelegt.
Nach dem Aufstellen und Anschließen der Ladestation wird der Roboter mit der AIRSEEKERS App verbunden. Anschließend kann die Rasenfläche eingerichtet und kartiert werden. Die App bildet danach die Grundlage für die weitere Verwaltung.
Der Vorteil einer digitalen Karte zeigt sich spätestens dann, wenn sich im Garten etwas verändert. Ein neuer Bereich soll ausgeschlossen werden, eine Rasenfläche kommt hinzu oder eine bestimmte Zone soll anders behandelt werden. Statt einen Draht aus dem Boden zu holen, lassen sich die Einstellungen wesentlich komfortabler anpassen.
Gerade langfristig empfinden wir diese Flexibilität als einen enormen Fortschritt gegenüber klassischen Kabelsystemen.
nRTK und VSLAM arbeiten zusammen
Für seine Navigation kombiniert der TRON SE nRTK mit VSLAM. Das Ziel ist eine präzise Positionierung, ohne dass der Roboter zwingend einem unterirdisch verlegten Draht folgen muss.
Die beiden Technologien ergänzen sich dabei sinnvoll. Die satellitengestützte beziehungsweise netzwerkgestützte Positionierung liefert die globale Orientierung, während die visuelle Umgebungserkennung dem Mähroboter zusätzliche Informationen über seine unmittelbare Umgebung gibt.
Das macht sich besonders in anspruchsvolleren Bereichen bemerkbar. Schmale Durchgänge, Ecken, unterschiedliche Rasenbereiche oder Abschnitte unter Bäumen stellen für rein satellitengestützte Systeme oftmals eine größere Herausforderung dar.
Im Alltag wirkte die Navigation angenehm strukturiert. Der Roboter fährt seine Flächen nicht einfach völlig zufällig ab, sondern orientiert sich systematisch innerhalb der angelegten Bereiche.
Das sorgt nicht nur für eine effizientere Bearbeitung, sondern auch für ein optisch gleichmäßigeres Ergebnis. Besonders bei häufigem Mähen entsteht dadurch ein gepflegter Gesamteindruck.
Natürlich bleibt bei RTK-basierten Systemen die Qualität der Umgebung ein wichtiger Faktor. Sehr stark abgeschirmte Bereiche oder ungünstige Bedingungen können für jedes satellitengestützte System schwieriger sein. Die zusätzliche VSLAM-Unterstützung ist deshalb beim TRON SE ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts.
140°-KI-Kamera erkennt Hindernisse
Während die Navigation für die Position im Garten zuständig ist, kümmert sich eine 140°-RGB-Kamera um den Bereich vor dem Roboter.
Die KI-gestützte Hinderniserkennung analysiert Objekte in Echtzeit und hilft dem TRON SE dabei, ihnen auszuweichen. Dazu können herumliegende Gartenobjekte, Werkzeuge, Dekoration und auch Tiere gehören.
Im Alltag ist das eine wichtige Sicherheitsfunktion. Ein Garten ist schließlich keine komplett kontrollierte Testfläche. Ein Spielzeug bleibt liegen, ein Gartenschlauch befindet sich plötzlich an einer anderen Stelle oder ein Haustier läuft über den Rasen.
Natürlich sollte man auch bei einem intelligenten Mähroboter den Garten möglichst frei von kleinen Gegenständen halten. Besonders sehr flache oder ungewöhnliche Objekte können für optische Systeme grundsätzlich schwieriger zu erkennen sein. Trotzdem reduziert die Kamera den Aufwand deutlich, vor jedem einzelnen Mähvorgang den gesamten Rasen minutiös kontrollieren zu müssen.
Bei größeren Hindernissen reagiert der TRON SE kontrolliert, passt seinen Weg an und setzt die Arbeit anschließend fort.
Uns gefällt besonders, dass die Hinderniserkennung nicht isoliert arbeitet, sondern mit der Navigation zusammenspielt. Der Roboter weiß also nicht nur, wo er sich ungefähr befindet, sondern kann gleichzeitig auf Veränderungen unmittelbar vor ihm reagieren.

Bis zu 80 individuell konfigurierbare Zonen
Nicht jeder Garten besteht aus einer einzigen rechteckigen Rasenfläche. Genau deshalb ist die Mehrzonen-Verwaltung des TRON SE interessant.
