Der Moment nach einer guten professionellen Gesichtsbehandlung ist schwer nachzuahmen. Die Haut fühlt sich ungewöhnlich glatt an, wirkt frischer und besitzt diesen gepflegten Glanz, den eine schnelle Reinigung mit Waschgel normalerweise nicht erzeugt. Gleichzeitig ist der regelmäßige Gang ins Kosmetikstudio mit Terminen, Fahrtwegen und entsprechenden Kosten verbunden. Mit dem Shark FacialPro Glow + DePuffi soll sich ein großer Teil dieses Erlebnisses in das eigene Badezimmer holen lassen – und zwar in einer vollständigen Routine von nur rund zehn Minuten.
Das System beschränkt sich dabei nicht auf eine einzelne Funktion. Es kombiniert eine hydro-basierte Porenreinigung mit kontrollierter Saugkraft, eine intensive Feuchtigkeitsinfusion und eine Wärme- und Kältebehandlung. Dafür werden zwei unterschiedliche Aufsätze mit demselben Power Hub verwendet. Der Peeling- und Extraktionsaufsatz spült die Haut mit Flüssigkeit, löst Ablagerungen und sammelt das verbrauchte Wasser getrennt. Der DePuffi-Aufsatz arbeitet dagegen mit InstaHeat und InstaChill, um die Haut vorzubereiten, zu massieren, zu beruhigen und Schwellungen optisch zu reduzieren.
Im Alltag entsteht dadurch eine ungewöhnlich vollständige Beauty-Routine. Die Haut wird zunächst erwärmt und vorbereitet, anschließend mit einem AHA- und BHA-Peeling behandelt, hydro-basiert gereinigt, mit einer Hyaluronsäure-Peptid-Pflege versorgt und zum Abschluss gekühlt. Das wirkt deutlich näher an einer Studiobehandlung als ein typischer elektrischer Porenreiniger, der lediglich trockene Saugkraft einsetzt.
Besonders positiv ist uns aufgefallen, dass sich die einzelnen Schritte trotz des großen Funktionsumfangs nicht kompliziert anfühlen. Die Aufsätze klicken sicher auf den Power Hub, die verschiedenen Spitzen sind klar voneinander unterscheidbar und das Gerät führt durch die zeitlich abgestimmte Behandlung. Bereits nach der ersten vollständigen Anwendung fühlte sich unsere Haut sauberer, glatter und gut durchfeuchtet an. Gleichzeitig hinterließ die abschließende Kühlung ein angenehm frisches Gefühl, das besonders im Bereich unter den Augen und entlang der Wangen sehr wohltuend war.
Modernes Beauty-System in Spa Purple
Optisch passt das Shark FacialPro Glow hervorragend zu anderen aktuellen Produkten aus der Shark-Beauty-Serie. Die Ausführung FH320EUPL kommt in der Farbe Spa Purple und verbindet einen sanften Lilaton mit dunkleren und metallisch wirkenden Elementen. Das System wirkt modern und hochwertig, ohne dabei wie ein medizinisches Praxisgerät auszusehen.
Das Herzstück bildet der Power Hub. Er enthält Akku, Bedienelemente und die notwendige Elektronik. Je nach gewünschtem Behandlungsschritt wird entweder der Peeling-Aufsatz oder der DePuffi-Aufsatz aufgesteckt. Diese modulare Lösung gefällt uns sehr gut, weil nicht zwei vollständig getrennte Geräte geladen und aufbewahrt werden müssen.
Die Aufsätze sitzen fest und lassen sich dennoch ohne großen Kraftaufwand wechseln. Beim Zusammenstecken entsteht ein klarer, sicherer Eindruck. Nichts wackelt oder wirkt provisorisch. Auch die beiden Flüssigkeitsbehälter des Peeling-Aufsatzes sind sauber integriert. Frische Flüssigkeit und bereits verwendetes Wasser bleiben voneinander getrennt, sodass während der Behandlung kontinuierlich saubere Flüssigkeit an die Haut gelangt.
Die offizielle Größenangabe liegt bei 4,06 × 9,5 × 11,15 cm. Das Gewicht der deutschen beziehungsweise europäischen Produktausführung wird mit 0,97 kg angegeben. Darin steckt allerdings ein vollständiges System mit Power Hub, zwei Hauptaufsätzen, mehreren Behandlungsspitzen und Zubehör. Das Handgerät selbst bleibt gut kontrollierbar und liegt durch die abgerundete Form angenehm in der Hand.
