Noch ein Extraction-Shooter. Muss das wirklich sein? Noch ein Extraction-Shooter. Muss das wirklich sein? Ja, muss sein.
Denn auch wenn sich mittlerweile jeder zweite Shooter irgendwo in diesem Genre tummelt oder zumindest einen Ableger in diese Richtung schickt, kann ein bisschen Konkurrenz ja nicht schaden. Im Gegenteil. Es muss schließlich auch mal jemand den bekannten Größen im Genre wie Tarkov oder ARC Raiders zeigen, dass sie sich nicht auf ihren „Lootbeeren“ ausruhen können.
Active Matter, das Spiel von Gaijin Entertainment und dem Matter-Team, schickt uns in ein ziemlich abgefahrenes Multiversum, in dem mit der Realität offenbar einiges schiefgelaufen ist.
Statt einfach nur von A nach B zu laufen und alles über den Haufen zu schießen, geht es darum, in gefährliche Zonen vorzudringen, Beute einzusammeln, verschiedene Aufgaben zu erfüllen und anschließend auch wieder lebend herauszukommen. Klingt erstmal nach klassischem Extraction-Shooter… Richtig, ist es auch!
Aber Active Matter versucht mit seinem Setting, das sich irgendwie aus Control, S.T.A.L.K.E.R. und Tarkov zusammensetzt, dem Ganzen seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Dabei hatte ich am Anfang durchaus meine Bedenken. Noch ein Spiel, bei dem man seine Ausrüstung zusammensucht, in eine Zone geht, die von seltsamen Anomalien befallen ist, Loot einsammelt und anschließend möglichst schnell wieder verschwinden sollte? Oder alles zu verlieren, was wir mit reingenommen und während der Runde gesammelt haben?

Nach den ersten Runden musste ich meine Meinung allerdings etwas korrigieren. Besonders, weil ich ein Fan von Spielen mit mysteriösen Ereignissen bin, die sich irgendwo zwischen paranormalen Phänomenen, Multiversum und seltsamen Anomalien bewegen. Active Matter macht sonst nicht viel anders als andere Games in diesem Genre. Aber das Spielsystem ist vielseitig, die unterschiedlichen Spielmöglichkeiten sorgen für Abwechslung und gerade die Mischung aus PvP, PvE und den verschiedenen Möglichkeiten, alleine oder im Squad loszuziehen, macht das Ganze durchaus interessant.
Auf geht’s ins Multiversum, auf der Suche nach einem Universum, in dem unsere Welt noch existiert, und mit dem Ziel, andere Welten zu retten.
An einem Ort zwischen den Existenzen, am Beginn und Ende aller Welten. Willkommen bei der Agency.
Ganz ohne Eingewöhnung geht es allerdings nicht. Vor allem die Steuerung hat mir anfangs ein paar Fragezeichen ins Gesicht gezaubert. Wer direkt aus einem anderen Shooter kommt und erwartet, dass sich alles sofort genauso spielt wie gewohnt, wird vermutlich erstmal etwas fluchen. Zumindest ging es mir so. Besonders die Tatsache, dass ich meine leergeschossenen Magazine auch manuell wieder nachladen muss, hat mich zunächst etwas verwirrt. Nach einigen Runden hatte ich mich aber daran gewöhnt und konnte mich endlich auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht: spielen und zwar mit allem, was dazugehört. Schauen wir also einmal genauer hin, ob Active Matter tatsächlich das Zeug dazu hat, den etablierten Games ein bisschen Konkurrenz zu machen.
Auf geht’s!
Kurz vorweg: Ich kann nicht auf jedes einzelne Detail eingehen. Sonst würde aus diesem Test eine Kante Kolumne werden und das möchte ich keinem von euch antun.

Vorbereitung. Mission. Und hoffentlich: Extraktion.
Bevor wir überhaupt einen Fuß in die instabile Zone setzen, beginnt die eigentliche Mission bereits im Shelter. Denn in Active Matter ist die Ausrüstung keine Nebensache. Alles, was wir mitnehmen, können wir verlieren.
