Review: AFERIY Nomad1800 Pro P180Pro im Test: 1.800 Watt Powerstation mit 1.024 Wh, LiFePO₄ und starker Ausstattung

Mit der AFERIY Nomad1800 Pro P180Pro hatten wir eine Powerstation im Test, die auf dem Papier einen ausgesprochen interessanten Mittelweg einschlägt. Mit einer Kapazität von 1.024 Wh gehört sie noch zu den Geräten, die sich problemlos transportieren lassen, gleichzeitig steht mit 1.800 Watt Dauerleistung genügend Leistung bereit, um nicht nur Smartphones, Notebooks oder Fernseher, sondern auch deutlich anspruchsvollere Haushaltsgeräte zu versorgen. Hinzu kommen ein LiFePO₄-Akku, eine schnelle Aufladung, Solarunterstützung, App-Steuerung und sogar die Möglichkeit, die Kapazität mit zusätzlichen Akkus erheblich zu erweitern.

Wir wollten in unserem Test deshalb nicht nur wissen, wie sich die AFERIY Nomad1800 Pro auf dem Papier schlägt. Viel interessanter war für uns die Frage, wie vielseitig eine Powerstation dieser Größenklasse tatsächlich im Alltag eingesetzt werden kann. Dafür haben wir verschiedene typische Verbraucher ausprobiert beziehungsweise über längere Zeit betrieben – vom Fernseher und Router über Notebook und Gaming-PC bis hin zu Kaffeemaschine, Mikrowelle, Staubsauger und Föhn.

Das Ergebnis hat uns positiv überrascht, denn gerade die Kombination aus ordentlicher Leistung, vergleichsweise kompakten Abmessungen und einem Gewicht von nur 11,64 Kilogramm macht die Nomad1800 Pro zu einem sehr vielseitigen Energiespeicher.

Verarbeitung und kompakte Abmessungen

Eine Powerstation mit mehr als einer Kilowattstunde Kapazität ist naturgemäß kein kleines Gerät, dennoch fällt die AFERIY Nomad1800 Pro erstaunlich kompakt aus. Mit Abmessungen von 35 × 22 × 26,3 Zentimetern benötigt sie vergleichsweise wenig Platz. Das Gewicht liegt bei 11,64 Kilogramm. Damit kann man sie noch gut von einem Raum zum anderen, zum Auto, Wohnmobil oder auf die Terrasse tragen.

Gerade dieser Punkt hat uns im Alltag gefallen. Es gibt leistungsstarke Powerstations, die aufgrund ihres Gewichts irgendwann praktisch dauerhaft an derselben Stelle stehen. Bei der P180Pro hatten wir dagegen nicht das Gefühl, einen stationären Stromspeicher vor uns zu haben. Für Camping, Garten, Wohnmobil, Wochenendausflüge oder als Notstromlösung im Haus ist die Größenordnung unserer Meinung nach sehr passend.

Die Verarbeitung hinterließ ebenfalls einen guten Eindruck. Trotz des relativ geringen Gewichts wirkt das Gehäuse stabil und für den mobilen Einsatz geeignet. Alle wichtigen Anschlüsse sind gut erreichbar, während das Display die relevanten Informationen direkt am Gerät sichtbar macht.

1.024 Wh LiFePO₄-Akku mit langer Lebensdauer

Im Inneren arbeitet ein Lithium-Eisenphosphat-Akku – kurz LiFePO₄ – mit einer Kapazität von 1.024 Wh. Diese Zellchemie hat sich bei modernen Powerstations mittlerweile aus gutem Grund etabliert. Neben einer hohen thermischen Stabilität gehört insbesondere die lange Lebensdauer zu den großen Vorteilen.

Für die Nomad1800 Pro werden mehr als 4.000 Ladezyklen genannt, bevor noch rund 80 Prozent der ursprünglichen Akkukapazität vorhanden sein sollen. AFERIY setzt auf 40135-LiFePO₄-Rundzellen und kombiniert diese mit einem BMS, das unter anderem Spannung, Strom und Temperatur überwacht. Zusätzlich ist ein MPPT-Regler für die effiziente Nutzung eines angeschlossenen Solarpanels integriert.

