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Mittwoch, November 30, 2022

Review: Hitman 3 – Agent 47 steht zur Nachbesprechung bereit

Bereits im Jahr 2000 nahmen unzählige Spieler da draußen in der Rolle von Agent 47 verschiedenste Mordaufträge an. Über die Jahre hinweg wurden verschiedenste Teile veröffentlicht, die mit diversen Vor- und Nachteilen ausgestattet waren. Die Meinungen waren bei den vielen Teilen durchaus durchwachsen, insbesondere Hitman: Absolution sorgte hier für viele Gespräche. 2016 wagte IO Interactive dann einen quasi Neustart mit “Hitman”. Der schlichte Titel ließ bereits vermuten, dass uns hier was Neues erwartet. Das Konzept wusste zu überzeugen und wurde in Hitman 2 fortgesetzt. Jetzt erschien vor kurzem Hitman 3 und möchte nicht nur die Story, sondern auch das Erfolgsrezept weiter führen. Doch  erwartet uns hier ein Mordspaß oder mörderische Langeweile? Ich habe das Spiel angespielt und mich der Frage gestellt, ob wir hier einen gelungenen Abschluss der Trilogie haben, oder ob Hitman 3 eher enttäuscht.

Das Erste, was beim Starten auffällt, ist, dass die Story aus Teil 2 angesprochen und fortgesetzt wird. Während in Teil 2 Agent 47 mit seinem Freund aus Kindheitstagen Lucas Grey, nach dem nächsten Ziel sucht, um die Geheimgesellschaft Providence zu stürzen, entkommt der in Teil 2 gerade erst gefangen genommene Arthur Edwards. Also heißt es losziehen und die nächsten Ziele eliminieren, um eine entsprechende Fährte zu den verschiedenen Zielen zu finden, was nicht nur gut in Szene gesetzt ist, sondern auch den ein oder anderen Überraschungsmoment mit sich bringt. Allerdings entfällt nahezu komplett das Tutorial, was dem ein oder anderen durchaus als Hürde entgegenstolpern dürfte. Für mich persönlich war es durchaus in den ersten Momenten so, dass mir das ein oder andere Problemchen auffiel – erfahrene Agents haben hier einen kleinen, aber nicht entschiedenen Vorteil. Daneben ist die Größe der Level etwas, dass man erwähnen muss! Die Möglichkeiten, welche sich in den Leveln bieten, sind sehr umfangreich.

Was neu hinzugekommen ist, und das Spielen perfekt abrundet, sind die Story-Missionen. Diese erschließen sich allerdings nicht immer sofort, sondern werden erst im Verlaufe der Level freigeschaltet  – wenn man sie denn findet. So kommt es im ersten Level zum Beispiel vor, dass man das Gespräch zwischen zwei Wachen mitbekommt, die sich über einen neuen Kollegen unterhalten. Dieser wartet noch auf seine Uniform und konnte seinen Dienst noch nicht antreten. Was liegt hier näher, als sich eine Uniform zu besorgen und sich die Einstellungspapiere des Kollegen zu schnappen? Hierzu bieten sich verschiedene Möglichkeiten, um zum Ziel zu gelangen. So könnte man diesen Menschen einfach umbringen und seine Position einnehmen – oder man gönnt ihm etwas Ruhe mit der Putzkraft und nutzt die Gunst der Stunde und wird somit zur Leibwache für das erste von zwei Zielen.

Das ist natürlich nur einer von vielen Wegen, die man gehen kann, um hier seine Ziele zu erreichen. In jedem Level lassen sich darüber hinaus Leitern oder Türen öffnen, die dann bei einem erneuten Durchspielen geöffnet sind und damit neue Wege bereitstellen. Grundsätzlich ist das die absolute Stärke von Hitman: Hat man die Level einmal geschafft, erhält man eine Wertung und sieht, welche Erfolge man pro Level bereits erledigt hat. Hiervon sind nicht alle bereits zu Beginn offen, sodass ein weiteres spielen immer notwendig ist, wenn man alles erreichen möchte.