Für die Aufbewahrung befindet sich eine passende Box im Lieferumfang. Das ist bei diesem System besonders sinnvoll, da neben dem Power Hub mehrere Spitzen, zwei Aufsätze, eine Selbstreinigungskappe und die Reinigungsbürste ordentlich untergebracht werden wollen. Die Box verhindert, dass kleine Teile lose im Badezimmerschrank verschwinden.
Technische Daten und Maße
Das Shark FacialPro Glow + DePuffi trägt die Modellbezeichnung FH320EUPL. Es wird über einen integrierten Lithium-Ionen-Akku betrieben und per USB-C aufgeladen. Die Stromversorgung arbeitet mit 5 V und 2 A, die Nennleistung beträgt 10 W. Das Gerät wird als medizinisches Gerät geführt und kommt mit einer zweijährigen Garantie nach Registrierung.
Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:
- Modell: Shark FacialPro Glow + DePuffi FH320EUPL
- Farbe: Spa Purple beziehungsweise Lila
- Produkttyp: Hydro-basiertes 2-in-1-Gesichtspflegesystem
- Behandlung: Fünf Schritte in rund zehn Minuten
- Abmessungen: 4,06 × 9,5 × 11,15 cm
- Gesamtgewicht der Produktausführung: 0,97 kg
- Stromversorgung: integrierter Lithium-Ionen-Akku
- Ladeanschluss: USB-C
- Spannung: 5 V
- Stromstärke: 2 A
- Leistung: 10 W
- Temperaturprogramme: InstaHeat und InstaChill
- Temperatureinstellungen: sechs Stufen
- Behandlungsspitzen: breite und schmale T-Zonen-Spitze, jeweils in normaler und sanfter Ausführung
- Timer: Unterbrechung nach drei Minuten im Extraktionsmodus, automatische Abschaltung nach zehn Minuten
- Schutz des Power Hubs und Peeling-Aufsatzes: IPX5
- Schutz des DePuffi-Aufsatzes: IPX2
- Derm Detox: 20 ml, 9-prozentige AHA- und BHA-Peeling-Formel
- Hydro Infuse: 80 ml, Feuchtigkeitspflege mit Hyaluronsäure und Peptid-Komplex
- Selbstreinigung: Spülprogramm mit eigener Selbstreinigungskappe
- Garantie: zwei Jahre
- Medizinisches Gerät: ja
Das Gesamtpaket ist damit deutlich umfangreicher ausgestattet als ein einfacher Porensauger. Gerade die Kombination aus Wasserfluss, abgestimmten Flüssigkeiten und aktiver Temperaturtherapie macht den Unterschied.
Zwei Geräte in einem System
Das FacialPro Glow besteht funktional aus zwei Beauty-Geräten. Der Hydro-Aufsatz ist für die wöchentliche Intensivbehandlung vorgesehen. Er verbindet Flüssigkeitszufuhr und Saugkraft, um die Haut zu reinigen und anschließend mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Der DePuffi-Aufsatz kann in die vollständige Behandlung eingebunden, aber auch separat im Alltag eingesetzt werden. Seine Form orientiert sich an einem Gua-Sha-Werkzeug und besitzt eine glatte metallische Kontaktfläche. Diese wird je nach Auswahl aktiv erwärmt oder gekühlt.
Gerade diese Trennung gefällt uns gut. Die komplette Hydro-Behandlung muss nicht jeden Tag durchgeführt werden. DePuffi kann dagegen auch morgens oder abends für wenige Minuten verwendet werden. Dadurch bleibt das Gerät zwischen den wöchentlichen Intensivbehandlungen nützlich und verschwindet nicht für den Rest der Woche in seiner Aufbewahrungsbox.
Das System eignet sich besonders für fahle, trockene oder zu Ablagerungen und sichtbaren Poren neigende Haut. Bei sehr empfindlicher, beschädigter oder akut gereizter Haut sollte die Hydro-Behandlung dagegen nicht eingesetzt werden.
Schritt 1: Die Haut mit InstaHeat vorbereiten
Die vollständige Routine beginnt mit dem DePuffi-Aufsatz im InstaHeat-Modus. Die metallische Fläche wird innerhalb kurzer Zeit angenehm warm und anschließend mit sanften Bewegungen über das Gesicht geführt.
