Review – Midea V3 Series – Eine Waschmaschine, die halt was sie verspricht… Saubere Wäsche

Heute haben wir mal zur Abwechslung ein Großgerät im Test, welches im Haushalt nahezu unverzichtbar ist. Die Waschmaschine V3 Series von Midea.

Da viele von der Marke, mir inbegriffen, wahrscheinlich noch nicht viel gehört haben und nach typisch deutscher Art bei Waschmaschinen immer erstmal an Miele, Bosch oder AEG denken hier ein kleines Firmenprofil. Denn bei Midea handelt es sich gewiss nicht um eine Nischenmarke, sondern durchaus um einen “Globalplayer”.

Die Midea Group ist ein international agierender Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf Haushaltsgeräten und Klimatisierungslösungen. Das Unternehmen wurde 1968 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Foshan, China.

Ursprünglich als kleine Produktionsstätte gestartet, hat sich Midea zu einem der weltweit führenden Hersteller in diesem Bereich entwickelt. Das Produktsortiment umfasst unter anderem Klimaanlagen, Kühlschränke, Waschmaschinen und weitere Elektrogeräte für den privaten Haushalt.

Neben der Produktion unter eigenem Namen ist Midea auch als Auftragsfertiger für andere Marken tätig. Mit einer globalen Präsenz in über 200 Ländern und einem starken Fokus auf Forschung und Entwicklung – insbesondere in den Bereichen Smart Home und moderne Technologien – zählt das Unternehmen heute zu den wichtigsten Akteuren der Branche.

Bei einer Waschmaschine bin ich eigentlich ziemlich einfach gestrickt. Sie soll die Wäsche sauber machen, beim Schleudern nicht durch das Badezimmer marschieren und man sollte nicht jedes Mal erst die Bedienungsanleitung studieren müssen, bevor man einen Waschgang startet. Die Midea V3 Series mit 8 Kilogramm macht genau das bisher ziemlich ordentlich. Vor allem eine Sache ist mir bei der Nutzung positiv aufgefallen: Die Maschine ist beim Schleudern erstaunlich ruhig.

Aber fangen wir vorne an, denn bevor die erste Socke in der Trommel landet, muss das gute Stück erstmal an seinen Platz.

Und da kann man es nicht anders sagen, als dass die Midea kein kleines Leichtgewicht ist mit ihren ca. 63kg. Alleine würde ich die Maschine definitiv nicht durch die Gegend tragen. Das ist zwar theoretisch irgendwie machbar, praktisch würde ich mir das aber sparen. Zu zweit ist die Sache deutlich angenehmer und vor allem muss man danach nicht erstmal den Rücken wieder gerade biegen.

Bei der Aufstellung selbst gibt es im Grundsatz nichts Besonderes zu beachten. Transportsicherungen raus, Maschine an ihren Platz stellen, ordentlich ausrichten und anschließend Wasser und Abwasser anschließen. Wichtig ist vor allem, dass die Maschine wirklich gerade steht. Hier sollte man sich nicht denken „passt schon“, denn spätestens beim Schleudern merkt man, ob man sauber gearbeitet hat.

Die Füße lassen sich entsprechend einstellen und damit bekommt man die Maschine recht schnell und gut ausgerichtet. Wer aber einen wirklich unebenen Boden hat, sollte sich dafür etwas mehr Zeit nehmen. Eine zusätzliche Gummimatte unter der Waschmaschine kann ebenfalls nicht Schaden. Diese kann gerade bei einem harten Boden helfen, Vibrationen etwas abzufangen. Also, wenn nötig, ab zum Baumarkt, da gibt es diese matten recht günstig.

Beim Wasseranschluss würde ich allerdings ganz klar sagen: Wenn man nicht weiß, was man da macht, Finger weg und lieber einen Fachmann holen. Das Anschließen einer Waschmaschine ist grundsätzlich kein Hexenwerk, aber ein undichter Wasseranschluss ist eben auch nichts, was man mal eben mit einem Neustart behebt. Sich Hilfe zu holen ist meiner Meinung nach besser, als hinterher einen Wasserschaden reparieren zu müssen, denn im schlimmsten Fall steht irgendwann die Wohnung unter Wasser. Das muss man sich nicht freiwillig antun und die Versicherungen sind da auch nicht unbedingt kulant.

Ist die Maschine erstmal angeschlossen und steht an ihrem Platz, geht es angenehm unkompliziert weiter. Die Bedienung ist kein großes Rätselraten. Der Programmwahlschalter sitzt zentral oberhalb der Trommel und wird einfach gedreht. 