4.000 vollständige Ladezyklen sind eine Menge. Selbst bei einer theoretisch vollständigen Ladung und Entladung an jedem einzelnen Tag würde man erst nach rund elf Jahren diese Größenordnung erreichen. Für einen normalen Nutzer, der die Powerstation beispielsweise beim Camping, im Garten, im Wohnmobil und zusätzlich als Notstromversorgung verwendet, dürfte die praktische Nutzungsdauer entsprechend sehr lang ausfallen.

1.800 Watt Ausgangsleistung – damit wird es interessant

Die Kapazität allein sagt bei einer Powerstation noch nicht besonders viel aus. Mindestens genauso wichtig ist die Leistung des Wechselrichters.

Hier stehen 1.800 Watt Dauerleistung über eine reine Sinuswelle zur Verfügung. Kurzzeitig sind sogar Spitzenleistungen bis etwa 3.600 Watt vorgesehen. Dadurch bewegt sich die Nomad1800 Pro deutlich oberhalb kleiner Camping-Powerstations, die bei stärkeren Küchengeräten oder Werkzeugen schnell an ihre Grenzen kommen.

Die reine Sinuswelle ist dabei ein wichtiger Punkt. Dadurch lässt sich die Powerstation auch für empfindlichere Elektronik einsetzen. Notebook-Netzteile, Fernseher, Computer, Monitore, Router, Konsolen und vergleichbare Geräte lassen sich damit problemlos in ein mobiles Stromversorgungskonzept integrieren.

In unserem Praxiseinsatz konnten wir dadurch wesentlich mehr ausprobieren als lediglich Smartphone und Laptop. Gerade Kaffeemaschine, Mikrowelle, Staubsauger oder ein leistungsfähiger PC zeigen schnell, ob eine Powerstation tatsächlich Reserven besitzt.

Unser Laufzeittest: Was kann man mit 1.024 Wh tatsächlich betreiben?

Dieser Bereich war für uns einer der interessantesten Punkte des gesamten Tests.

Bei einer Powerstation kann man die nominellen 1.024 Wh nicht vollständig als 230-Volt-Nutzenergie ansetzen. Wechselrichter, Elektronik und andere Umwandlungsverluste benötigen ebenfalls Energie. Für unsere Praxisbetrachtung haben wir deshalb mit ungefähr 870 Wh nutzbarer Energie gerechnet. Der tatsächliche Wert kann abhängig vom angeschlossenen Gerät, dessen Leistungsaufnahme, Temperatur und Betriebszustand etwas höher oder niedriger ausfallen.

Mit dieser Größenordnung haben wir verschiedene typische Geräte ausprobiert und unsere Laufzeiten beziehungsweise realistischen Praxiswerte miteinander verglichen.

Ein LED-Fernseher mit ungefähr 60 Watt lässt sich in dieser Konstellation rund 14,5 Stunden betreiben. Bei einem etwas größeren Fernseher mit etwa 80 Watt sind es noch ungefähr 11 Stunden, während ein Gerät mit durchschnittlich rund 120 Watt auf ungefähr sieben Stunden kommt.

Damit reicht bereits eine Akkuladung problemlos für einen langen Fernsehabend – und gleichzeitig können beispielsweise Router und Smartphone ebenfalls mit Strom versorgt werden.

Bei einem typischen Arbeitsplatz mit Desktop-PC und Monitor und einer gemeinsamen Leistungsaufnahme von ungefähr 200 Watt erreichten wir rechnerisch und in unserem Nutzungsszenario eine Größenordnung von etwa 4,3 Stunden.

Interessanter wird es bei einem Gaming-PC. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Leistungsaufnahme von ungefähr 400 Watt kommt man noch auf etwas mehr als zwei Stunden. Natürlich schwankt gerade bei Gaming-PCs die Leistungsaufnahme erheblich mit Prozessor, Grafikkarte und Spiel. Trotzdem zeigt der Test sehr gut, dass die Nomad1800 Pro auch mit einem leistungsfähigeren PC umgehen kann.