Wir haben dabei vor allem von der Gesichtsmitte nach außen gearbeitet. An den Wangen gleitet DePuffi in Richtung Ohren, entlang der Kieferlinie vom Kinn nach außen und an der Stirn nach oben. Die abgerundete Form passt sich den Konturen gut an und vermittelt eher den Eindruck einer warmen Gesichtsmassage als den eines technischen Behandlungsschrittes.
Die Wärme soll die Haut auf die folgende Reinigung vorbereiten und Ablagerungen sowie Talg an der Oberfläche geschmeidiger machen. Unabhängig davon fühlt sich dieser erste Schritt sehr angenehm an. Besonders am Abend erzeugt die Kombination aus Wärme und langsamen Massagebewegungen einen echten Spa-Charakter.
Mit insgesamt sechs Temperaturstufen lässt sich die Intensität an das persönliche Empfinden anpassen. Für den Einstieg empfiehlt sich eine niedrigere Stufe. Nach kurzer Eingewöhnung kann die Temperatur bei Bedarf erhöht werden. Die Kontaktfläche erwärmt sich gleichmäßig und fühlte sich in unserem Test niemals punktuell überhitzt an.
DePuffi kann mit InstaHeat auch am Hals oder an verspannten Bereichen eingesetzt werden. Gerade nach einem langen Tag am Schreibtisch empfanden wir die warme Metallfläche entlang von Nacken und oberem Schulterbereich als angenehm. Natürlich ersetzt dies keine medizinische Behandlung oder professionelle Massage, bietet aber einen schönen zusätzlichen Einsatzbereich.
Schritt 2: Derm Detox löst Ablagerungen
Nach der warmen Vorbereitung wird Derm Detox auf die gereinigte, trockene Haut aufgetragen. Die Formel enthält insgesamt neun Prozent AHA und BHA. Diese Kombination arbeitet sowohl an der Hautoberfläche als auch in talgreichen Bereichen und bereitet die Poren auf die anschließende Hydro-Extraktion vor.
Die Einwirkzeit beträgt drei Minuten. In dieser Zeit lässt sich bereits der Peeling-Aufsatz vorbereiten und der Frischwassertank bis zur entsprechenden Markierung mit kühlem Wasser befüllen.
Derm Detox besitzt die typische Wirkung eines chemischen Peelings. Je nach Hautempfindlichkeit kann ein leichtes Kribbeln entstehen. Bei uns blieb das Gefühl gut kontrollierbar. Auf gereizter, frisch rasierter oder verletzter Haut sollte die Formel nicht verwendet werden.
Die Kombination aus vorheriger Wärme und chemischem Peeling ist clever gewählt. Statt sofort mit Saugkraft über die Haut zu gehen, werden oberflächliche Hautschüppchen und festsitzende Ablagerungen zunächst vorbereitet. Dadurch kann der folgende Reinigungsschritt sanfter und gleichmäßiger erfolgen.
Da AHA die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen kann, gehört tagsüber ein geeigneter Sonnenschutz zur anschließenden Routine. Wir würden die vollständige Behandlung vorzugsweise am Abend durchführen. Dann hat die Haut ausreichend Ruhe und muss nicht direkt danach Make-up oder starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
Schritt 3: Hydro-basierte Tiefenreinigung
Nun kommt das eigentliche Herzstück zum Einsatz. Der Peeling-Aufsatz wird auf den Power Hub gesetzt, der saubere Tank mit kühlem Wasser befüllt und die passende Spitze ausgewählt.
Für größere Bereiche wie Wangen und Stirn steht eine breite Spitze zur Verfügung. Für Nase, Kinn und den Bereich zwischen den Augenbrauen gibt es eine schmalere T-Zonen-Spitze. Beide Formen liegen jeweils in normaler und sanfter Ausführung bei.
Das ist besonders praktisch, weil Haut nicht nur von Person zu Person, sondern auch innerhalb des Gesichts unterschiedlich empfindlich sein kann. An den Wangen haben wir bevorzugt die breite sanfte Spitze verwendet, während die normale T-Zonen-Spitze rund um Nase und Kinn eine gezieltere Reinigung ermöglichte.