Also: Was kommt mit? Zunächst brauchen wir natürlich eine Waffe. Für die eine Mission entscheide ich mich für ein Sturmgewehr beziehungsweise einen Karabiner als Hauptwaffe, ein anderes Mal reicht vielleicht eine Maschinenpistole oder womit spiele ich gerade am liebsten.
Dazu kommen die passenden Magazine. Und hier gilt: Nicht einfach alles einpacken, was noch irgendwie ins Inventar passt. Wir brauchen ausreichend Munition für Gefechte, gleichzeitig aber auch genügend Platz für das, was wir hoffentlich wieder mit nach Hause nehmen. Also mehrere volle Magazine an den Mann – plus zusätzliche Munition als Reserve. Für kurze Distanzen nehme ich gerne eine Schrotflinte mit. Denn wenn plötzlich ein Gegner direkt vor uns steht, möchte ich nicht erst gemütlich das große Gewehr nachladen. Vielleicht gibt’s dann noch eine Pistole für den Notfall.
Dann die medizinische Versorgung. Mindestens ein Erste-Hilfe-Set gehört ins Inventar. Dazu gegebenenfalls weitere Medikamente beziehungsweise Schmerzmittel. Denn ein gewonnenes Feuergefecht bringt uns wenig, wenn wir anschließend mit halber Lebensenergie durch die Zone laufen.
Natürlich müssen wir auch an die Rüstung denken. Helm, Schutz und intakte Panzerplatten. Das klingt banal, ist aber entscheidend. In Active Matter ist eine gute Rüstung kein Luxus, sondern zusätzliche Zeit. Diese paar Treffer mehr können darüber entscheiden, ob wir noch bis zur Extraktion kommen oder unsere gesamte Ausrüstung auf dem Boden zurücklassen.
Damit steht das Loadout. Waffe, Magazine, Munition, Heilung und Rüstung.

Jetzt fehlen nur noch die Aufgaben.
Vor dem Start können wir festlegen, was wir in diesem Raid eigentlich erreichen wollen. Wir können uns also nicht einfach nur sagen: „Ich gehe rein und schaue mal, was passiert.“ Kann man machen aber es gibt auch konkrete Aufgaben.
Einige Ziele sind allgemeiner gehalten – beispielsweise Ressourcen sammeln, bestimmte Gegner oder Objekte untersuchen oder bestimmte Aktionen innerhalb der Zone durchführen. Dazu kommen mapspezifische Aufgaben. Und genau diese sind interessant, weil sie uns an Orte führen, an denen wir normalerweise vielleicht gar nicht vorbeikommen würden. Das kann beispielsweise ein Foto einer Zeichnung an einer bestimmten Wand sein oder das Sammeln von Proben an einem speziellen Ort.
Wir haben also unser persönliches Ziel, kennen die Karte und wissen ungefähr, wo wir hinmüssen. Die möglichen Gefahren werden uns ebenfalls auf der Karte angezeigt. Trotzdem müssen wir uns darauf einstellen, dass noch weitere dazukommen können. Zeit für den Einsatz.
Die Mission beginnt. Der Bildschirm lädt und plötzlich stehen wir mitten in der Zone. Keine gemütliche Lobby mehr. Keine sichere Werkbank. Nur wir, unsere Ausrüstung und eine Welt, die sich nicht unbedingt an die Regeln hält, die wir aus anderen Shootern gewohnt sind.
Der erste Blick gilt der Umgebung. Wo bin ich? Wo liegt mein Ziel? Wo befindet sich die Extraktion. Und vor allem: Wie gehen wir vor?
Active Matter spielt mit Anomalien, die nicht einfach nur irgendwelche optischen Effekte darstellen. Sie können die Umgebung und die Physik verändern. Manche Bereiche verändern beispielsweise die Gravitation und erlauben es, an Wänden oder sogar Decken entlangzulaufen.
Die Anomalien sind vielseitig… Wir bewegen uns vorsichtig durch die Zone. Vor uns flimmert die Luft. Ein Bereich wirkt irgendwie … falsch. Wir gehen einen Schritt näher und plötzlich verändert sich die Gravitation. Der Boden ist nicht mehr wirklich der Boden und wir werden seitlich gezogen, dann nach oben und auf einmal stehen wir nicht mehr auf dem Fußboden, sondern laufen an der Wand oder kopfüber unter der Decke.