Ein Notebook mit rund 50 Watt wäre dagegen theoretisch ungefähr 17 Stunden versorgt. In der Realität arbeitet ein Notebook zudem nicht permanent mit voller Netzteilleistung, sodass abhängig vom jeweiligen Modell und Ladezustand auch andere Laufzeiten möglich sind.

Auch eine Kombination aus Spielkonsole und Fernseher haben wir berücksichtigt. Bei gemeinsam rund 200 Watt Leistungsaufnahme landet man ebenfalls im Bereich von ungefähr 4,3 Stunden. Für mehrere ausgedehnte Gaming-Sessions reicht die gespeicherte Energie damit durchaus aus.

Besonders interessant ist eine Powerstation bei Geräten mit niedrigem Dauerverbrauch. Ein Internetrouter mit ungefähr 10 bis 15 Watt könnte mit einer vollständig geladenen Nomad1800 Pro theoretisch viele Dutzend Stunden weiterlaufen. Je nach Verbrauch sind Größenordnungen von 40 bis deutlich über 60 Stunden realistisch. Bei einem Stromausfall kann genau das sehr praktisch sein.

Ein Ventilator mit etwa 50 Watt liegt wiederum bei ungefähr 17 Stunden.

Auch Kaffeemaschine, Mikrowelle und Föhn funktionieren

Eine Powerstation dieser Leistungsklasse soll aber natürlich mehr können als Unterhaltungselektronik.

Deshalb haben wir uns auch leistungsintensivere Haushaltsgeräte vorgenommen.

Eine Kaffeemaschine mit ungefähr 1.000 Watt könnte bei dauerhaftem Betrieb theoretisch etwa 50 Minuten versorgt werden. Das klingt zunächst nicht spektakulär, ist in der Praxis aber eine enorme Menge. Eine Kaffeemaschine benötigt diese Leistung schließlich nur während des eigentlichen Brüh- beziehungsweise Aufheizvorgangs. Für Camping, Wohnmobil oder einen Stromausfall können daher zahlreiche Tassen Kaffee zubereitet werden.

Eine Mikrowelle mit etwa 1.200 Watt kommt auf ungefähr 40 bis 45 Minuten reine Betriebszeit. Auch hier sollte man bedenken, dass eine Mikrowelle normalerweise nur wenige Minuten am Stück läuft.

Ein Staubsauger mit rund 700 Watt kann ungefähr 1 Stunde und 15 Minuten betrieben werden.

Selbst ein Föhn lässt sich nutzen. Bei ungefähr 1.500 Watt stehen grob 35 Minuten zur Verfügung. Wird die komplette Dauerleistung von 1.800 Watt abgerufen, bewegt man sich rechnerisch bei knapp einer halben Stunde.

Gerade diese Tests verdeutlichen den Vorteil der hohen Ausgangsleistung. Die 1.024 Wh entscheiden darüber, wie lange ein Verbraucher läuft – die 1.800 Watt entscheiden dagegen darüber, welche Geräte überhaupt angeschlossen werden können.

Und in diesem Punkt bietet die Nomad1800 Pro deutlich mehr Möglichkeiten als kleinere Modelle.

Neun Ausgänge für mehrere Verbraucher gleichzeitig

Zur vielseitigen Nutzung passen die zahlreichen Anschlüsse.

Auf der AC-Seite stehen zwei 230-Volt-Steckdosen mit insgesamt bis zu 1.800 Watt bereit. Dazu kommen zwei USB-A-Anschlüsse mit QC 3.0 und jeweils bis zu 18 Watt.

Besonders gut gefällt uns der stärkere USB-C-Anschluss mit Power Delivery und bis zu 140 Watt. Damit lassen sich nicht nur Smartphones oder Tablets, sondern auch leistungsfähige Notebooks direkt laden, ohne das normale Netzteil über die 230-Volt-Steckdose verwenden zu müssen. Ergänzt wird er durch einen weiteren USB-C-Anschluss mit bis zu 20 Watt.

Für 12-Volt-Geräte gibt es eine Kfz-Steckdose mit 12 V/10 A sowie zwei DC5521-Anschlüsse mit jeweils 12 V/3 A. Insgesamt stehen damit neun Ausgänge zur Verfügung.