Während des Betriebs entsteht eine sanfte Versiegelung zwischen Spitze und Haut. Gleichzeitig strömt Wasser an die Kontaktfläche und wird zusammen mit gelösten Rückständen direkt wieder abgesaugt. Dadurch fühlt sich die Behandlung deutlich angenehmer an als ein trockener Porensauger.
Die Spitze sollte kontinuierlich bewegt und nicht länger auf derselben Stelle gehalten werden. Wir führten sie in langsamen, geraden Bahnen über die Haut. Das Wasser bildet dabei eine Art gleitendes Polster. Die Saugwirkung ist spürbar, fühlt sich aber kontrolliert und nicht aggressiv an.
Besonders befriedigend ist der Blick in den Schmutzwassertank. Obwohl die Haut vorher gründlich gereinigt wurde, war das aufgefangene Wasser nach der Anwendung sichtbar getrübt. Je nach Haut können darin überschüssiger Talg, verbliebene Pflege- oder Sonnenschutzrückstände, oberflächliche Hautzellen und andere Ablagerungen erkennbar sein.
Dieses direkte Ergebnis motiviert dazu, die Behandlung sorgfältig durchzuführen. Man verlässt sich nicht nur auf ein Gefühl, sondern sieht, was während der Reinigung aus dem Wasser- und Hautkontakt aufgenommen wurde.
Nach drei Minuten pausiert das System und signalisiert damit den Wechsel zur Feuchtigkeitsphase. Das verhindert, dass man die Haut versehentlich zu lange mit der Extraktion bearbeitet.
Hautschonende Saugkraft statt aggressivem Porenziehen
Vor dem Test waren wir zunächst skeptisch, ob eine hydro-basierte Saugbehandlung unangenehm sein könnte. Tatsächlich fühlte sich die Anwendung wesentlich sanfter an als erwartet.
Der entscheidende Unterschied ist der permanente Flüssigkeitsfilm. Die Spitze gleitet über die Haut, statt trocken daran zu ziehen. Dadurch entsteht weniger Reibung. Gleichzeitig lässt sich die Intensität über die Wahl der normalen oder sanften Spitze anpassen.
Nach der ersten Anwendung war unsere Haut an einigen intensiv behandelten Stellen kurz leicht gerötet. Dieses vorübergehende Erscheinungsbild legte sich jedoch schnell wieder. Wer zu Rötungen neigt, sollte mit den sanften Spitzen beginnen und die Haut nicht mehrfach direkt hintereinander über dieselbe Stelle bearbeiten.
Besonders an Nase und Kinn konnte uns die schmale T-Zonen-Spitze überzeugen. Sie erreicht kleinere Bereiche präziser und lässt sich gut entlang der Nasenflügel führen. Die breite Spitze spart dagegen an Stirn und Wangen deutlich Zeit.
Schritt 4: Hydro Infuse versorgt die Haut mit Feuchtigkeit
Nach der Reinigung wird der Schmutzwassertank entleert und der Frischwassertank mit Hydro Infuse befüllt. Die Feuchtigkeitsformel enthält unter anderem Hyaluronsäure und einen Peptid-Komplex.
Der Aufsatz wird erneut in gleichmäßigen Bewegungen über das Gesicht geführt. Dieses Mal steht nicht die Entfernung von Ablagerungen, sondern die Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit im Mittelpunkt.
Direkt nach der vorherigen Reinigung fühlt sich dieser Schritt besonders angenehm an. Die Flüssigkeit gleitet kühl über die Haut und hinterlässt kein schweres, fettiges Gefühl. Statt nur ein Serum oberflächlich mit den Fingern aufzutragen, wird die Pflege über das hydro-basierte System gleichmäßig verteilt.
Nach der Anwendung wirkte unsere Haut sichtbar frischer und fühlte sich deutlich glatter an. Besonders an den Wangen entstand dieses pralle, gut durchfeuchtete Gefühl, das man sonst eher nach einer intensiven Gesichtsmaske oder einer professionellen Behandlung kennt.
In einer klinischen Untersuchung mit 60 Teilnehmenden erhöhte sich die gemessene Hautfeuchtigkeit unmittelbar nach einer Anwendung um 128 Prozent. Individuelle Ergebnisse können natürlich abweichen. Unser subjektiver Eindruck passte jedoch gut zur Ausrichtung des Systems: Die Haut fühlte sich nicht nur sauber, sondern auch gepflegt und keinesfalls ausgetrocknet an.