Bei den Programmen hat Midea eigentlich für ziemlich jeden Wäschefall etwas im Angebot. Insgesamt stehen 15 verschiedene Programme zur Auswahl, angefangen bei den Klassikern wie Baumwolle, Mischwäsche und Eco 40-60 bis hin zu Jeans, Feinwäsche, Wolle, Sport- und Bettwäsche. Interessant finde ich vor allem das spezielle Tierhaare-Programm, das bei einem Haushalt mit Hund und Katze natürlich direkt ausprobiert werden musste. Dazu kommen ein 15-Minuten-Schnellprogramm für die ganz schnellen Fälle, ein eigenes 20-Grad-Programm sowie der Health Guard und die Trommelreinigung. Wer jetzt allerdings befürchtet, dass man sich erstmal durch 15 Programme wühlen muss, kann beruhigt sein. Für die normale Wäsche greife ich im Alltag eigentlich immer zu den gleichen zwei oder drei Einstellungen. Trotzdem finde ich es gut, dass für spezielle Fälle entsprechende Programme vorhanden sind, ohne dass die Bedienung dadurch unnötig kompliziert wird.

Die Programme sind aber auch keine feste Vorgaben, durch die zusätzlichen Tasten kann man Beispielsweise Temperatur und Schleudergeschwindigkeit vor dem Starten manuell einstellen. Die Dauer der verschiedenen Programme liegt zwischen 15 Minuten bis über 3 Stunden in Abhängigkeit zur gewünschten Reinigungsleistung.

Ein kleines Manko, muss ich aber zum Einstellen der Programme erwähnen. Bei meinen 1,90 Metern muss ich mich dafür allerdings ein Stück nach vorne beugen. Die Position des wahlschaltera ist aus meiner Perspektive nicht ganz optimal und gerade wenn man schnell mal einen bestimmten Punkt treffen möchte, liegt man mit dem Drehregler schon mal einen kleinen Tacken daneben. Das ist jetzt wirklich kein Beinbruch, aber es ist mir bei der Benutzung aufgefallen und ein anderes Modell, welches mal für ein paar Jahre bei „wohnen“ durfte zum Waschen, hatte eine kleine farbliche Hervorhebung des gewählten Programm. Ist auch nur so als Hinweis gemeint und keineswegs abwertend, eher son kleines Minus bei der B-Note.

Ansonsten ist die Bedienung ziemlich selbsterklärend. Wäsche rein, Waschmittel dazu, Programm auswählen und Start drücken. Mehr möchte ich bei einer Waschmaschine eigentlich auch gar nicht. Klar, es gibt verschiedene Programme und Einstellungen, aber ich persönlich bin froh, wenn ein Haushaltsgerät nicht versucht, mir das halbe Smartphone zu ersetzen.

Die 8-Kilo-Trommel finde ich für den normalen Haushalt ziemlich passend. Da geht ordentlich was rein. Handtücher, Bettwäsche, Shirts, Hosen und die ganz normale Wäsche sind kein Problem. Wer regelmäßig riesige Wäscheberge produziert, braucht natürlich irgendwann mehr Fassungsvermögen. Für einen normalen Haushalt sehe ich die 8 Kilogramm aber als ziemlich vernünftige Größe.

Was mich bei den ersten Waschgängen am meisten überrascht hat, war tatsächlich die Lautstärke. Gerade beim Schleudern bin ich von Waschmaschinen schon einiges gewohnt. Es gibt Geräte, bei denen man das Gefühl bekommt, dass im Badezimmer gerade ein kleiner Presslufthammer läuft. Die Midea ist da deutlich entspannter.

Ja, man hört sie. Das sollte man jetzt auch nicht falsch verstehen. Eine Waschmaschine arbeitet nun mal mit Wasser, Motor und einer sich schnell drehenden Trommel. Ganz ohne Geräusche geht das nicht. Aber die Midea bleibt beim Schleudern vor allem bleibt sie da, wo sie hingestellt wurde.

Das ist meiner Meinung nach gerade in einer Wohnung ein ziemlich wichtiger Punkt. Wenn die Waschmaschine irgendwo im Keller steht, ist einem das vielleicht relativ egal. Steht sie dagegen im Badezimmer und direkt daneben befindet sich das Schlafzimmer, sieht die Sache schon anders aus. Und auch die Nachbarn freuen sich vermutlich, wenn die Maschine nicht jedes Mal klingt, als würde nebenan gerade ein Abrissunternehmen anfangen.