Das ist in der Praxis ausgesprochen angenehm. Notebook über USB-C, Smartphone über USB-A, Router beziehungsweise 12-Volt-Verbraucher und gleichzeitig ein Gerät an der normalen Steckdose – solche Kombinationen sind problemlos möglich, solange die zulässige Gesamtleistung berücksichtigt wird.

140-Watt-USB-C gefällt uns besonders gut

Der USB-C-Port mit 140 Watt verdient unserer Meinung nach noch einmal eine gesonderte Erwähnung.

Bei einer modernen Powerstation möchten wir möglichst wenig Netzteile und Adapter benötigen. Wer beispielsweise ein kompatibles MacBook oder ein leistungsfähiges Windows-Notebook besitzt, kann dieses direkt an die Powerstation anschließen.

Dadurch entfällt die doppelte Wandlung von Gleichstrom zu 230 Volt und anschließend über das Notebook-Netzteil wieder zurück zu Gleichstrom. Gleichzeitig bleibt eine der beiden AC-Steckdosen frei.

Für den mobilen Einsatz ist das eine der Funktionen, die man nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte.

Schnellladen mit bis zu 1.500 Watt Eingangsleistung

Ein großer Energiespeicher macht nur dann Spaß, wenn man nicht den halben Tag auf eine vollständige Ladung warten muss.

Über den AC-Eingang kann die Nomad1800 Pro mit bis zu 1.000 Watt geladen werden. Der AC-Ladestrom ist im Bereich von 500 bis 1.000 Watt einstellbar. Zusätzlich akzeptiert der XT60-Solareingang bis zu 500 Watt bei 11,5 bis 55 Volt.

Wer AC und Solar kombiniert, erreicht somit eine maximale Eingangsleistung von bis zu 1.500 Watt. Unter passenden Bedingungen sind 80 Prozent Akkustand bereits nach rund 36 Minuten möglich. Als Richtwerte für eine vollständige Ladung werden etwa 1,5 Stunden über 1.000-Watt-AC, rund zwei Stunden mit 500 Watt Solar und ungefähr 1,3 Stunden bei kombinierter AC- und Solarladung angegeben. Über den 12-V-Kfz-Eingang mit 8 A beziehungsweise rund 96 Watt dauert eine vollständige Ladung naturgemäß wesentlich länger und bewegt sich bei ungefähr zwölf Stunden.

Uns gefällt besonders, dass man nicht auf eine einzige Lademethode festgelegt ist. Zuhause wird die Powerstation einfach an der Steckdose geladen. Beim Camping kann Solar zum Einsatz kommen und während längerer Fahrten steht zusätzlich die Ladung im Fahrzeug zur Verfügung.

Solarbetrieb bis 500 Watt

Wer eine Powerstation hauptsächlich fürs Camping, Wohnmobil oder für längere Outdoor-Aufenthalte kauft, wird früher oder später über Solarmodule nachdenken.

Die Nomad1800 Pro nimmt über ihren XT60-Eingang bis zu 500 Watt Solarleistung auf. Ein MPPT-Regler ist bereits integriert. Bei guten Bedingungen kann ein entsprechend dimensioniertes Solarsystem die Powerstation dadurch innerhalb eines Tages problemlos wieder aufladen.

Gerade hier zeigt sich der Unterschied zwischen einer großen Powerbank und einer echten mobilen Energielösung. Solange ausreichend Sonnenenergie vorhanden ist, kann die Powerstation immer wieder nachgeladen werden und Geräte über einen längeren Zeitraum autark versorgen.

USV mit Umschaltung innerhalb von maximal 10 Millisekunden

Eine Funktion, die wir bei leistungsfähigen Powerstations immer wichtiger finden, ist die USV beziehungsweise UPS-Funktion.

Die AFERIY Nomad1800 Pro unterstützt eine Umschaltung auf Akkubetrieb innerhalb von höchstens 10 Millisekunden. Die Powerstation kann damit dauerhaft zwischen Steckdose und einem Verbraucher wie PC, Router oder Beleuchtung betrieben werden. Fällt die Netzversorgung aus, übernimmt der interne Akku nahezu unmittelbar. Zusätzlich wird Pass-Through-Betrieb unterstützt, sodass angeschlossene Geräte versorgt werden können, während die Powerstation selbst geladen wird.