Eigentlich bleibt Hitman ein riesiger Spielplatz, der viele verschiedene Möglichkeiten bietet und mich als Spieler immer wieder damit lockt, meine Kreativität freien Lauf zu lassen. Das Ziel mit Gift töten? Oder mit Rattengift auf die Toilette locken und dort bereits bereit zu stehen? Und sieht dieses Geländer da vorne nicht unglaublich locker aus? Was wäre, wenn da jemand eine Schraube entfernt…

Das Ziel ist natürlich immer, nicht bei unerlaubten Tätigkeiten oder Morden entdeckt zu werden. Passiert dies doch einmal, so bietet das Spiel hier verschiedene Möglichkeiten, wie man sich aus der Affäre ziehen kann. Entweder werden mögliche Zeugen einfach auch aus dem Weg geräumt (was wiederum allerdings Wege verbauen kann, mit denen man sonst zum Ziel gekommen wäre) oder man sucht sich schnell genug und unauffällig eine neue Verkleidung. Hilft das alles nichts, so setzt Hitman 3 sehr verlässlich und sinnvoll Speicherpunkte, sodass wir nur selten in absolute Frustmomente ersticken.

So liefert Hitman 3 hier einige positive Aspekte, welche das Spiel wirklich kreativ werden lassen. Wer möchte, findet mit Sicherheit durchaus Kritikpunkte wie zum Beispiel die Gesichtsanimationen, welche heutzutage durchaus besser gelingen können. Doch das wäre Meckern auf ganz hohem Niveau, schließlich liefert Hitman 3 absolute Stealth-Action, und befriedigt die erwarteten Felder vollstens. Zusätzlich erhält man eine Story, die mir persönlich extrem gut gefällt. Die Wendungen sind spannend und bringen auch eine etwas verletzliche Seite von Agent 47, die man bisher eher nicht kannte.

Insgesamt erhält man mit Hitman 3 einen extrem soliden Abschluss der Trilogie, welche sowohl neuere Spieler als auch Fans der Reihe abholt. Nicht alles ist so perfekt, wie es sein könnte, aber es bleibt stets auf einem sehr hohen Niveau! Agent 47 liefert in diesem Teil eine spannende und packende Geschichte mit allerlei Wendungen und Gedankengängen, die das weiter spielen quasi zum Pflichtprogramm machen. Und hat man erstmal die Geschichte durchgespielt, geht es mit dem Erkunden der Level und dem Ausleben der eigenen Kreativität weiter!

Review: Hitman 3 – Agent 47 steht zur Nachbesprechung bereit
8
Grafik
8.5
Sound
7.5
Steuerung
8.5
Spiele Spaß
7.5
Preis Leistung
Gesamtwertung 8 / 10
Unser Fazit
Hitman 3 ist eine ganz besondere Erfahrung. Insbesondere wenn man als Fan der alten Teile zurückkehrt um die Geschichte rund um Diana Burnwood und Agent 47 zu erleben. Sicherlich gibt es Punkte, an denen man Kritik üben könnte, aber es ist grundsätzlich durchgehend nur Kritik auf hohem Niveau.

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Aktualisiert am 1. August 2022 18:10
Michael Barkow
Michael Barkowhttps://www.twitch.tv/gutertag_streaming
1989 erblickte ich das Licht dieser Welt - und bereits 1998 entdeckte ich das Zocken; damals noch mit Command & Conquer: Alarmstufe Rot von 1996. Seitdem bekommt mich die Gamingwelt nicht mehr los. 2005 begann dann für mich die Reise in World of Warcraft und die MMO-Szene hatte mich begeistert. Seitdem habe ich vieles gesehen und erlebt und hüpfe immer mal wieder von einem zum anderen MMO, da ich es nie ganz sein lassen kann. Mit meiner 2015 geborenen Tochter habe ich aber etwas gefunden, dass noch mehr Interesse und Begeisterung weckt. Da das Leben mit Familie tagsüber fesselt, habe ich das Streamen und Zocken am Abend für mich entdeckt. Somit bekommt das Zocken weiterhin seinen Platz in meinem Alltag.

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