Das ist einer dieser Momente, in denen man kurz vergisst, dass man eigentlich einen Shooter spielt. Denn normalerweise bedeutet Wand = Hindernis. Hier bedeutet Wand = potenziell neuer Boden… und genau das macht die Anomalien so unberechenbar. Sie sind nicht unbedingt Gegner, die auf uns zulaufen und uns erschießen wollen. Sie verändern vielmehr die Spielregeln. Die Gefahr entsteht dadurch, wie wir uns in dieser veränderten Umgebung bewegen.
Ein falscher Schritt kann reichen. Ein Sprung in die falsche Richtung und plötzlich befinden wir uns an einem Ort, an dem wir überhaupt nicht sein wollten.

Gefahren lauern überall.
Und dann kommt der Kampf, natürlich sind wir nicht alleine…. Wäre ja zu schön, aber auch langweilig.
In der Zone können uns andere Operator begegnen. Dazu kommen die durch Active Matter veränderten Kreaturen.Jetzt wird aus dem vorsichtigen Erkunden plötzlich ein Feuergefecht. Gewehr hoch, zielen, kurze Feuerstöße – ein Gegner fällt. Magazin kontrollieren und nicht einfach weiterlaufen. Denn genau jetzt wäre der klassische Fehler: Wir haben noch Beute vor uns, also gehen wir natürlich weiter. Noch eine Kiste, noch ein Gegner, noch ein bisschen Loot und schon haben wir mehr wertvolle Ausrüstung im Rucksack, als wir eigentlich riskieren wollten.
Das Problem: Wir sind noch nicht draußen. Also wird es Zeit, umzudenken.
Die Aufgabe ist erledigt. Wir haben Beute, unsere Munition ist nicht mehr voll, die Rüstung hat Treffer abbekommen und ein Teil unserer Heilung ist ebenfalls verbraucht. Jetzt beginnt die wichtigste Phase der Mission: die Extraktion. Wir bewegen uns nicht mehr auf der Suche nach dem nächsten Kampf durch die Karte. Wir wollen möglichst unbeschadet zum Ausgang.
Aber Achtung! Alles, was wir gerade eingesammelt haben, ist nur dann wertvoll und unser, wenn wir es auch nach Hause bekommen.
Und jetzt: Extraktion.
Der Ausgang oder die Ausgänge sind auf der Karte markiert. Am Portal angekommen läuft die Zeit… Wobei 20 Sekunden eine verdammt lange Zeit sein können.

Die Auswertung
Zurück in der sicheren Basis wird abgerechnet. Wir haben die Mission abgeschlossen und die ausgewählten Aufgaben sind erledigt. Nachdem die Belohnungen eingesammelt sind, geht’s ans Aussortieren. Was kann ich gebrauchen und was fällt dem Recycling zum Opfer?
Damit schließt sich der Kreisund wir sind quasi schon wieder in der Vorbereitung für die nächste Runde!
Es geht in Active Matter nicht darum, möglichst viele Gegner zu eliminieren. Es geht darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Grafik: Sieht selbst auf der Series S ordentlich aus
Grafisch gibt es von meiner Seite wenig zu meckern. Besonders interessant finde ich dabei, wie gut Active Matter auf der Xbox Series S aussieht. Die kleine Xbox wird bei solchen Spielen ja gerne mal vergessen, muss sich hier aber definitiv nicht verstecken.
Aber ja, natürlich… liebe PC-Spieler mit der 5080, eure Grafik ist besonders nice. War ja auch teuer genug. *Hust*
Die Umgebungen sehen ordentlich aus, die Effekte passen und auch bei viel Action auf dem Bildschirm bleibt der Gesamteindruck gut. Natürlich gibt es Spiele, bei denen man sich hinstellt und erstmal denkt: „Meine Güte, sieht das gut aus.“ Active Matter gehört nicht unbedingt dazu. Dafür wirkt die Grafik insgesamt stimmig. Es gibt keine großen Ausreißer, die einem direkt ins Auge springen, und das Spiel schafft es, eine passende Atmosphäre aufzubauen. Wenn man den ein oder anderen Clipping- Fehler mal aussen vor lässt und die Tür für einen schwenkt.

