Der kabellosen RGB-Gaming-Controller Rematch für die Nintendo Switch von Turtle Beach stellt eine gelungene Kombination aus liebevollem Design und nützlichen Funktionen dar. Kompatibel ist der Rematch mit allen Konsolen in der Switch-Familie. Mit seinem Wiederaufladbarem Akku verspricht er bis zu 40 Stunden Spielspaß ohne und 12 Stunden mit RGB-Funktion. Der Bluetooth Empfang soll bis zu 9 Meter weit reichen. Den Rematch gibt es für 64,99€.

Glänzendes Design mit RGB-Highlights
Das offiziell lizenzierte Design Mario & Luigi definiert sich durch eine hellblaue Front und einen schwarzen Hintergrund mit zwei roten Quick-Action-Tasten. Am rechten Griff grinst Mario einem entgegen, während sein Bruder Luigi auf dem linken Griff posiert. Im mittigen oberen Bereich prangt das Super Mario Logo. Durch die RGB-Beleuchtung enthüllt das Design seine volle Pracht: Über der gesamten Vorderseite verteilt leuchten Symbole des Franchise auf. Coins, Sterne, Pilze, Fragezeichenblöcke und Blumen erstrahlen in verschiedenen Farben. Laut Hersteller-Seite hat der Rematch Controller vier verschiedene Modi für die Beleuchtung, wie diese zu wechseln sind steht leider weder auf der Produktseite noch in den Bedienungsanweisungen. Eine kurze Google-Suche brachte mich dann auf den Switch Afterglow, ein anderer Controller des Herstellers und der dort beschriebene Ansatz funktioniert auch beim Rematch: Mithilfe der Funktions-Taste – diese befinden sich neben dem rechten Stick – in Kombination mit der linken beziehungsweise rechten Schultertaste wechselt das Farbspiel zwischen vier unterschiedlichen Modi. Wem der blaue Controller designtechnisch nicht zuspricht, für den hat Turtle Beach noch drei weitere Designs aus dem Mario Cosmos im Gepäck und zusätzlich ein schlichtes schwarzes Design.
Der Controller liegt gut in der Hand und das Material fühlt sich hochwertig an. Beim Drücken der Tasten spüre ich einen leichten Widerstand, der ein schönes Feedback gibt und auch die Schultertasten lassen keinen Zweifel daran, ob ich sie gedrückt habe oder nicht. Vom Layout her unterscheidet sich Turtle Beach’s Rematch geringfügig vom Pro-Controller der Switch 2. Der C-Knopf für den Chat befindet sich mittig unterhalb des Super Mario-Logos und die + und – Tasten haben die Plätze mit der Aufnahme- und Hometaste getauscht. Daher ist eine kleine Umgewöhnung nötig. Die Bewegungssteuerung funktioniert einwandfrei und auch die Spielernummer-Anzeige ist an Bord. Bei anderen Funktionen müssen Nutzer ein paar Abstriche machen: Rumble-, amiibo- und Aufweckfunktion fehlen dem Controller. Ebenso misse ich einen Eingang für ein Headset, gerade weil Turtle Beach mit dem Airlite Fit ein designtechnisch passendes Produkt anbietet.

Guter Grip und präzise Steuerung
Dafür punktet der Hersteller mit TMR-Joysticks. Diese versprechen längere Haltbarkeit, weniger Stickdrift und präzisere Eingaben. Das erreichen die TMR-Sticks durch einen Magneten, der die Widerstände eines Sensors bei Bewegung des Sticks verändert. Zudem glänzt der Controller mit zwei individuell belegbaren Rücktasten. Die entsprechende Anleitung gibt es zu diesem Zeitpunkt zwar nur auf Englisch, doch das Prinzip ist sehr simpel. Über die Funktionstaste wählen Nutzer die gewünschte Taste auf der Rückseite, daraufhin betätigen sie den Knopf, dessen Funktion diese übernehmen soll. Drei kurze Blinker des LEDs bestätigen die Konfiguration.
Mit dem Rematch steige ich schnell und einfach ins Game ein. Über die normale Suchfunktion der Switch 2 verbindet sich der Controller gleich beim ersten Versuch mit der Konsole. Dann geht es mit Mario und Konsorten auf die Piste. Dabei liegen die Griffe auch über eine längere Spielsession sehr gut in den Händen. Mit 360 Gramm wiegt der Rematch ein wenig mehr als andere Switch 2 Controller, das extra Gewicht macht sich während des zockens nicht bemerkbar und im direkten Vergleich kommt mir der Turtle Beach Controller sogar leichter vor als das Pendant von Nintendo. Der Widerstand der Knöpfe sorgt dafür, dass Beschleunigung, Item-Wurf und andere Manöver mit Leichtigkeit von der Hand gehen. Geringe Latenz und Präzision der TMR-Stick lassen das Kart schön um die Kurven driften und verhilft allgemein zu einer geschmeidigen Lenkung. Zusätzlich geben die etwas dickeren Ränder an den Sticks guten Halt, sodass ich mich richtig in die Kurven legen kann. Das flüssige Spielerlebnis überträgt sich ebenso auf andere Titel, wie Donkey Kong Bananza oder Metroid Prime, wo das Zielen mit den geschmeidigen Sticks viel Spaß macht.

Leichtes Headset für lange Sessions
Beim Airlite Fit im Mario-Star-Design handelt es sich um ein kabelgebundenes Headset, ebenfalls aus dem Hause Turtle Beach, welches mit allen Konsolen der Switch Familie kompatibel ist. Es kostet 24,99€. Die Optik dominiert eine schwarz, transparente Plastikummantelung, auf der an beiden Lautsprechern ein lässig angelehnter Mario samt Stern abgebildet ist. Darunter schimmert das rot des Bügels hervor, welches an der Kopfpartie ganz frei liegt.
Im Headset verbaut sind 40 mm Lautsprecher mit einem Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz. Ein 1,15 m langes 3.5 mm Kabel verbindet Audiogerät und Konsole. Das führt dazu, dass das Airlite Fit nur mit ausgewählten Controllern, wie bereits erwähnt, gehört der Rematch leider nicht dazu, oder direkt im Handheld-Modus der Switch genutzt werden kann. Bei der Soundqualität können sich das Airlite im wahrsten Sinne des Wortes hören lassen. Bässe sind ausreichend wummernd und auch atmosphärische Sound kommen gut durch. Die Lautstärke drehe ich über ein Rädchen am linken Lautsprecher rauf und runter, was beim Spielen am Bildschirm sehr nützlich sein kann, wenn ich keine Zeit habe, zur Fernbedienung zu greifen.
Der Name Airlite Fit hält was er verspricht. Das 228 Gramm leichte Headset sitzt sehr leicht auf meinem Kopf. Somit eignet es sich auch für lange Gaming Sessions ohne Kopfschmerzen zu verursachen oder unbequem gegen die Ohren zu drücken. Diese werden von zwei Over-Ear Jersey-Strickpolstern umschlossen, die fest anliegen. Dazu kommt ein bidirektionales Mikrofon, an einem flexiblen Arm über den sich Höhe und Entfernung zum Mund gut einstellen lassen. Klappe ich das Mikro ganz nach oben, schalte ich es auf stumm. Soundtechnisch ist es nicht das beste Klangbild, aber für einen In-Game Chat mit Freunden reicht es auf jeden Fall aus. Harte Konsonanten werden ein wenig scharf ausgespielt und es gibt ein leichtes Rauschen. Im großen und ganzen ist meine Stimme aber gut verständlich und viel mehr brauche ich bei einer Runde Mario Kart auch nicht.



