Wäsche waschen ist das eine, sie anschließend auch zuverlässig trocken zu bekommen, das andere. Gerade wenn regelmäßig größere Mengen an Wäsche anfallen, stößt der klassische Wäscheständer doch ziemlich schnell an seine Grenzen. Und mal ehrlich: Nicht jeder hat einen Garten, eine riesige Terrasse, einen Balkon, Keller oder Dachboden, auf dem sich die halbe Familienwäsche verteilen lässt.
Im Winter wird es dann noch einmal besonders lustig. Draußen aufhängen? Klar, kann man machen. Wenn man allerdings keine Lust auf gefrorene Handtücher hat, sucht man irgendwann nach einer anderen Lösung. 😉
Genau hier kommt der Midea V3 Series Wärmepumpentrockner ins Spiel. Der MDV3EH100D bringt eine ordentliche 10-Kilogramm-Trommel mit, setzt auf Wärmepumpentechnik und bietet dazu noch einige Funktionen, die man bei einem Gerät dieser Preisklasse nicht unbedingt erwarten würde.
Automatische Feuchtigkeitserkennung, verschiedene Trocknungsstufen, Knitterschutz und sogar eine UV-C-Funktion zur hygienischen Wäschepflege sind mit an Bord.
Die spannende Frage ist allerdings: Wie schlägt sich der Midea im Alltag? Denn Datenblätter können bekanntlich viel versprechen. Entscheidend ist am Ende, ob das Gerät auch dann Spaß macht, wenn tatsächlich die Wäsche davor steht und nicht nur ein paar hübsche Produktbilder.

Midea, auch hier mehr und mehr ein Begriff!
Die Midea Group ist ein international agierender Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf Haushaltsgeräten und Klimatisierungslösungen. Das Unternehmen wurde 1968 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Foshan, China.
Ursprünglich als kleine Produktionsstätte gestartet, hat sich Midea zu einem der weltweit führenden Hersteller in diesem Bereich entwickelt. Das Produktsortiment umfasst unter anderem Klimaanlagen, Kühlschränke, Waschmaschinen und weitere Elektrogeräte für den privaten Haushalt.
Neben der Produktion unter eigenem Namen ist Midea auch als Auftragsfertiger für andere Marken tätig. Mit einer globalen Präsenz in über 200 Ländern und einem starken Fokus auf Forschung und Entwicklung – insbesondere in den Bereichen Smart Home und moderne Technologien – zählt das Unternehmen heute zu den wichtigsten Akteuren der Branche.
Genug Gequatsche, jetzt geht’s ran an den Wäschetrockner!
Großes Fassungsvermögen, klassisches Design
Optisch hält sich der Midea ziemlich zurück. Das weiße Gehäuse ist klassisch gehalten und dürfte sich damit problemlos in die meisten Waschküchen oder Hauswirtschaftsräume einfügen. Hier gibt es keine futuristischen Designspielereien und auch nichts, was nach „Raketentechnik für die Waschküche“ aussieht.
Das finde ich bei einem solchen Gerät ehrlich gesagt gar nicht schlecht.
Der Trockner soll schließlich vor allem seinen Job machen und muss nicht unbedingt zum Designobjekt der Wohnung werden. Wer die passende V3 Waschmaschine danebenstellt, bekommt zudem eine optisch passende Kombination. Die Waschmaschine hatten wir bereits in einem separaten Review genauer unter die Lupe genommen.

Große Klappe und viel Platz!
10 Kilogramm Fassungsvermögen sind schon eine Ansage. Gerade bei Bettwäsche, Handtüchern oder generell größeren Wäscheladungen merkt man den zusätzlichen Platz ziemlich schnell.
Was ich daran besonders praktisch finde: Man muss nicht jede Ladung zwangsläufig auf mehrere Durchgänge verteilen. Gerade wenn Waschmaschine und Trockner unterschiedliche Kapazitäten haben, kann das nämlich schnell nervig werden.