Bei den Details wurde nicht komplett gespart. Hier und da könnte eine Textur sicherlich etwas schärfer sein und an manchen Stellen wäre etwas mehr Feinschliff schön gewesen. Aber gerade auf der Series S finde ich das Ergebnis gut.
Am Ende muss ein Spiel für mich nicht permanent versuchen, mit seiner Grafik anzugeben. Es muss einfach gut aussehen und zum Spiel passen.
Die Steuerung braucht etwas Zeit
Bei der Steuerung sieht es zunächst etwas anders aus. Die hat mich am Anfang tatsächlich ein wenig beschäftigt. Nicht, weil sie grundsätzlich schlecht wäre, sondern weil sie sich anders anfühlt, als man es vielleicht von anderen Shootern gewohnt ist. Die ersten Runden waren bei mir deshalb eher von „Moment, welche Taste war das noch mal?“ geprägt. Nach einiger Zeit hat man die Bewegungsabläufe drin und muss nicht mehr ständig darüber nachdenken, welcher Knopf jetzt für welche Aktion zuständig ist. Die Optionen geben zudem eine ganze Menge Möglichkeiten seine Steuerung sehr individuell anzupassen.
Dann kann man sich auch endlich auf das konzentrieren, was Active Matter eigentlich interessant macht: das Spielsystem.
Das Spielsystem ist vielseitig
Active Matter lässt einem durchaus Möglichkeiten, wie man an eine Situation herangeht. Man muss nicht jede Begegnung nach demselben Muster spielen und genau das gefällt mir. Natürlich bleibt die Grundidee eines Extraction-Shooters bestehen. Man geht rein, sucht sich seine Beute zusammen, erledigt Gegner und versucht, wieder herauszukommen. Aber innerhalb dieses Rahmens gibt es genügend Möglichkeiten, um nicht nach kurzer Zeit das Gefühl zu bekommen, ständig dasselbe zu machen. Denn gerade bei Shootern kann sich schnell eine gewisse Routine einschleichen. Gegner hier, Gegner dort, Magazin leer, nachladen und weiter bis das ganze irgendwann nur noch auf Autopilot läuft.
Active Matter verlangt, dass man sich ein bisschen mit den Möglichkeiten beschäftigt. Gehe ich das Risiko ein oder halte ich mich lieber zurück? Spiele ich alleine oder nehme ich meine Kollegen mit? Diese Entscheidungen machen die einzelnen Runden interessant. Dabei muss man allerdings auch sagen: Active Matter ist kein Spiel, das einem alles sofort erklärt und einen anschließend an die Hand nimmt. Ein bisschen Eigeninitiative gehört dazu. Und man muss sich schließlich nicht bei jedem Spiel nach fünf Minuten wie ein Profi fühlen.

Alleine oder mit anderen? Beides geht
Was mir ebenfalls gefällt, sind die verschiedenen Möglichkeiten, Active Matter zu spielen. Wer lieber alleine unterwegs ist, kann das tun. Wer sich mit Freunden zusammentun möchte, zieht im Squad los. Und natürlich gibt es auch PvP. Damit ist eigentlich für verschiedene Spielertypen etwas dabei.
Gerade das Spielen im Squad kann natürlich eine ganz andere Dynamik entwickeln. Gemeinsam überlegen, wo man hinwill, wer welchen Bereich übernimmt und wo man sich besser nicht blicken lässt. In der Praxis sieht es dann gerne mal so aus, dass einer schon 200 Meter weiter ist, der nächste gerade irgendwo Loot durchsucht und der dritte fragt, warum plötzlich alle Gegner bei ihm sind. Also genau so, wie man sich einen perfekt geplanten Squad-Einsatz vorstellt.