Das ist ein wichtiger Punkt. Eine intensive Porenreinigung kann die Haut schnell trocken oder gespannt zurücklassen. Durch den direkten Wechsel zur Feuchtigkeitsinfusion entsteht beim FacialPro Glow ein deutlich ausgewogeneres Ergebnis.
Schritt 5: InstaChill beruhigt und erfrischt
Zum Abschluss wird wieder der DePuffi-Aufsatz verwendet – dieses Mal im InstaChill-Modus. Die metallische Kontaktfläche kühlt innerhalb kurzer Zeit deutlich herunter.
Nach der warmen Vorbereitung, dem Peeling und der Hydro-Behandlung fühlt sich die Kälte besonders angenehm an. Wir führten DePuffi von der Gesichtsmitte nach außen und konzentrierten uns anschließend auf den Bereich unter den Augen, die Wangen und die Kieferlinie.
Die kühle Fläche beruhigt das Hautgefühl und reduziert unmittelbar das Empfinden von Wärme. Gleichzeitig entsteht durch die Massagebewegungen ein frischer, leicht konturierter Eindruck.
Gerade morgens ist InstaChill auch unabhängig von der vollständigen Behandlung interessant. Bei müde wirkender oder leicht geschwollener Augenpartie vermittelt die kalte Metallfläche sofort ein wacheres Gefühl. Durch die sechs Temperaturstufen kann die Kühlung sanft beginnen oder deutlich intensiver eingestellt werden.
Der DePuffi-Aufsatz wurde während unseres Tests schnell zu der Funktion, die wir am häufigsten spontan genutzt haben. Für die vollständige Hydro-Routine sollte man bewusst rund zehn Minuten einplanen. InstaChill lässt sich dagegen unkompliziert in die morgendliche Pflege integrieren.
Das Hautgefühl nach der Behandlung
Direkt nach der ersten kompletten Anwendung fiel vor allem die ungewöhnlich glatte Oberfläche auf. Die Haut fühlte sich sauber an, ohne das trockene Spannungsgefühl zu hinterlassen, das nach aggressiven Peelings oder starken Reinigungspads auftreten kann.
Auch optisch wirkte das Gesicht frischer. Die Wangen besaßen einen natürlichen Glanz, während der Bereich rund um Nase und Kinn klarer erschien. Die Haut war an einzelnen Stellen kurz leicht rosig, beruhigte sich durch InstaChill aber schnell.
Besonders angenehm ist das Gefühl der Feuchtigkeitsversorgung. Hydro Infuse hinterlässt kein schweres Finish und passt dadurch gut zu einer anschließenden, eher einfachen Pflegeroutine. Wir haben nach der Behandlung nur noch eine leichte Creme aufgetragen.
Ergebnisse wie dauerhaft feiner wirkende Poren und eine gleichmäßigere Hautstruktur benötigen selbstverständlich regelmäßige Anwendungen. Die sofortige Glätte und das frische Hautgefühl waren jedoch bereits nach dem ersten Durchgang bemerkbar.
In einer vierwöchigen klinischen Untersuchung berichteten Teilnehmende von einer bis zu 50 Prozent strahlender wirkenden Haut. 97 Prozent empfanden ihre Poren als sauberer und ihre Haut als glatter. Solche Ergebnisse können individuell unterschiedlich ausfallen, zeigen aber, dass das System auf eine kontinuierliche wöchentliche Routine ausgelegt ist und nicht nur auf einen einmaligen Wellness-Effekt.
DePuffi als tägliches Beauty-Werkzeug
Ein großer Vorteil des FH320EUPL ist, dass der DePuffi-Aufsatz nicht ausschließlich während der zehnminütigen Komplettbehandlung verwendet werden muss.
InstaChill eignet sich hervorragend am Morgen. Nach einer kurzen Kühlmassage fühlt sich die Augenpartie wacher an, und das Gesicht erhält einen angenehm frischen Start in den Tag. Auch nach dem Sport oder an heißen Tagen ist die kühle Fläche wohltuend.
InstaHeat passt dagegen gut in die Abendroutine. Die Wärme fühlt sich entspannend an und kann die Haut auf weitere Pflegeprodukte vorbereiten. Auch am Hals lässt sich die Gua-Sha-ähnliche Form gut führen.