Eine 10-kg-Waschmaschine mit einem kleineren Trockner zu kombinieren, ist für mich deshalb nicht unbedingt die ideale Lösung. Wenn die komplette Waschmaschinenladung anschließend direkt in den Trockner wandern kann, spart man sich schlicht einen zusätzlichen Durchgang.
Und genau hier spielt der Midea Trockner seine Größe aus. Das große Trommelvolumen hat aber noch einen anderen Vorteil. Die Wäsche hat während des Trocknens ordentlich Platz, sich zu bewegen. Gerade bei Bettwäsche und größeren Wäschestücken ist das angenehm, weil nicht alles nach kurzer Zeit zu einem einzigen feuchten Wäscheknäuel zusammenklebt.
Auch die große Tür macht beim Beladen einen guten Eindruck. Gerade wenn man mal wieder mit einem Berg Handtücher vor dem Gerät steht, weiß man eine große Öffnung durchaus zu schätzen.
Im Inneren gibt es außerdem eine Trommelbeleuchtung. Kein Feature, wegen dem ich einen Trockner kaufen würde, aber definitiv eines, das ich nach einiger Zeit nicht mehr missen möchte. Vor allem in einem etwas dunkleren Waschkeller ist es praktisch, wenn man tatsächlich sieht, was noch alles in der Trommel liegt.
Denn seien wir ehrlich: Irgendwas findet sich doch immer noch. Notfalls der letzte Schlüpper.
Flusen landen sicher im Sieb… oder im 2ten
In der großen Öffnung haben wir auch ein entsprechend großes Flusen Sieb, es lässt sich schnell herausnehmen, aufklappen und so schnell reinigen. Zusätzlich gibt es darunter noch ein weiteres Sieb, was mir sehr gut gefällt, weil dadurch noch mehr Flusen und Rückstände aufgefangen werden…. Für den Fall der Fälle, also dass dann irgendwann doch mal zu viele Fusseln im Spiel waren, lässt sich an der Front eine Klappe, wo man dann gerne einmal den Staubsauger rein halten kann. Aber Vorsicht, nicht die Lamellen am Rippenkörper kaputt machen oder verbiegen.

Trocknen mit Köpfchen und energetisch ein Schritt nach vorne
Beim Trocknen setzt Midea auf eine Wärmepumpe. Das merkt man vor allem daran, dass das Gerät nicht einfach mit möglichst viel Hitze auf die Wäsche losgeht.
Im Vergleich zu älteren Trocknern wirkt das Ganze deutlich kontrollierter. Die Temperaturen bleiben niedriger und die beim Trocknen verwendete Luft wird innerhalb des Systems wiederverwendet. Das hilft dabei, den Energieverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig etwas schonender mit der Wäsche umzugehen.
Besonders praktisch finde ich die automatische Feuchtigkeitserkennung. Der Trockner schaut während des Programms, wie trocken die Wäsche bereits ist, und kann die Laufzeit entsprechend anpassen. Er läuft also nicht einfach stumpf eine vorher festgelegte Zeit durch, nur weil das Programm das eben so vorsieht. Das macht im Alltag durchaus einen Unterschied.
Ist die Wäsche früher trocken, kann das Programm entsprechend früher beendet werden. Das spart natürlich Zeit – und im besten Fall auch Strom. Denn Strom kommt zwar aus der Steckdose, kostenlos ist er deswegen trotzdem nicht. Grüße an dieser Stelle an alle Besitzer einer PV-Anlage: Für euch sieht die Rechnung natürlich etwas anders aus. Dafür bedeutet weniger Verbrauch eben auch weniger Einspeisung. Man kann es drehen und wenden, irgendeiner freut sich immer. 😉

