Mit der neuen A900-Serie erweitert 70mai sein Dashcam-Portfolio um gleich zwei besonders interessante Modelle. Neben der 70mai Dash Cam 4K A900 geht mit der 70mai Dash Cam 4K A900 Ultra ein nochmals umfangreicher ausgestattetes Flaggschiff an den Start. Auf den ersten Blick liegen beide Modelle erstaunlich nah beieinander: Sowohl vorne als auch hinten wird in 4K aufgezeichnet, beide bieten HDR, GPS, Wi-Fi 6, Parküberwachung und die Möglichkeit einer 4G-Anbindung. Im Detail gibt es allerdings einige entscheidende Unterschiede.
Wir haben uns deshalb beide Varianten genauer angesehen und zeigen in unserem Vergleich, welche Vorteile die A900 bietet, was bei der A900 Ultra zusätzlich geboten wird und für welchen Nutzer sich welches Modell am besten eignet.
Zwei Modelle statt einer einzigen A900
Schon die Bezeichnungen können zunächst etwas für Verwirrung sorgen. 70mai bietet tatsächlich zwei unterschiedliche Modelle an. Die 70mai Dash Cam 4K A900 bildet den Einstieg in die neue Serie, während die A900 Ultra als Flaggschiff positioniert wird.
Dabei ist die normale A900 keineswegs lediglich eine stark abgespeckte Variante. Bereits sie bietet vorne und hinten eine Auflösung von jeweils 3840 × 2160 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde. Damit handelt es sich um ein vollwertiges Dual-4K-System.
Die A900 Ultra baut auf diesem Grundkonzept auf, kombiniert die hohe Auflösung allerdings mit leistungsfähigeren Bildsensoren, einer verbesserten Signalübertragung der Rückkamera sowie umfangreicheren Funktionen für Nachtaufnahmen und die Überwachung des geparkten Fahrzeugs.
Genau deshalb sollte die Entscheidung zwischen den beiden Modellen unserer Meinung nach nicht allein anhand des Namens getroffen werden. Für viele Fahrer dürfte bereits die A900 mehr als ausreichend sein, während die Ultra insbesondere für Nutzer interessant ist, die möglichst wenig Kompromisse eingehen möchten.
Design und Verarbeitung
70mai bleibt auch bei der neuen Generation der bekannten, vergleichsweise unauffälligen Gestaltung treu. Gerade bei einer Dashcam ist das ein Vorteil. Schließlich soll sie möglichst wenig vom Straßenverkehr ablenken und idealerweise hinter beziehungsweise in unmittelbarer Nähe des Rückspiegels montiert werden.
Die normale A900 fällt mit Abmessungen von etwa 91 × 46 × 24,9 Millimetern ausgesprochen kompakt aus. Wer Wert auf eine möglichst dezente Installation legt, bekommt hier einen klaren Vorteil.
Die A900 Ultra ist mit rund 92 × 60 × 51,4 Millimetern sichtbar größer. Der zusätzliche Platz wird allerdings auch für die umfangreichere Technik benötigt.
Beide Modelle besitzen ein 3,18 Zoll großes Display. Einstellungen können dadurch direkt an der Kamera vorgenommen und Aufnahmen kontrolliert werden, ohne dafür zwingend das Smartphone verwenden zu müssen.
Für den dauerhaften Einsatz im Fahrzeug setzt 70mai bei beiden Modellen außerdem auf einen Superkondensator anstelle eines klassischen Lithium-Akkus. Das halten wir gerade bei einer Dashcam für eine sinnvolle Lösung. Im Innenraum eines Autos können im Sommer sehr hohe Temperaturen entstehen, während es im Winter gleichzeitig deutlich unter den Gefrierpunkt gehen kann. Superkondensatoren sind für solche Temperaturunterschiede grundsätzlich besser geeignet und auf eine hohe Zahl von Ladezyklen ausgelegt.
Dual-4K ist bei beiden Modellen serienmäßig
Eines der stärksten Argumente der neuen A900-Serie ist die Auflösung. Viele Dashcam-Systeme werben zwar mit 4K, erreichen diese Auflösung allerdings lediglich an der Frontkamera. Die rückwärtige Kamera nimmt dann beispielsweise nur in 1080p oder 2K auf.