Auch PvP bringt noch einmal eine andere Würze ins Spiel. Gegen menschliche Gegner weiß man schließlich nie genau, was als Nächstes passiert. Und daraus entstehen die Situationen, die man nach einer Runde gerne noch einmal bespricht. Dabei starte dieses Gespräch oft mit Sätzen wie: „Wo kam der denn jetzt her?“ oder „War das doch kein Teammate?“ Diese Frage dürfte vermutlich nicht nur bei mir irgendwann gefallen sein.
Sound: Ordentlich, aber kein Highlight
Die Soundentwickler haben grundsätzlich erstmal einen guten Job gemacht. Ich würde aber definitiv nicht von dem ultimativen Sounderlebnis sprechen. Die Umgebung und die allgemeine Geräuschkulisse passen zum Spiel. Gerade in den actionreicheren Momenten funktioniert das gut und trägt zur Atmosphäre bei. Der Sound ist allerdings nicht das große Highlight des Spiels, auch wenn es im Grunde nichts zu meckern gibt. Es passt einfach.
Die Bleibeschleuniger klingen durchaus realistisch, aber es gibt Verbesserungspotenzial, etwa beim Sound von Waffen mit oder ohne Schalldämpfer. Die Umgebung wirkt nicht leblos und insgesamt fügt sich der Sound gut ins Spiel ein, um die Atmosphäre ein wenig in Spannung zu versetzen.

Man muss Active Matter etwas Zeit geben
Was mir bei Active Matter aufgefallen ist: Das Spiel wird besser, je länger man sich damit beschäftigt. Gerade am Anfang kann man sich durchaus fragen, ob das jetzt wirklich etwas für einen ist. Die Steuerung fühlt sich ungewohnt an, einige Mechaniken müssen erst verstanden werden und auch das generelle Spielprinzip erschließt sich nicht unbedingt innerhalb von fünf Minuten. Nach ein paar Runden sieht die Sache schon anders aus.
Man weiß, was man macht, kennt die Steuerung und fängt an, die Möglichkeiten des Spiels besser zu nutzen. Und plötzlich macht es Spaß. Das klingt jetzt vielleicht banal, ist aber ein Punkt, der bei einem Spiel wie Active Matter wichtig ist. Nicht jedes Spiel muss sofort funktionieren. Manchmal braucht es ein bisschen Zeit, bis der Funke überspringt. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert.
Für wen ist Active Matter interessant?
Wer mit Shootern grundsätzlich nichts anfangen kann, wird vermutlich auch mit Active Matter nicht plötzlich zum Fan des Genres. Wer dagegen Extraction-Shooter mag oder einfach mal etwas Neues ausprobieren möchte, sollte sich den Titel genauer anschauen. Vor allem die Kombination aus Solo, Squad und PvP macht das Spiel interessant. Man ist nicht auf eine einzige Art zu spielen festgelegt und kann je nach Lust und Laune entscheiden, wie man seine Zeit verbringt. Die Steuerung würde ich allerdings nicht unterschätzen. Wer direkt aus einem anderen Shooter kommt, sollte sich ein paar Runden Zeit nehmen, bevor das Urteil gefällt wird. Denn die ersten Minuten sind nicht unbedingt die besten Minuten des Spiels.
Preis-Leistung
Auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis kann Active Matter bei mir punkten. Das liegt vor allem daran, dass das Spiel verschiedene Möglichkeiten bietet, es zu spielen. Solo, im Squad oder gegen andere Spieler – dadurch ist man nicht nach ein paar Abenden komplett durch. Natürlich hängt das auch davon ab, was man von einem solchen Spiel erwartet. Wer eine klassische Einzelspieler-Kampagne mit Anfang, Mitte und Ende sucht, ist hier sowieso falsch. Active Matter funktioniert mit seinen verschiedenen Spielmöglichkeiten und genau dort liegt auch seine Stärke. Für Spieler, die mit diesem Konzept etwas anfangen können, stimmt das Verhältnis aus Inhalt und Spielspaß.
Das Spiel ist in verschieden Versionen verfügbar. Von der einfachen Standard Edition bis hin zur Deluxe Variante, die ein paar Extras mit bringt, die dir den Start in Form eines gut gefüllten Lagers ein wenig einfacher gestalten.