Damit erhält die P180Pro noch einen weiteren Einsatzzweck. Sie muss nicht monatelang ungenutzt im Schrank auf einen Campingurlaub warten, sondern kann beispielsweise bereits zuhause als zusätzliche Absicherung für Router, Netzwerk oder Computertechnik eingesetzt werden.

Steuerung per App über Bluetooth und WLAN

Auch bei der Software hat AFERIY die Nomad1800 Pro zeitgemäß ausgestattet.

Über die App lassen sich unter anderem Akkustatus sowie Ein- und Ausgangsleistung kontrollieren und verschiedene Funktionen beziehungsweise Betriebsmodi verwalten. Die Verbindung kann über Bluetooth und WLAN erfolgen.

Im Alltag ist das komfortabler, als jedes Mal direkt zur Powerstation gehen zu müssen. Gerade wenn das Gerät beim Camping im Wohnmobil, zuhause in einem Technikbereich oder etwas abseits vom Sitzplatz steht, ist ein schneller Blick aufs Smartphone praktisch.

Auch beim Test unterschiedlicher Verbraucher fanden wir die Anzeige hilfreich, weil sich schnell nachvollziehen lässt, wie stark die angeschlossenen Geräte die Powerstation gerade beanspruchen.

Kapazität auf bis zu 5.120 Wh erweiterbar

Ein großer Vorteil der Pro-Version ist die Erweiterbarkeit.

Die Grundkonfiguration verfügt über 1.024 Wh. Über zusätzliche P180-B-Erweiterungsakkus kann die Speicherkapazität schrittweise vergrößert werden. Mit einem Zusatzakku stehen entsprechend 2.048 Wh zur Verfügung. Insgesamt lässt sich das System mit mehreren Erweiterungsakkus auf bis zu 5.120 Wh ausbauen.

Damit verändert sich der Charakter des Systems deutlich.

Die Basisversion ist eine mobile Powerstation, die sich mit knapp zwölf Kilogramm noch bequem transportieren lässt. Wer später merkt, dass mehr Kapazität benötigt wird, muss jedoch nicht sofort eine komplett neue Powerstation kaufen.

Insbesondere für Wohnmobile, längere Campingaufenthalte oder die Notstromversorgung zuhause ist dieses modulare Konzept interessant.

Bei theoretischen 5.120 Wh Gesamtkapazität bewegen wir uns schließlich bereits in einem Bereich, mit dem sich zahlreiche Verbraucher über einen erheblich längeren Zeitraum versorgen lassen.

LED-Licht und Eco-Modus

Zusätzlich ist eine LED-Beleuchtung integriert. Sie unterstützt Dauerlicht sowie Blink- und SOS-Modus. Gerade beim Camping oder bei einem Stromausfall spart man sich damit eine zusätzliche Lampe.

Ebenfalls vorhanden ist ein Eco-Modus. Dieser ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Powerstation nicht unnötig weiterlaufen soll, obwohl keine relevante Last mehr angeschlossen ist.

Das sind keine Funktionen, wegen denen man allein eine Powerstation kauft, im Alltag runden sie das Gesamtpaket aber sinnvoll ab.

Geräuschentwicklung angenehm niedrig

Auch die Lautstärke spielt bei einer Powerstation eine größere Rolle, als man zunächst vermuten könnte. Steht das Gerät beispielsweise im Wohnmobil, Schlafzimmer, Wohnzimmer oder direkt neben dem Arbeitsplatz, kann ein ständig deutlich hörbarer Lüfter schnell störend werden.

Die Nomad1800 Pro ist auf einen sehr leisen Betrieb ausgelegt und wird mit einer Geräuschentwicklung von unter 30 dB beworben.

Natürlich hängt die Lüfteraktivität immer von Belastung, Ladestrom und Temperatur ab. In unserem normalen Einsatz empfanden wir die Powerstation jedoch als angenehm unauffällig. Gerade bei niedriger und mittlerer Leistungsabgabe muss man nicht permanent das Gefühl haben, neben einem technischen Großgerät zu sitzen.