Klar, ein Teil davon hängt natürlich auch davon ab, wie die Maschine aufgestellt ist. Wenn sie schief steht, kann auch die Midea anfangen zu vibrieren. Gleiches gilt für eine völlig bescheuerte Beladung. Eine einzelne schwere Decke auf einer Seite der Trommel ist nun mal keine optimale Voraussetzung für einen ruhigen Schleudergang.

Bei normaler Beladung und sauberer Ausrichtung hatte ich damit aber keine Probleme. 

Beim Waschen selbst gibt es ebenfalls wenig zu meckern. Die Wäsche wird sauber und genau das soll sie schließlich. Shirts, Hosen, Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche kommen sauber aus der Trommel. Ich hatte bisher keinen Grund, mich über das Waschergebnis zu beschweren.

Also, Härtetest!

Mit zwei Kindern im Haushalt, Hund, Katze und Pferden… muhahaha. Das wollen wir mal sehen, wie man das sauber bekommt. Aber selbst bei der ultimativen Herausforderung… Pferdedecken, Hund im Fellwechsel und Kinder mit dem Hang zur Bodennähe (ob gewollt oder ungewollt) sind bisher keine große Herausforderung gewesen. Ein Gruß geht raus an meine Mutter, die immer wieder auf die Wahl des Waschmittel hinweist: Die alte Maschine hat das trotzdem nicht so hinbekommen, egal welches Mittel ich genommen habe. So, das musste jetzt mal gesagt werden.

Ich persönlich bin bei Haushaltsgeräten sowieso eher der Typ „weniger ist mehr“. Mir bringt es nichts, wenn eine Waschmaschine theoretisch alles kann, ich am Ende aber nur zwei oder drei Programme benutze. Viel wichtiger ist, dass diese Programme vernünftig funktionieren und man das Gerät einfach bedienen kann.

Hinzu kommen ein paar weitere Funktionen, die ein bisschen mehr für Quality of Life mitgebracht werden 
  • Temperatur einstellbar
  • Schleuderdrehzahl einstellbar
  • Vorwäsche
  • Dampf
  • Endzeitvorwahl
  • Nachlegefunktion

Wenn die Taschen mal nicht leer sind, bleiben Dinge im Fusselsieb hängen…

Das Fusselsieb sitzt gut erreichbar unten an der Vorderseite der Maschine und lässt sich ohne großes Gefummel öffnen und herausnehmen. Bei einem Haushalt mit Kindern und Tieren sammelt sich dort natürlich einiges an – Haare, Fusseln und gelegentlich auch mal Kleinkram aus den Hosentaschen. Das Sieb sollte man deshalb von Zeit zu Zeit kontrollieren und reinigen. Die Reinigung selbst ist schnell erledigt und gehört für mich zu den Dingen, die bei einer Waschmaschine ohne viel Aufwand funktionieren müssen.

Große Klappe und viel Platz!

Auch die Trommel selbst macht einen guten Eindruck. Mit den 8 Kilogramm ist ausreichend Platz vorhanden und die Tür lässt sich weit genug öffnen, um die Wäsche bequem einzuladen. Beim Herausnehmen gibt es ebenfalls nichts Besonderes zu bemängeln. Das klingt vielleicht nach Kleinkram, aber genau solche Dinge fallen einem irgendwann auf, wenn man ein Gerät regelmäßig benutzt.

Beim Schleudern merkt man dann schon, dass eine ordentliche Drehzahl anliegt. Die Wäsche kommt entsprechend gut ausgeschleudert aus der Maschine. Das ist besonders praktisch, wenn die Sachen anschließend auf dem Wäscheständer landen und nicht direkt in den Trockner wandern. Logisch, je weniger Wasser in der Kleidung steckt, desto schneller ist sie nachher trocken.

Das Schleudern ist natürlich hörbar, aber es entsteht nicht dieses nervige Dröhnen, bei dem man irgendwann freiwillig die Tür zum Badezimmer schließt, nur damit man es nicht mehr hört.

Während des normalen Waschens hält sich die Geräuschentwicklung ebenfalls in Grenzen. Wenn die Maschine nebenbei läuft, bekommt man natürlich mit, dass sie arbeitet, aber sie steht nicht permanent im akustischen Mittelpunkt. Gerade wenn man die Waschmaschine tagsüber laufen lässt und sich gleichzeitig in der Wohnung aufhält, ist das ziemlich angenehm.