Bei den Trocknungsstufen stehen unter anderem „Bügeltrocken“, „Schranktrocken“ und „Extra trocken“ zur Verfügung. Damit lässt sich ziemlich einfach festlegen, was am Ende aus der Trommel kommen soll. Natürlich darf man bei einem 10-kg-Trockner trotzdem keine Wunder erwarten. Eine komplett gefüllte Trommel ist nun einmal eine komplett gefüllte Trommel. Gerade bei größeren Mengen können die Laufzeiten eines Wärmepumpentrockners entsprechend lang ausfallen. Das sehe ich allerdings weniger als Schwäche des Midea, sondern eher als Konsequenz der Technik. Wer möglichst schonend und effizient trocknen möchte, muss sich eben damit arrangieren, dass das Gerät nicht nach 30 Minuten mit einer komplett trockenen Bettwäscheladung um die Ecke kommt.
Schonend zur Kleidung
Bei einem Trockner interessiert mich neben der reinen Geschwindigkeit vor allem eine andere Frage: Was passiert mit der Kleidung? Denn wenn nach zehn Durchgängen zwar alles trocken ist, die Lieblingsklamotten aber aussehen, als hätten sie gerade eine kleine Zeitreise hinter sich, ist das auch nicht unbedingt ein Erfolg. Die automatische Feuchtigkeitserkennung hilft dabei, unnötiges Übertrocknen zu vermeiden. Sobald die gewünschte Restfeuchtigkeit erreicht ist, kann das Gerät den Trocknungsvorgang entsprechend anpassen.
Dazu kommt der automatische Knitterschutz. Wenn man die Wäsche nach Programmende nicht sofort aus dem Trockner holen kann, wird die Trommel in regelmäßigen Abständen noch einmal bewegt. Gerade wenn der Trockner während der Arbeitszeit läuft, ist das ziemlich praktisch. Ich kenne es jedenfalls gut genug, dass eine fertige Ladung Wäsche gerne mal ein paar (mehr) Stunden länger in der Trommel liegt als ursprünglich geplant.

Wenn die Wäsche dann nicht komplett unbewegt in der Trommel liegt, macht das das spätere Zusammenlegen zumindest etwas angenehmer. Und das Bügeleisen darf im Schrank bleiben – auch damit kann ich leben.
UV-C für zusätzliche Hygiene
Eine Funktion, mit der Midea den V3 von vielen einfachen Geräten abheben möchte, ist die UV-C-Funktion. Das UV-C-Licht soll während des Trocknungsvorgangs zur hygienischen Behandlung der Wäsche beitragen und bestimmte Bakterien beziehungsweise Mikroorganismen reduzieren. Ob man das im Alltag unbedingt braucht? Ich würde sagen: Kommt darauf an. Für mich ist es eher ein zusätzliches Feature als der Hauptgrund, einen Trockner zu kaufen. Schön ist trotzdem, dass Midea diese Funktion in dieser Preisklasse mitbringt. Und ich bleibe bei einer alten Weisheit: Haben und nicht brauchen ist immer noch besser als brauchen und nicht haben. Gerade bei Handtüchern, Bettwäsche oder Babykleidung kann die zusätzliche Hygiene-Funktion durchaus interessant sein.
Bedienung ohne unnötigen Schnickschnack
Bei der Bedienung macht Midea erfreulicherweise keinen unnötigen Zirkus. Im Mittelpunkt steht ein klassischer Drehwähler, über den das gewünschte Programm ausgewählt wird. Dazu kommen die entsprechenden Tasten für Zusatzfunktionen und ein Display für die wichtigsten Informationen. Das war es im Grunde auch schon. Keine App, die ich erst installieren muss, kein Smart-Home-Zirkus und keine fünf verschiedenen Accounts, bevor ich meine Unterwäsche trocknen darf. Und ehrlich gesagt: Bei einem Trockner sehe ich das sogar als Vorteil. Das Gerät soll im Idealfall genau das tun, was man von ihm erwartet: Wäsche rein, Programm auswählen, Start drücken und fertig.
Stromverbrauch: Klasse D klingt zunächst schlechter, als sie ist
Ein Punkt, bei dem man beim Midea genauer hinschauen sollte, ist die Energieeffizienzklasse. Der V3 Wärmepumpentrockner ist nach dem aktuellen EU-Energielabel mit Klasse D eingestuft. Das klingt zunächst einmal nicht besonders beeindruckend, insbesondere wenn man bei anderen Haushaltsgeräten mittlerweile Klassen wie A oder B gewohnt ist. Bei Trocknern sollte man die Einstufung allerdings nicht völlig isoliert betrachten. Die EU-Energielabel wurden neu skaliert und moderne Wärmepumpentrockner arbeiten grundsätzlich deutlich effizienter als ältere Kondensationstrockner. Midea setzt außerdem auf ein natürliches Kältemittel und eine automatische Anpassung des Trocknungsprozesses.
Wer beim Kauf ausschließlich auf die niedrigstmögliche Energieklasse schaut, findet allerdings durchaus noch sparsamere Geräte. Hier muss man meiner Meinung nach das Gesamtpaket betrachten: Anschaffungspreis, Fassungsvermögen, Ausstattung und natürlich den tatsächlichen Verbrauch.