Sicherheitsfunktionen und Betriebstemperatur

Das integrierte BMS überwacht zentrale Parameter wie Strom, Spannung und Temperatur. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -10 bis 40 Grad Celsius. Dazu kommen verschiedene internationale Zertifizierungen, darunter CE, FCC, UL, PSE, RoHS und TELEC.

Gerade bei einem Gerät, in dem mehr als eine Kilowattstunde Energie gespeichert wird, gehören solche Schutzmechanismen für uns zur Grundvoraussetzung.

Die eingesetzte LiFePO₄-Technik ist ebenfalls ein wichtiger Pluspunkt. Neben der langen Zyklenfestigkeit hat sie sich bei Powerstations aufgrund ihrer Robustheit und thermischen Eigenschaften bewährt.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören neben der eigentlichen AFERIY Nomad1800 Pro das AC-Ladekabel sowie ein MC4-auf-XT60-Kabel für den Anschluss entsprechender Solarmodule. Zusätzlich befinden sich die Bedienungsanleitung und Garantiekarte im Paket.

Damit ist das wichtigste Zubehör bereits vorhanden, um die Powerstation sowohl über das normale Stromnetz als auch über ein kompatibles Solarmodul zu laden.

Die wichtigsten technischen Daten im Überblick

Modell: AF-P180 Pro

Akkukapazität: 1.024 Wh

Akkutechnologie: LiFePO₄

Lebensdauer: mehr als 4.000 Ladezyklen bis etwa 80 Prozent Restkapazität

Dauerleistung AC: 1.800 Watt

Spitzenleistung: bis etwa 3.600 Watt

Wechselrichter: reine Sinuswelle

Abmessungen: 35 × 22 × 26,3 cm

Gewicht: 11,64 kg

AC-Ausgänge: 2 × 220–240 V, 50/60 Hz

USB-A: 2 × QC 3.0 mit 18 Watt

USB-C: 1 × PD 20 Watt

USB-C Schnellladen: 1 × PD 140 Watt

Kfz-Ausgang: 12 V/10 A

DC5521: 2 × 12 V/3 A

AC-Eingang: maximal 1.000 Watt

Solar-Eingang: maximal 500 Watt, 11,5–55 V

Kfz-Ladeeingang: 12 V/8 A

Maximale kombinierte Eingangsleistung: 1.500 Watt

USV-Umschaltzeit: maximal 10 ms

App: Bluetooth und WLAN

Kapazität mit Erweiterungsakkus: bis 5.120 Wh

Betriebstemperatur: -10 bis 40 Grad Celsius

LED-Licht: Dauerlicht, Blinken und SOS

Eco-Modus: vorhanden

Garantie: bis zu sieben Jahre

Die technischen Daten zeigen bereits sehr gut, weshalb uns die Nomad1800 Pro im Test gefallen hat. Sie konzentriert sich nicht auf einen einzelnen Einsatzzweck, sondern deckt vom mobilen Stromspeicher über Camping und Wohnmobil bis zur Absicherung zuhause sehr viele Bereiche ab.

Schlusswort

Nach unserem Test hinterlässt die AFERIY Nomad1800 Pro P180Pro einen sehr positiven Gesamteindruck.

Die Kombination aus 1.024 Wh Speicherkapazität und 1.800 Watt Dauerleistung erweist sich im Alltag als ausgesprochen vielseitig. Gerade unsere Tests mit unterschiedlichsten Verbrauchern haben gezeigt, dass eine Powerstation dieser Klasse längst nicht mehr nur zum Laden von Smartphones und Notebooks gedacht ist.

Fernseher, Router, Computer, Spielkonsole, Kaffeemaschine, Mikrowelle, Staubsauger und selbst leistungsstärkere Geräte wie ein Föhn lassen sich betreiben. Gleichzeitig stehen genügend unterschiedliche Anschlüsse zur Verfügung, um mehrere Geräte parallel zu versorgen.

Besonders gelungen finden wir den 140-Watt-USB-C-Port. Wer häufig mit Notebook, Tablet und Smartphone unterwegs ist, kann dadurch viele Geräte direkt anschließen, ohne zusätzliche Netzteile an den 230-Volt-Steckdosen zu benötigen.