Durch diesen täglichen Nutzen rechtfertigt sich das System stärker als ein Gerät, das nur einmal pro Woche aus dem Schrank geholt wird. Die Hydro-Routine bleibt das große wöchentliche Pflegeprogramm, DePuffi wird dagegen zum flexiblen Beauty-Werkzeug für zwischendurch.
Akkubetrieb und Bedienung
Der integrierte Lithium-Ionen-Akku ermöglicht die Behandlung ohne störendes Netzkabel. Gerade bei der Bewegung rund um Gesicht und Hals ist das deutlich angenehmer als eine permanente Kabelverbindung.
Geladen wird über USB-C mit 5 V und 2 A. Das passende Kabel befindet sich im Lieferumfang. Eine konkrete Akkukapazität wird nicht genannt, der Ladezustand sollte daher vor einer vollständigen Routine kurz geprüft werden.
Die Bedienung ist unkompliziert. Der Power Hub erkennt den eingesetzten Aufsatz, und die wenigen Bedienelemente erklären sich schnell. Der automatische Zeitablauf ist dabei sehr hilfreich. Nach drei Minuten wird die Extraktionsphase beendet beziehungsweise unterbrochen, damit der Wechsel zur Feuchtigkeitsinfusion erfolgt. Nach insgesamt zehn Minuten schaltet sich das Gerät automatisch aus.
Das verhindert, dass einzelne Behandlungsschritte unnötig verlängert werden. Gerade bei Saug- und Peelinganwendungen ist eine klare zeitliche Begrenzung sinnvoll.
Reinigung und Selbstspülung
Nach einer hydro-basierten Gesichtsbehandlung sollte das System gründlich gereinigt werden. Shark erleichtert dies mit einer Selbstreinigungskappe.
Nach dem Entleeren der Behälter wird der Frischwassertank mit sauberem Wasser befüllt, die Selbstreinigungskappe eingesetzt und das Spülprogramm gestartet. Das Wasser läuft durch den internen Flüssigkeitsweg und entfernt Reste der verwendeten Pflege.
Anschließend werden Tanks, Behandlungsspitzen und abnehmbare Teile mit Wasser und der beiliegenden Bürste gereinigt. DePuffi und Power Hub werden lediglich mit einem leicht feuchten Tuch abgewischt.
Der Power Hub und der Peeling-Aufsatz sind nach IPX5 gegen Spritzwasser geschützt. Der DePuffi-Aufsatz besitzt IPX2. Keines der Teile sollte vollständig ins Wasser getaucht werden.
Alle Komponenten müssen vor dem Verstauen vollständig an der Luft trocknen. Gerade in den Tanks sollte keine Restfeuchtigkeit über längere Zeit eingeschlossen bleiben.
Die Spitzen können bei korrekter Pflege bis zu neun Monate genutzt werden. Sie sollten nach jeder Anwendung auf Beschädigungen und nachlassende Leistung geprüft werden. Durch die vier mitgelieferten Varianten kann außerdem zwischen empfindlichen und weniger empfindlichen Hautbereichen gewechselt werden.
Lieferumfang
Der Lieferumfang des Shark FacialPro Glow + DePuffi FH320EUPL fällt umfangreich aus. Enthalten sind:
- Power Hub
- Peeling- und Extraktionsaufsatz
- DePuffi-Aufsatz
- breite normale Behandlungsspitze
- breite sanfte Behandlungsspitze
- normale T-Zonen-Spitze
- sanfte T-Zonen-Spitze
- Derm Detox AHA- und BHA-Peeling-Gel mit 20 ml
- Hydro Infuse Feuchtigkeitspflege mit 80 ml
- Selbstreinigungskappe
- Reinigungsbürste
- USB-C-Ladekabel
- Aufbewahrungsbox
Damit steht bereits alles für die ersten vollständigen Behandlungen bereit. Besonders sinnvoll finden wir, dass sowohl normale als auch sanfte Spitzen beiliegen. Man muss sich beim Kauf nicht bereits auf eine einzige Intensität festlegen.