Lautstärke im Alltag
Mit rund 66 dB(A) ist der MDV3EH100D sicherlich kein lautloses Gerät. Das wäre bei einem Trockner dieser Größe allerdings auch eine ziemlich ambitionierte Erwartung. Während des Betriebs hört man ihn natürlich. Wirklich störend laut empfinde ich ihn aber nicht. Im Keller oder Hauswirtschaftsraum sehe ich deshalb überhaupt kein Problem. Steht der Trockner dagegen direkt neben dem Schlafzimmer oder vielleicht in einer offenen Wohnung, würde ich mir vorher überlegen, wann das Gerät laufen soll. Das ist dann weniger eine Frage des Trockners selbst als der eigenen Wohnsituation.
Wasser, Wasser, ja wohin mit dem Wasser?
Der Midea V3 Trockner holt das Wasser aus den Klamotten, klar soweit. Aber wohin damit? In erster Linie kommt es bei diesem Detail auf eure räumlichen Gegebenheiten an. Zum einen hat der Trockner eine große Schublade mit einem üppigen 10 Liter Wassertank, der regelmäßig geleert werden muss. Optional gibt der Hersteller aber einen Ablaufschlauch mit, der alternativ angeschlossen werden kann, um das Wasser direkt in einen Abfluss weiter zu leiten.
Die passende Ergänzung zur Midea V3 Waschmaschine
Besonders interessant finde ich den Midea V3 Trockner tatsächlich im Zusammenspiel mit der passenden Waschmaschine. Beide Geräte verfolgen dasselbe Konzept: ordentlich Fassungsvermögen, moderne Technik und eine möglichst unkomplizierte Bedienung, ohne preislich direkt in Regionen vorzudringen, in denen man für den Trockner fast einen Kleinwagen kaufen könnte. Wer ohnehin Waschmaschine und Trockner neu anschaffen möchte, bekommt mit dem V3-Duo außerdem eine optisch passende Kombination. Und auch die Kapazitäten passen gut zusammen. Die V3 Waschmaschine bringt 7 Kilogramm Fassungsvermögen mit, der Trockner 10 Kilogramm. Damit bleibt beim Umfüllen ausreichend Luft – und man muss nicht anfangen, die Waschmaschinenladung auf zwei Trocknerdurchgänge aufzuteilen. Gerade bei Bettwäsche, Handtüchern und größeren Familienladungen ist das im Alltag ein ziemlich angenehmer Vorteil.
Wer Interesse an dem Testbericht zur Waschmaschine hat, hier der Link… Bitteschön, dankt mir später.
Review – Midea V3 Series – Eine Waschmaschine, die halt was sie verspricht… Saubere Wäsche
Anschaffungskosten
Da die Preise für diese Art Großgeräte immer sehr unterschiedlich sind, ist ein Vergleich natürlich immer ratsam. Der Hersteller veranschlagt für die Media V3 Wärmepumpentrockner 10kg Waschmaschine laut deren Webseite 499,99€.