In der AIRSEEKERS App können bis zu 80 unterschiedliche Zonen verwaltet werden. Für einen normalen Privatgarten ist das mehr als ausreichend und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten.
Beispielsweise kann der Vorgarten anders behandelt werden als der Rasen hinter dem Haus. Eine stark wachsende Fläche kann häufiger gemäht werden, während ein schattiger Bereich weniger Durchgänge benötigt.
Auch die Schnitthöhe lässt sich an unterschiedliche Bereiche beziehungsweise Anforderungen anpassen.
Gerade im Laufe einer Gartensaison ist das hilfreich. Im Frühjahr wächst Gras häufig schneller als in trockenen Sommerperioden. Manche Flächen erhalten mehr Wasser oder Sonne und entwickeln sich entsprechend anders.
Statt den gesamten Garten immer nach einem einzigen Schema zu behandeln, kann man den Mähplan wesentlich gezielter organisieren.
Diese Flexibilität gehört für uns zu den Funktionen, die man anfangs vielleicht unterschätzt, später aber nicht mehr missen möchte.
30 bis 90 mm Schnitthöhe
Bei der Schnitthöhe bietet der TRON SE einen ungewöhnlich großen Einstellbereich von 30 bis 90 mm.
Damit deckt er sowohl einen relativ kurzen, gepflegten Rasen als auch deutlich höhere Schnitteinstellungen ab. Das ist besonders sinnvoll, weil nicht jede Grasart und nicht jede Jahreszeit dieselbe Schnitthöhe benötigt.
Im Frühjahr kann beispielsweise etwas kürzer gemäht werden, während in heißen und trockenen Sommerphasen ein höherer Rasen Vorteile haben kann. Längere Grashalme beschatten den Boden besser und können dazu beitragen, die Feuchtigkeit länger zu halten.
Die Schnittbreite beträgt 220 mm.
Im Vergleich zu den größeren TRON-Modellen ist der TRON SE damit etwas schmaler aufgestellt, bewegt sich aber gleichzeitig gut durch kleinere und verwinkeltere Bereiche. Für seine empfohlene Flächenklasse empfinden wir die 220 mm als guten Kompromiss zwischen Wendigkeit und Flächenleistung.
Mit einer Motordrehzahl von bis zu 3.000 U/min wird das Gras sauber gekürzt. Besonders bei regelmäßigem Mähen entsteht dadurch ein gleichmäßiges Rasenbild, da der Roboter immer nur einen relativ kleinen Teil der Halmlänge abschneidet.
FlowCut verarbeitet den Rasenschnitt zu feinem Mulch
Der TRON SE sammelt das geschnittene Gras nicht in einem Fangkorb. Stattdessen arbeitet er nach dem Mulchprinzip.
Die FlowCut-Technologie hält das Schnittgut im Mähbereich und zerkleinert es weiter. Anschließend werden die feinen Graspartikel wieder gleichmäßig auf dem Rasen verteilt.
Bei regelmäßigem Mähen sind die abgeschnittenen Stücke so klein, dass sie zwischen den Grashalmen kaum auffallen. Dort können sie sich zersetzen und dem Boden wieder Nährstoffe zuführen.
Der praktische Vorteil ist offensichtlich: Es gibt keinen Fangkorb, der geleert werden muss, und das Schnittgut muss nicht anschließend entsorgt werden.
Der eigentliche Vorteil zeigt sich aber langfristig. Ein Mähroboter arbeitet am besten, wenn er regelmäßig unterwegs ist und immer nur wenige Millimeter abschneidet. Dadurch entsteht kontinuierlich sehr feiner Mulch.
In unserem Gesamteindruck wirkt der Rasen dadurch dauerhaft gepflegt. Statt einmal pro Woche sehr viel Gras auf einmal abzuschneiden, hält der TRON SE die gewünschte Höhe kontinuierlicher.
Erstaunlich stark an Steigungen
Einer der Bereiche, in denen der TRON SE besonders beeindruckt, ist seine Geländetauglichkeit.
Die beiden angetriebenen Hinterräder liefern viel Traktion. Beim regulären Mähen können Steigungen bis zu 60 % beziehungsweise ungefähr 31° bewältigt werden. Beim reinen Fahren sind sogar bis zu 65 % beziehungsweise rund 33° möglich.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Die maximale Fahrsteigung beschreibt nicht automatisch eine Fläche, auf der dauerhaft unter allen Bedingungen gemäht werden sollte. Für den normalen Mähbetrieb gilt die Grenze von bis zu 60 %.