Bei A900 und A900 Ultra sieht das anders aus.
Vorne werden 3840 × 2160 Pixel aufgezeichnet und auch die Heckkamera arbeitet mit 3840 × 2160 Pixeln. Dazu kommen jeweils 30 Bilder pro Sekunde und HDR für beide Aufnahmekanäle.
Das macht insbesondere bei Unfallaufnahmen einen großen Unterschied. Ein Unfall muss schließlich nicht zwangsläufig unmittelbar vor dem eigenen Fahrzeug stattfinden. Auffahrunfälle oder Situationen, bei denen sich ein anderes Fahrzeug von hinten nähert, können genauso relevant sein.
Durch die hohe Auflösung besteht außerdem eine bessere Chance, kleine Details wie Kennzeichen, Beschilderungen oder andere wichtige Merkmale in den Aufnahmen erkennen zu können.
Gerade dieser Punkt macht bereits die normale A900 zu einer ausgesprochen interessanten Dashcam.

A900 Ultra mit zwei Sony STARVIS 2 IMX678 Sensoren
Der entscheidende technische Unterschied befindet sich bei den Bildsensoren.
Bei der A900 Ultra verwendet 70mai sowohl für die Front- als auch für die Heckkamera einen Sony STARVIS 2 IMX678 Sensor. Damit setzt der Hersteller nicht lediglich an der Vorderseite auf hochwertige Bildtechnik, sondern stattet beide Aufnahmekanäle entsprechend aus.
Das ist aus unserer Sicht eine der wichtigsten Neuerungen der Ultra.
Sony STARVIS 2 Sensoren sind insbesondere für Situationen interessant, in denen die Lichtverhältnisse schwieriger werden. Dazu gehören Nachtfahrten, schlecht beleuchtete Landstraßen, Parkplätze, Tiefgaragen oder Szenen mit starken Kontrasten.
Bei der normalen A900 nennt 70mai dagegen keinen Sony-Sensor.
Das bedeutet nicht, dass die Bildqualität der A900 schlecht wäre – ganz im Gegenteil. Dual-4K, HDR, eine f/1.55-Blende und die eigenen Bildoptimierungen von 70mai sorgen auch hier für eine sehr interessante Kombination. Wer jedoch bewusst das Maximum aus der Bildqualität bei Tag und Nacht herausholen möchte, bekommt mit der Ultra das technisch aufwendigere System.
Interessanter Unterschied beim Sichtfeld
Bemerkenswert ist, dass die normale A900 sogar das größere Sichtfeld besitzt.
Sowohl vorne als auch hinten werden 140 Grad erfasst. Bei der A900 Ultra beträgt das Sichtfeld dagegen jeweils 130 Grad.
Auf dem Papier könnte man zunächst vermuten, dass 140 Grad automatisch besser sind. Ganz so einfach ist es allerdings nicht.
Ein größeres Sichtfeld nimmt mehr von der Umgebung auf. Das kann beispielsweise an Kreuzungen oder im Stadtverkehr von Vorteil sein. Gleichzeitig verteilt sich die vorhandene Auflösung auf einen größeren Bildbereich.
Ein etwas engerer Blickwinkel sorgt dagegen dafür, dass Fahrzeuge und Kennzeichen innerhalb des Bildes etwas größer dargestellt werden können. Bei identischer 4K-Auflösung kann das bei der Erkennung von Details durchaus Vorteile haben.
Uns gefallen deshalb beide Ansätze. Die A900 liefert eine besonders breite Übersicht, während sich die Ultra stärker auf maximale Detaildarstellung konzentriert.
HDR bei Front- und Heckkamera
Beide Modelle unterstützen Dual-Channel-HDR.
HDR ist bei einer Dashcam deutlich mehr als nur eine Funktion für schönere Videos. Besonders problematisch sind im Straßenverkehr hohe Helligkeitsunterschiede.