Ebenso überzeugen uns die verschiedenen Möglichkeiten beim Aufladen. Bis zu 1.000 Watt über AC, bis zu 500 Watt über Solar und maximal 1.500 Watt bei kombinierter Ladung sorgen dafür, dass der große Akku vergleichsweise schnell wieder einsatzbereit ist.

Hinzu kommen Funktionen, die den Nutzen deutlich über den klassischen Campingbereich hinaus erweitern. Dazu gehört insbesondere die USV-Funktion mit einer Umschaltzeit von maximal 10 Millisekunden. Damit kann die Powerstation zuhause gleichzeitig als Absicherung empfindlicher Geräte dienen.

Die App-Steuerung über Bluetooth und WLAN, das integrierte LED-Licht, der Eco-Modus, die lange Lebensdauer des LiFePO₄-Akkus und die Möglichkeit zur Erweiterung auf bis zu 5.120 Wh machen das Gesamtpaket noch interessanter.

Positiv fällt zudem das Verhältnis aus Kapazität, Leistung und Mobilität auf. 11,64 Kilogramm sind für eine Powerstation mit 1.024 Wh und 1.800 Watt ausgesprochen angenehm. Mit 35 × 22 × 26,3 Zentimetern findet sie auch im Kofferraum oder Wohnmobil vergleichsweise problemlos einen Platz.

Wer heute zunächst mit rund einer Kilowattstunde auskommt, kann klein starten und das System später über Erweiterungsakkus ausbauen. Das macht die Nomad1800 Pro langfristig wesentlich flexibler als eine Powerstation mit fest vorgegebener Kapazität.

Für uns ist die AFERIY Nomad1800 Pro P180Pro deshalb eine überzeugende Lösung für alle, die eine leistungsfähige, dennoch gut transportierbare Powerstation für Zuhause, Camping, Wohnmobil, Garten, Outdoor-Einsatz oder als Notstromreserve suchen.

TopTechNews_Gold

Review: AFERIY Nomad1800 Pro P180Pro im Test: 1.800 Watt Powerstation mit 1.024 Wh, LiFePO₄ und starker Ausstattung
9.5
Qualität
8.5
Steuerung
8.5
Design
9.5
Preis Leistung
9
Ausstattung
Gesamtwertung 9 / 10
Unser Fazit
Vor allem die hohe 1.800-Watt-Ausgangsleistung, der langlebige LiFePO₄-Akku, die schnelle Aufladung, die Vielzahl an Anschlüssen und die Erweiterbarkeit haben uns im Praxistest überzeugt. Die Nomad1800 Pro schafft damit den Spagat zwischen kompakter mobiler Energieversorgung und einer ernstzunehmenden Stromreserve für leistungsstärkere Verbraucher ausgesprochen gut.
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Charbel
Charbelhttps://www.toptechnews.de
Zugegeben, ich könnte wie die meisten anfangen und erzählen, dass ich schon seit über 35 Jahre ein leidenschaftlicher Zocker bin und schon mitte der 80er mit dem Commodore 64 angefangen habe zu spielen, später dann mit PC, Atari und Nintendo groß geworden bin, was dann mit dem Erscheinen der PlayStation und Xbox auch fortgesetzt wurde. Wichtig zu wissen ist aber, dass mein frühe Befassung mit diesem Bereich mich zu dem gemacht hat was ich heute bin. Ich habe mein Hobby zum Beruf machen können und habe bei ProMarkt, Media Markt, Saturn und später noch bei Conrad Electronic gearbeitet. Durch meine Wirken in diesen Bereich und Weiterbildungen in verschiedenen Bereichen wie Gaming, Multimedia und Technik in verschiedenen Bereichen wie z.b. Haushalt, Hifi, Kabel & Sound, Car Technik, PC & Konsolen, Musik & Filme, Spielwaren, Hardware & Software sowie Games und Smartphones habe ich entsprechend viel Erfahrung sammeln können um sie hier mit euch zu teilen. Sein Hobby zum Beruf zu machen reicht meiner Meinung nach nicht aus, sondern gibt uns nur ein Fundament, eine Basis anderen zu helfen, die nur durch Arbeit, lange Erfahrung und Weiterbildung ausgebaut wird.

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