Trotzdem sind beide Werte ausgesprochen ordentlich.
Auf leicht unebenem Untergrund bleibt der TRON SE stabil. Die großen 225-mm-Hinterräder greifen gut, während die Omni-Wheels vorne bei Richtungswechseln helfen.
Auch kleinere Bodenunebenheiten bringen ihn nicht sofort aus dem Konzept.
Das macht den Roboter gerade für Gärten interessant, die nicht wie ein perfekt ebener Fußballplatz angelegt sind. Leichte Senken, ungleichmäßige Bereiche oder Steigungen gehören bei vielen Grundstücken schließlich zum Alltag.

400 m² mit einer Akkuladung
Der 10-Ah-Lithium-Ionen-Akku ermöglicht eine Laufzeit von bis zu 120 Minuten.
In dieser Zeit kann der TRON SE unter geeigneten Bedingungen bis zu 400 m² Rasen bearbeiten. Die durchschnittliche Mäheffizienz wird mit rund 200 m² pro Stunde angegeben.
Ist der Akku erschöpft, fährt der Roboter selbstständig zurück zur Ladestation. Eine vollständige Ladung dauert etwa 120 Minuten.
Anschließend kann der Mähbetrieb fortgesetzt werden.
Für eine Rasenfläche von beispielsweise 1.000 oder 1.500 m² bedeutet das nicht, dass der komplette Garten zwingend mit einer einzigen Akkuladung bearbeitet werden muss. Der große Vorteil eines autonomen Mähroboters liegt gerade darin, dass Laden und Mähen automatisch miteinander kombiniert werden können.
Man muss also nicht danebenstehen und warten.
Der TRON SE arbeitet, fährt bei Bedarf zurück, lädt und setzt seinen Zeitplan anschließend fort.
Zusätzlich ist das Akku-Konzept auf Austauschbarkeit ausgelegt. Das erleichtert langfristig die Wartung und eröffnet bei Bedarf die Möglichkeit, mit einem zusätzlichen Akku weiterzuarbeiten.
App-Steuerung macht den Mähroboter wirklich smart
Ein großer Teil der täglichen Bedienung findet in der AIRSEEKERS App statt.
Dort lassen sich die angelegten Bereiche überwachen und anpassen. Zeitpläne können festgelegt, Zonen verwaltet und Einstellungen wie Schnitthöhen angepasst werden.
Auch eine direkte Steuerung ist möglich.
Besonders praktisch ist die Möglichkeit, den Standort des Roboters über GPS zu verfolgen. Man sieht dadurch, wo sich der TRON SE gerade befindet und kann seinen Status kontrollieren.
Bei einem Gerät, das einen großen Teil seiner Zeit unbeaufsichtigt im Garten verbringt, ist das beruhigend.
Die Verbindungsmöglichkeiten umfassen Bluetooth, WLAN und 4G. Dadurch ist die Kommunikation nicht ausschließlich auf eine einzige Funktechnik beschränkt.
In unserem Alltag ist die App vor allem nach der ersten Einrichtungsphase angenehm. Man beschäftigt sich anfangs intensiver mit Karte, Zonen und Mähzeiten. Sobald alles eingerichtet ist, wird die Bedienung zunehmend zur Kontrolle statt zur aktiven Steuerung.
Und genau so sollte es bei einem Mähroboter sein.
GPS-Ortung und Diebstahlschutz
Mähroboter sind hochwertige Geräte und verbringen zwangsläufig viel Zeit im Freien. Ein guter Diebstahlschutz ist deshalb besonders wichtig.
Der TRON SE bietet eine Echtzeit-GPS-Ortung über die AIRSEEKERS App. Zusätzlich kann eine Benachrichtigung ausgelöst werden, wenn der Roboter den festgelegten Bereich verlässt.
Das verhindert natürlich nicht physisch, dass jemand das Gerät anhebt. Es sorgt aber dafür, dass ungewöhnliche Bewegungen schneller auffallen und der Standort nachvollzogen werden kann.
Gerade bei Vorgärten oder Grundstücken, deren Rasenfläche von der Straße einsehbar ist, empfinden wir diese Funktion als sehr sinnvoll.