Ein typisches Beispiel ist ein Fahrzeug, das nachts direkt vor uns fährt. Die Umgebung ist dunkel, während dessen Kennzeichen gleichzeitig von den eigenen Scheinwerfern stark angestrahlt wird. Ohne entsprechende Verarbeitung kann das Nummernschild vollständig überbelichtet erscheinen.
Ähnliche Schwierigkeiten entstehen bei Gegenlicht, tiefstehender Sonne oder beim Einfahren beziehungsweise Verlassen eines Tunnels.
HDR soll genau solche Situationen besser ausgleichen. Dass 70mai diese Funktion nicht nur für die Frontkamera, sondern für beide Kameras anbietet, ist entsprechend positiv.
HDR lässt sich außerdem ein- und ausschalten beziehungsweise zeitgesteuert verwenden.
Night Owl Vision und MaiColor Vivid+
Bei der Bildverarbeitung wird der Abstand zwischen beiden Modellen deutlicher.
Die A900 verwendet 70mai Night Owl Vision 1.0 und MaiColor Vivid+ 1.0. Zusätzlich kommt Lumi Vision zum Einsatz.
Bei der A900 Ultra gibt es dagegen Night Owl Vision 2.0 sowie MaiColor Vivid+ 2.0.
Die Systeme sollen unter anderem Belichtung, Farben, Kontraste und relevante Details in unterschiedlichen Fahrsituationen optimieren.
Besonders interessant ist Night Owl Vision natürlich bei Dunkelheit. Eine Dashcam muss schließlich auch dann brauchbare Aufnahmen liefern, wenn nur wenig Umgebungslicht vorhanden ist.
In Verbindung mit den beiden Sony STARVIS 2 IMX678 Sensoren besitzt die A900 Ultra hier einen deutlichen technischen Vorteil.
MaiColor Vivid+ wiederum kümmert sich stärker um die allgemeine Darstellung. Farben und Kontraste sollen möglichst natürlich wirken, ohne wichtige Details durch eine zu aggressive Bildbearbeitung zu verlieren.
Bei der Ultra lässt sich außerdem der EV-Wert individuell einstellen. Bei der normalen A900 steht diese Möglichkeit nicht zur Verfügung.
Für Nutzer, die sich intensiver mit ihrer Dashcam beschäftigen und die Aufnahme gezielt an das eigene Fahrzeug oder die eigene Windschutzscheibe anpassen möchten, bietet die Ultra damit zusätzliche Möglichkeiten.

LVDS-Verbindung der Heckkamera nur bei der Ultra
Ein weiterer technischer Unterschied, den man auf den ersten Blick leicht übersehen kann, betrifft die Datenübertragung der Rückkamera.
Die A900 Ultra verwendet eine digitale LVDS-Verbindung.
LVDS steht für Low Voltage Differential Signaling und ermöglicht eine schnelle und störungsarme digitale Übertragung der Bildinformationen. Gerade bei hochauflösenden 4K-Aufnahmen der Heckkamera ist eine stabile Datenverbindung wichtig.
Die normale A900 besitzt diese LVDS-Technik nicht.
Im normalen Alltag dürfte dieser Unterschied für viele Nutzer kaum direkt sichtbar sein. Technisch unterstreicht er allerdings den Premiumanspruch der Ultra.
Parküberwachung wird immer wichtiger
Eine Dashcam wird längst nicht mehr ausschließlich während der Fahrt eingesetzt.
Beschädigungen auf Parkplätzen, Fahrerflucht oder Vandalismus gehören zu den Situationen, bei denen eine funktionierende Parküberwachung besonders hilfreich sein kann.
Grundsätzlich unterstützen sowohl A900 als auch A900 Ultra eine 24-Stunden-Parküberwachung, Kollisionserkennung und Zeitrafferaufnahmen.
Die A900 Ultra geht allerdings deutlich weiter.
Hier kommt der Smart Parking Guardian beziehungsweise die weiterentwickelte Parküberwachung mit Dual-Channel Collision Detection 2.0 und Dual-Channel AI Motion Detection 2.0 zum Einsatz.