Nach den ersten Waschgängen war ich eigentlich ziemlich zufrieden. Die Midea macht keinen großen Zirkus, sondern wäscht meine Wäsche. Sie bleibt beim Schleudern ruhig, die Bedienung ist unkompliziert und bisher hatte ich keinen Grund, mich über das Ergebnis zu beschweren. Für mich muss eine Waschmaschine genau das können. Vielleicht ist das nicht die spektakulärste Aussage über ein Haushaltsgerät – aber ehrlich gesagt ist mir das ziemlich egal. Wenn ich sie anschalte und danach nicht mehr über sie nachdenken muss, hat sie ihren Job gemacht

Nach dem Aufstellen würde ich außerdem nicht sofort die erste Ladung Wäsche reinwerfen und aus dem Raum verschwinden. Einfach beim ersten Waschgang ein bisschen darauf achten, ob alles dicht ist und wie sich die Maschine beim Schleudern verhält. Wenn sie stabil steht und keine ungewöhnlichen Geräusche macht, ist eigentlich alles gut.

Günstig waschen mit Energieeffizienz A-10%

Wer nach dem ganzen waschen noch nicht überzeugt ist… Den kann ich vielleicht mit dem günstigen Unterhaltskosten etwas anfüttern. Die Media V3 ist verhältnismäßig sehr günstig laut Herstellerangaben. Ob das im Endeffekt natürlich wirklich so günstig ist, liegt halt daran, wie intensiv das Gerät laufen muss. Die günstigen Kosten kommen natürlich nicht zu Stande, wenn die Waschmaschine dauerhaft auf Kochwäsche bei 90°, mit extra Dampf und Schleudern.

Anschaffungskosten

Da die Preise für diese Art Großgeräte immer sehr unterschiedlich sind, ist ein Vergleich natürlich immer ratsam. Der Hersteller veranschlagt für die Media V3 Series 8kg Waschmaschine laut deren Webseite 730€, allerdings war der Einführungspreis bei Amazon bei 380€.

TopTechNews_Gold

Review – Midea V3 Series – Eine Waschmaschine, die halt was sie verspricht… Saubere Wäsche
7.5
Design
9
Verarbeitung
9
Features
8.5
Zielgruppe
8.5
Preis Leistung
Gesamtwertung 8.5 / 10
Unser Fazit
Die Midea V3 Series keine Waschmaschine, die plötzlich die Welt verändert. Das soll sie aber auch gar nicht. Es handelt sich um ein klassisches Haushaltsgerät, das seine Arbeit erledigen soll. Und genau da finde ich sie ziemlich überzeugend, mit vielen individuellen Programmen, einfacher Bedienung und vor allem sauberen Ergebnissen bei der Wäsche.
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Christian Kleinheider
Christian Kleinheiderhttps://www.twitch.tv/garfield288_zockt
Ich heiße Christian und mit meinen Baujahr ´81 gehöre ich zu den älteren Eisen der Gamer, wobei ich damit aber immer noch nahe am europäischen Altersdurchschnitt liege :) Ich lebe mit meiner kleinen Familie (meiner Frau, meinen Töchtern und ner Hand voll Haustieren) im Osnabrücker Land. Meine Leidenschaft zum Zocken fing Weihnachten 1990 mit dem Urgesteine der Konsolen, dem Game Boy an. Und mit den Jahren habe ich so einige Konsolen und Computersysteme durch, C64, SNES, N64, GC, WII, PS1, PS2, PS3, XBOX ONE S und PC. Bei den Spielen selbst hatte ich nie ein eindeutiges Genre dem ich nachgehe, es gab seine Phasen aber nie einen roten Faden der sich durchgezogen hat. mal waren es die J´n´R, dann Sport (von FiFA, NBA, NHL), denn Rennsport Spielen (GT, F1,...), Shooter, RPs, MMORPG, EZStrategie, Aufbausimus,... die Liste könnte ich ewig weiter führen. Nur MOBAs haben mich nie wirklich fixen können. Aber die Geschmäcker sind halt verschieden. Wenn ihr Interesse habt dürft ihr mich gerne adden. Bei Twitch bin ich auch zu unterschiedlichen Zeiten unterwegs und würde mich über einen follow freuen. Twitch: Garfield2808 Steam : Chris2808 Origin: chris28081 GuildWars: christian.5724 XBOX: Garfield288

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