Regensensor und automatische Rückkehr
Obwohl der TRON SE nach IPX6 gegen Wasser geschützt ist, besitzt er eine Regenerkennung.
Beginnt es zu regnen, kann der Roboter den Mähbetrieb unterbrechen und zur Ladestation zurückkehren.
Das ist sinnvoll, denn sehr nasses Gras lässt sich grundsätzlich schlechter schneiden. Es kann stärker am Mähdeck haften und zu einem weniger gleichmäßigen Ergebnis führen.
Auch für den Rasen selbst ist es häufig besser, bei sehr nassen Bedingungen auf das Mähen zu verzichten.
Die automatische Rückkehr greift außerdem bei niedrigem Akkustand. Damit erledigt der TRON SE einen weiteren typischen Vorgang komplett selbstständig.
Mit maximal 65 dB angenehm zurückhaltend
Ein Mähroboter soll idealerweise häufiger arbeiten als ein klassischer Rasenmäher. Genau deshalb spielt die Lautstärke eine wichtige Rolle.
Der TRON SE erreicht maximal 65 dB und bleibt damit wesentlich angenehmer als ein klassischer Benzinrasenmäher.
Im Garten ist er natürlich hörbar, insbesondere wenn man sich direkt daneben befindet. Aus einiger Entfernung tritt das Betriebsgeräusch aber deutlich in den Hintergrund.
Das ermöglicht wesentlich flexiblere Zeitpläne.
Der Roboter kann beispielsweise morgens oder tagsüber arbeiten, ohne dass jedes Mähen zum akustischen Ereignis für die gesamte Nachbarschaft wird.
Ein Nachtmodus ist ebenfalls vorhanden. Trotzdem würden wir aus Rücksicht auf nachtaktive Tiere empfehlen, vor einem regelmäßigen nächtlichen Betrieb zu prüfen, welche Tiere im eigenen Garten unterwegs sind. Technisch kann der TRON SE nachts arbeiten, praktisch ist ein Tages- oder früher Abendbetrieb in vielen Gärten die tierfreundlichere Lösung.
Reinigung ist erfreulich unkompliziert
Ein Mähroboter sammelt zwangsläufig Grasreste und Schmutz an seiner Unterseite.
Der IPX6-Schutz macht die Reinigung des TRON SE angenehm unkompliziert. Grobe Grasreste lassen sich entfernen und das Gerät kann zur Reinigung entsprechend abgespült werden.
Besonders nach feuchterem Gras lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle des Mähbereichs.
Die Messer gehören ebenfalls zu den klassischen Verschleißteilen eines Mähroboters. Im Lieferumfang befinden sich sechs Ersatzklingen sowie sechs passende Ersatzschrauben.
Dadurch kann man bei nachlassender Schnittqualität direkt reagieren, ohne zunächst neues Zubehör bestellen zu müssen.
Lieferumfang
Der Lieferumfang fällt umfangreich aus.
Neben dem AIRSEEKERS TRON SE und dem Akku gehören die Komponenten der Ladestation dazu. Enthalten sind der Ladeturm, die Bodenplatte der Ladestation, der passende Adapter, zehn Schrauben für die Ladeplatte und zehn Erdspieße.
Für die Montage liegt ein 2-in-1-Inbusschraubendreher bei.
Zusätzlich befinden sich sechs Ersatzklingen samt sechs Ersatzschrauben, ein Schutzblech und drei dazugehörige Schrauben im Paket.
Abgerundet wird der Lieferumfang durch die Bedienungsanleitung und eine Kurzanleitung.
Damit ist bereits einiges an Wartungszubehör enthalten und der Roboter kann nach der grundlegenden Installation direkt eingerichtet werden.

Ein paar kleine Kritikpunkte
Auch bei unserem insgesamt sehr positiven Eindruck gibt es Punkte, die man vor dem Kauf kennen sollte.
Mit 18,5 kg ist der TRON SE zwar das leichteste Modell der TRON-Serie, aber trotzdem kein Leichtgewicht. Wer den Roboter regelmäßig zwischen verschiedenen, nicht verbundenen Grundstücksbereichen tragen möchte, wird das Gewicht spüren.
Die erste Einrichtung benötigt außerdem etwas Zeit. Eine digitale Karte ist langfristig wesentlich komfortabler als ein Begrenzungskabel, trotzdem sollte man bei der ersten Kartierung sorgfältig arbeiten. Je genauer die Zonen und Grenzen eingerichtet werden, desto entspannter funktioniert später der automatische Betrieb.