Dadurch können relevante Ereignisse sowohl über die Front- als auch über die Heckkamera berücksichtigt werden.
Die normale A900 besitzt ebenfalls eine Kollisionserkennung, allerdings in der einfacheren Version 1.0. Eine Dual-Channel-KI-Bewegungserkennung wie bei der Ultra gibt es hier nicht.
A900 Ultra mit stromsparendem Parkmodus
Besonders interessant ist der Low-Power Parking Mode der A900 Ultra.
Das System reduziert den Energiebedarf während längerer Standzeiten, indem nicht benötigte Funktionen deaktiviert werden und sich die Kamera auf die Kollisionserkennung konzentriert.
Gerade wenn ein Fahrzeug über viele Stunden oder sogar mehrere Tage steht, kann dies einen wichtigen Unterschied ausmachen.
Für die vollständige Parküberwachung wird allerdings – wie bei solchen Dashcam-Systemen üblich – ein entsprechendes Hardwire-Kit benötigt. Die Kamera muss schließlich auch bei ausgeschalteter Zündung weiterhin mit Strom versorgt werden.
Bei 4G-Funktionen kommt das 70mai 4G Hardwire Kit 2 zum Einsatz. Einige Cloud-Funktionen können darüber hinaus einen kostenpflichtigen 4G-Cloud-Tarif voraussetzen.
Das sollte man beim Kauf unbedingt berücksichtigen.
4G Cloud+ 2.0
Eines der interessantesten Features der neuen Generation ist die Unterstützung von 4G Cloud+ 2.0.
Damit entwickelt sich die Dashcam zunehmend zu einem vernetzten Überwachungssystem für das eigene Fahrzeug.
Je nach verwendeter Ausstattung beziehungsweise gebuchtem Tarif können Funktionen wie Fernzugriff, Cloud-Sicherung bestimmter Ereignisse, Zugriff auf Aufnahmen und weitere verbundene Funktionen genutzt werden.
Das ist insbesondere interessant, wenn das Fahrzeug häufig außerhalb der eigenen Sichtweite abgestellt wird.
Statt erst nach der Rückkehr zum Auto festzustellen, dass möglicherweise etwas passiert ist, lassen sich bestimmte Informationen aus der Ferne abrufen.
Positiv ist, dass die notwendige grundsätzliche 4G-Kompatibilität sowohl bei der A900 als auch bei der A900 Ultra vorhanden ist.
Die normale A900 muss hier also nicht grundsätzlich auf die vernetzten Funktionen verzichten.
Wi-Fi 6 bei beiden – Ultra deutlich schneller
Für die lokale Verbindung zum Smartphone verwenden beide Modelle Wi-Fi 6 auf 2,4 und 5 GHz.
Der Unterschied steckt bei der maximal angegebenen Übertragungsgeschwindigkeit.
Die A900 erreicht laut 70mai bis zu 25 MB/s. Die A900 Ultra kommt dagegen auf bis zu 45 MB/s.
Gerade bei 4K-Videos ist dieser Unterschied relevant.
Die Dateien hochauflösender Dashcam-Aufnahmen können schnell mehrere hundert Megabyte groß werden. Muss nach einem Ereignis ein längerer Clip auf das Smartphone übertragen werden, verkürzt eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit die Wartezeit merklich.
Wer nur gelegentlich einzelne Aufnahmen exportiert, dürfte mit den 25 MB/s der A900 problemlos auskommen.
Wer häufig Videos herunterlädt oder die Dashcam auch für interessante Fahraufnahmen nutzt, wird die höhere Geschwindigkeit der Ultra dagegen zu schätzen wissen.

GPS und ADAS gehören zur Ausstattung
Beide Dashcams verfügen über integriertes GPS.
Dadurch können unter anderem Standort, Geschwindigkeit und Fahrtroute erfasst beziehungsweise den entsprechenden Aufnahmen zugeordnet werden.
Auch ADAS-Funktionen sind vorhanden. Das System kann den Fahrer bei bestimmten Situationen unterstützen beziehungsweise Warnungen ausgeben.