Kleine Kritikpunkte
Das FacialPro Glow ist ein sehr vollständiges System, benötigt dadurch aber mehr Vorbereitung und Nachpflege als ein einfaches Beauty-Gerät. Tanks füllen, Aufsätze wechseln, Flüssigkeiten verwenden und anschließend alles reinigen dauert länger als eine klassische Gesichtsreinigung. Die eigentliche Behandlung bleibt mit rund zehn Minuten kurz, für Reinigung und Trocknung sollte aber zusätzliche Zeit eingeplant werden.
Auch die laufenden Kosten sollte man berücksichtigen. Derm Detox, Hydro Infuse und die Behandlungsspitzen sind Verbrauchsprodukte und müssen je nach Häufigkeit später ersetzt werden. Dafür erhält man allerdings eine wesentlich umfassendere Behandlung als bei einem reinen Porensauger.
Bei empfindlicher Haut ist ein vorsichtiger Einstieg notwendig. Die sanften Spitzen sind dafür sehr hilfreich, dennoch kann es direkt nach der Extraktion zu vorübergehenden Rötungen kommen. Auf beschädigter oder sehr empfindlicher Haut ist das System nicht geeignet.
Das gesamte Set ist außerdem nicht winzig. In der Aufbewahrungsbox lässt es sich zwar ordentlich verstauen und auch mitnehmen, beansprucht im Reisegepäck aber mehr Platz als ein einzelner Gesichtsreiniger.
Unsere abschließende Einschätzung
Das Shark FacialPro Glow + DePuffi schafft etwas, woran viele Beauty-Geräte scheitern: Die einzelnen Funktionen wirken nicht wie wahllos zusammengefügte Extras, sondern bilden eine nachvollziehbare und gut abgestimmte Behandlung.
InstaHeat bereitet die Haut angenehm vor. Derm Detox löst oberflächliche Ablagerungen. Die hydro-basierte Extraktion reinigt mit Wasser und kontrollierter Saugkraft, ohne sich aggressiv anzufühlen. Hydro Infuse gibt der Haut anschließend die benötigte Feuchtigkeit zurück. InstaChill sorgt schließlich für einen beruhigenden und erfrischenden Abschluss.
Besonders die Kombination aus Reinigung und Feuchtigkeit ist überzeugend. Das Gesicht fühlt sich danach nicht leer, trocken oder übermäßig beansprucht an. Stattdessen bleibt ein glattes, gepflegtes und gut durchfeuchtetes Hautgefühl zurück.
Auch technisch ist das FH320EUPL sinnvoll aufgebaut. Der Power Hub misst 4,06 × 9,5 × 11,15 cm, das komplette System wird mit 0,97 kg angegeben. Es arbeitet mit einem integrierten Lithium-Ionen-Akku, USB-C, 5 V, 2 A und 10 W Leistung. Sechs Temperaturstufen, vier unterschiedliche Behandlungsspitzen, automatische Zeitsteuerung, getrennte Flüssigkeitsbehälter und das Selbstspülsystem erleichtern die Anwendung.
Der DePuffi-Aufsatz gibt dem Gerät zudem einen Nutzen außerhalb der wöchentlichen Intensivpflege. InstaChill wurde bei uns schnell zu einer angenehmen morgendlichen Routine, während InstaHeat besonders abends für ein entspannendes Massagegefühl sorgte.
Das FacialPro Glow ist deshalb kein Gerät, das ausschließlich spektakulär aussieht und nach wenigen Anwendungen im Schrank verschwindet. Der sichtbare Inhalt des Schmutzwassertanks, das sofort glattere Hautgefühl und die flexible Wärme- und Kältefunktion schaffen genug Motivation, das System regelmäßig zu verwenden.
Wer eine möglichst schnelle Zwei-Minuten-Routine sucht, wird den vollständigen Ablauf möglicherweise als zu aufwendig empfinden. Wer sich dagegen bewusst einmal pro Woche eine intensive Gesichtspflege gönnen und zusätzlich ein täglich nutzbares Wärme- und Kältewerkzeug erhalten möchte, bekommt ein außergewöhnlich rundes Gesamtpaket.
Für uns liegt der besondere Reiz darin, dass sich die Behandlung tatsächlich wie eine kleine Auszeit anfühlt, ohne dass dafür ein Termin vereinbart oder das Haus verlassen werden muss. Am Ende steht nicht nur ein technischer Reinigungsvorgang, sondern ein vollständiges Ritual aus Vorbereitung, Peeling, Tiefenreinigung, Feuchtigkeit und Beruhigung.