Die Schnittbreite von 220 mm und die Flächenleistung von rund 200 m² pro Stunde liegen unter den größeren TRON-Modellen. Für den vorgesehenen Einsatzbereich bis etwa 1.500 m² ist das aus unserer Sicht jedoch vollkommen ausreichend. Wer regelmäßig deutlich größere Flächen bearbeiten möchte, sollte innerhalb der TRON-Serie eher zu einem der stärkeren Modelle greifen.
Auch sollte die Ladestation einen geeigneten, möglichst ebenen Standort bekommen. Wer den Garten vollständig automatisieren möchte, investiert deshalb besser etwas Zeit in die Wahl des richtigen Platzes.
Schlusswort
Nach unserem Test bleibt vom AIRSEEKERS TRON SE vor allem der Eindruck eines erstaunlich vollständigen Gesamtpakets. Er versucht nicht, einfach nur einen klassischen Mähroboter ohne Begrenzungskabel nachzubauen. Stattdessen verbindet er moderne Navigation mit guter Geländegängigkeit, flexibler Zonenverwaltung und einer durchdachten App.
Besonders die Kombination aus nRTK und VSLAM macht die Navigation interessant. Dazu kommt die 140°-KI-Kamera, die Hindernisse während der Fahrt erkennt und dem Roboter ermöglicht, auf Veränderungen im Garten zu reagieren.
Die großen Räder und die beiden bürstenlosen Direktantriebs-Nabenmotoren geben dem TRON SE eine Geländetauglichkeit, die man ihm beim Blick auf seine Position als kleineres Modell der Serie vielleicht zunächst nicht zutraut. Bis zu 60 % Steigung beim Mähen und 65 % beim Fahren sind starke Werte.
Gleichzeitig bleibt der Mähroboter mit maximal 65 dB angenehm leise.
Mit einer Schnittbreite von 220 mm, 30 bis 90 mm einstellbarer Schnitthöhe und bis zu 400 m² pro Akkuladung ist der TRON SE sehr gut für mittelgroße Grundstücke aufgestellt. Der 10-Ah-Akku ermöglicht bis zu 120 Minuten Betrieb und ist nach ungefähr zwei Stunden wieder vollständig geladen.
Für uns gehört die Mehrzonen-Steuerung zu den größten Pluspunkten. Bis zu 80 Zonen geben auch Besitzern komplexerer Grundstücke sehr viel Freiheit. Vorgarten, Hauptfläche, Seitenbereiche und unterschiedlich schnell wachsende Abschnitte lassen sich individuell organisieren.
FlowCut wiederum sorgt dafür, dass das Mähen nicht nur Arbeit abnimmt, sondern gleichzeitig feiner Mulch auf dem Rasen verbleibt. Wer den TRON SE regelmäßig fahren lässt, erhält dadurch kontinuierlich einen gleichmäßigen Schnitt, ohne ständig einen Fangkorb leeren oder große Mengen Rasenschnitt entsorgen zu müssen.
Auch die Maße von 718 × 470 × 352 mm passen zum robusten Charakter. Mit 18,5 kg steht der Roboter stabil auf seinen vier großen Rädern und bleibt dennoch etwas leichter als seine größeren Geschwister.
GPS-Ortung, Grenzüberschreitungswarnungen, Bluetooth, WLAN und 4G runden das Gesamtpaket ab. Hinzu kommen Regenerkennung, automatische Rückkehr zur Ladestation und der robuste IPX6-Aufbau.
Am besten beschreibt man den AIRSEEKERS TRON SE deshalb als Mähroboter für Nutzer, die möglichst wenig über das eigentliche Rasenmähen nachdenken möchten. Einmal sauber eingerichtet, übernimmt er einen Großteil der wiederkehrenden Arbeit selbst. Er navigiert, mäht, mulcht, weicht Hindernissen aus, fährt zum Laden zurück und hält sich an den festgelegten Zeitplan.
Genau darin liegt für uns der eigentliche Luxus eines guten Mähroboters. Nicht darin, dass man ständig mit einer App spielt und dem Gerät bei jeder Runde zusieht, sondern darin, dass man irgendwann in den Garten schaut und feststellt, dass der Rasen einfach gepflegt aussieht.