Zusätzlich nennt 70mai für beide Modelle eine Müdigkeitswarnung.
Dabei sehen wir solche Systeme grundsätzlich als Ergänzung. Die wichtigste Aufgabe einer Dashcam bleibt für uns weiterhin die zuverlässige Dokumentation des Verkehrsgeschehens.
Gepufferte Notfallaufnahme
Sehr sinnvoll finden wir die sogenannte Buffered Emergency Recording Funktion.
Bei einem plötzlich erkannten Ereignis ist schließlich häufig nicht nur interessant, was nach dem Auslösen des Sensors passiert. Gerade die Sekunden unmittelbar vor einer Kollision können entscheidend sein.
Durch die gepufferte Aufnahme können entsprechende Sequenzen besser nachvollziehbar bleiben.
Auch diese Funktion ist sowohl bei der normalen A900 als auch bei der A900 Ultra vorhanden.
Bis zu 512 GB Speicher
Dual-4K benötigt erwartungsgemäß viel Speicherplatz.
70mai unterstützt deshalb bei beiden Modellen microSD-Karten von 32 bis 512 GB.
Wir würden bei einem Dual-4K-System nicht zu knapp planen. Wer die Kamera regelmäßig nutzt und möglichst viele Aufnahmen behalten möchte, sollte direkt über eine entsprechend große und für Dashcams beziehungsweise hohe Schreiblast geeignete Speicherkarte nachdenken.
Die Loop-Aufzeichnung sorgt im normalen Betrieb dafür, dass ältere Aufnahmen automatisch überschrieben werden, sobald der Speicher voll ist. Geschützte Notfallaufnahmen werden davon entsprechend getrennt behandelt.
Sprachsteuerung vorhanden – Deutsch aktuell nicht genannt
Beide Kameras unterstützen außerdem eine Sprachsteuerung.
Zu den von 70mai offiziell genannten Sprachen gehören unter anderem Englisch, Chinesisch, Russisch, Japanisch, Vietnamesisch und Thai.
Deutsch gehört zumindest nach aktuellem Stand nicht zu den aufgeführten Sprachoptionen.
Für deutsche Nutzer ist das etwas schade, stellt für uns aber keinen größeren Kritikpunkt dar. Die wichtigsten Funktionen lassen sich ohnehin über die Kamera beziehungsweise App steuern.
Für wen eignet sich die 70mai A900?
Die normale 70mai A900 ist für uns eines der interessantesten Modelle der Serie, weil sie bereits sehr viele Eigenschaften der Ultra übernimmt.
Wir würden die A900 vor allem Nutzern empfehlen, die eine hochwertige Front- und Heckkamera mit echter Dual-4K-Aufzeichnung suchen, aber nicht jede zusätzliche Premiumfunktion benötigen.
Dual-4K, HDR auf beiden Kanälen, GPS, ADAS, Wi-Fi 6, Superkondensator, ein großes Display, Parküberwachung, gepufferte Notfallaufnahmen und 4G-Kompatibilität ergeben bereits ein ausgesprochen umfangreiches Gesamtpaket.
Zusätzlich bietet die A900 mit jeweils 140 Grad ein breiteres Sichtfeld als die Ultra.
Wer vor allem eine zuverlässige Dashcam für den täglichen Straßenverkehr sucht und ein gutes Verhältnis zwischen Ausstattung und Preis erwartet, dürfte mit der A900 daher hervorragend bedient sein.
Für wen eignet sich die 70mai A900 Ultra?
Die A900 Ultra richtet sich dagegen klar an Nutzer, die möglichst wenige Kompromisse eingehen möchten.
Der größte Unterschied sind für uns die beiden Sony STARVIS 2 IMX678 Sensoren. Gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen und Nachtfahrten kann hochwertige Sensortechnik einen entscheidenden Unterschied machen.
Dazu kommen Night Owl Vision 2.0, MaiColor Vivid+ 2.0, die LVDS-Verbindung der Heckkamera, anpassbare EV-Einstellungen, Dual-Channel AI Motion Detection 2.0, Collision Detection 2.0 und der stromsparende Parkmodus.
Auch das mit bis zu 45 MB/s schnellere WLAN ist im täglichen Umgang angenehm.
Besonders interessant ist die Ultra daher für Vielfahrer, Fahrer hochwertiger Fahrzeuge, Nutzer mit regelmäßigem Nachtverkehr und alle, die ihre Dashcam intensiv als Parküberwachung einsetzen möchten.
Wer sein Fahrzeug beispielsweise häufig auf öffentlichen Parkplätzen, am Straßenrand oder über längere Zeit außerhalb einer Garage abstellt, bekommt mit der Ultra das umfangreichere Schutzpaket.

A900 oder A900 Ultra – unsere Einordnung
Die gute Nachricht lautet: Eine wirklich falsche Entscheidung gibt es innerhalb der A900-Serie kaum.
Bereits die normale A900 bietet mit Dual-4K-HDR eine Ausstattung, die für die meisten Fahrer mehr als ausreichend sein dürfte.
Sie ist kompakter, besitzt einen größeren 140-Grad-Blickwinkel und übernimmt überraschend viele Funktionen des Spitzenmodells.
Die A900 Ultra setzt genau dort an, wo Enthusiasten und besonders anspruchsvolle Nutzer mehr erwarten.
Zwei Sony STARVIS 2 IMX678 Sensoren, verbesserte Bildverarbeitung, ein leistungsfähigeres Parküberwachungssystem, LVDS und das schnellere WLAN rechtfertigen ihre Position als Flaggschiff der Serie.
Für uns lässt sich die Zielgruppe deshalb sehr einfach aufteilen:
Wer hauptsächlich eine sehr hochauflösende und umfangreich ausgestattete Dashcam für den täglichen Straßenverkehr sucht, kann bedenkenlos zur 70mai A900 greifen.
Wer dagegen maximale Bildqualität bei Tag und Nacht, eine besonders umfangreiche Überwachung des geparkten Fahrzeugs und das technisch kompletteste Gesamtpaket der Serie möchte, sollte sich die 70mai A900 Ultra ansehen.
Schlusswort
Mit der A900-Serie macht 70mai einen großen Schritt nach vorne. Besonders positiv fällt auf, dass Dual-4K nicht ausschließlich dem teuersten Modell vorbehalten bleibt. Bereits die normale 70mai Dash Cam 4K A900 zeichnet sowohl vorne als auch hinten mit 3840 × 2160 Pixeln auf und kombiniert dies mit HDR, GPS, Wi-Fi 6, 4G-Unterstützung, Parküberwachung und einem Superkondensator.
Dadurch ist die A900 für uns weit mehr als lediglich die günstigere Alternative zur Ultra. Sie dürfte für einen großen Teil der Nutzer sogar genau die richtige Wahl darstellen.
Die 70mai Dash Cam 4K A900 Ultra legt technisch allerdings noch einmal sichtbar nach. Insbesondere die beiden Sony STARVIS 2 IMX678 Sensoren gefallen uns sehr gut. Zusammen mit Night Owl Vision 2.0 und MaiColor Vivid+ 2.0 entsteht ein Paket, das insbesondere bei schwierigen Lichtbedingungen seine Stärken ausspielen dürfte.
Hinzu kommen die weiterentwickelte Parküberwachung mit KI-Bewegungserkennung auf zwei Kanälen, der Low-Power-Parkmodus, die LVDS-Verbindung der Rückkamera und die deutlich schnellere WLAN-Übertragung.
Damit schafft es 70mai, zwei Modelle anzubieten, die zwar auf derselben Grundidee basieren, aber unterschiedliche Käufergruppen sinnvoll ansprechen.
Die A900 ist unser Preis-Leistungs-Tipp innerhalb der neuen Serie und bietet bereits alles, was wir von einer modernen Premium-Dashcam erwarten.
Die A900 Ultra ist dagegen die richtige Variante für all jene, die bei Bildqualität, Nachtaufnahmen und Fahrzeugüberwachung das technisch derzeit umfangreichere Paket aus der neuen A900-Familie möchten.


